Anzeige
12. August 2016, 07:52
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Bayern: Mieten steigen trotz Mietpreisbremse

Die Mietpreisbremse senkt auch in Bayern die Mieten nicht. Besonders stark sind die Mieten in München und Neu-Ulm mit jeweils 15 Prozent gestiegen. Das zeigt eine Analyse der Angebotsmieten von Immowelt in 17 größten bayerischen Städten.

Immobilienindex Shutterstock Gro 185856560-Kopie in Bayern: Mieten steigen trotz Mietpreisbremse

Die Einführung der Mietpreisbremse in Bayern zeigte wenig Wirkung, die Mieten steigen weiter.

Basis für die Auswertung von Immowelt sind die jeweils im 1. Halbjahr 2014, 2015 und 2016 auf Immowelt angebotenen Wohnungen und Häuser – inklusive Neubauten und kernsanierten Objekten -, für die die Mietpreisbremse nicht gilt.

Stärkster Anstieg in Neu-Ulm und München

München verzeichne von 2015 auf 2016 mit 15 Prozent einen Anstieg auf aktuell 17,30 Euro pro Quadratmeter (Median). Die große Nachfrage durch gleichbleibend starken Zuzug schlage sich in hohen Preisen nieder. Der Neubau könne dieser Entwicklung bislang nicht ausreichend entgegenwirken. Gründe hierfür seien unter anderem strenge Regularien und der Mangel an freiem Bauland.

In Neu-Ulm seien die Mieten zwischen 2014 und 2015 bereits um elf Prozent gestiegen – seit dem vergangenen Jahr seien die Preise sogar nochmals um 15 Prozent auf 10,20 Euro pro Quadratmeter gestiegen.

Mit geringer Arbeitslosigkeit und hervorragenden Karriere- und Arbeitsbedingungen ziehe die “Innovationsregion Ulm” besonders junge Familien an. Die Folge: Die seit Jahren steigende Bevölkerungszahl lasse die Mieten weiter steigen.

Zum Vergrößern bitte auf die Grafik klicken.

Immowelt-bayern in Bayern: Mieten steigen trotz Mietpreisbremse

Ingolstadt und Landsberg am Lech

Auffällig in der Auswertung seien auch Ingolstadt und Landsberg am Lech. Beide Städte hätten sich im vergangenen Jahr recht preisstabil gezeigt mit plus drei und minus zwei Prozent.

In diesem Jahr weise Ingolstadt allerdings einen Sprung um 14 Prozent auf (11,40 Euro) und auch in Landsberg am Lech (9,40 Euro) seien die Preise um satte zwölf Prozent gestiegen. In beiden Städten machen sich wirtschaftliches Wachstum und die Attraktivität als Alternative zum teureren München bemerkbar.

Rosenheim und Würzburg

Ein geringerer Anstieg als im Vorjahr sei in Rosenheim (9,60 Euro) und Würzburg (9,80 Euro) erkennbar. Hier liegt das Preisplus bei drei beziehungsweise zwei Prozent und damit deutlich unter den Vorjahreswerten von plus neun und plus zwölf Prozent.

Angesichts des recht hohen Preisniveaus könne man hier von einer Verschnaufpause ausgehen. Wie lange diese anhalte, hänge von der weiteren Bevölkerungsentwicklung, aber auch von der Neubautätigkeit ab. (kl)

Foto: Shutterstock

 

1 Kommentar

  1. Die Steigerung der Mieten in München ist natürlich die Folge einer politisch gewollten Fehlkonstruktion. So werden Altmieten nicht berücksichtigt.
    Das bedeutet natürlich mit den extrem teuren hinzugekommenen
    Wohnungen höhere Mietsteigerungen.
    Natürlich immer mit dem Argument, sonst rentiere es sich nicht Wohnungen zu erstellen.
    Aber das haben wir ja auch in der Waffenindustrie, wegen des Erhalts der Arbeitsplätze…
    Wo ist der Zusammenhang?
    Die Flüchtlinge die man mit Deutschen Waffen erzeugt benötigen ja auch Wohnungen……

    Kommentar von Wilfried Strassnig — 13. August 2016 @ 14:57

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 01/2019

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Fonds Finanz – Robotik – Moderne Klassik – Finanzanalyse

Ab dem 18. Dezember im Handel.

Cash. 12/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Goldfonds – Rock’n’Roll – Fondspolicen – Nachrangdarlehen

Versicherungen

Berufsunfähigkeit: Im Ernstfall knauserig?

Ein hartnäckiger Vorwurf, mit dem sich BU-Anbieter seit Jahren herumschlagen müssen, ist ihr vermeintlich widerspenstiges Verhalten im Leistungsfall. Sogar auf Seiten des Vertriebs trifft diese Anschuldigung auf Zustimmung. Teil Drei.

mehr ...

Immobilien

Mietpreise: Dynamik ist gestoppt

Bislang gab es bei den Mietpreisen im Bereich Wohnimmobilien oft kein Halten. Nach Erhebung jüngster Zahlen für das 4. Quartal 2018 durch das Researchinstitut Empirica ändert sich nunmehr zumindest die Tendenz. Ob daraus ein Trend wird, bleibt abzuwarten. 

mehr ...

Investmentfonds

BVI: Studie bestätigt Kostentransparenz bei Fonds

Der deutsche Fondsverband BVI bewertet die jüngste ESMA-Studie zu Kosten und Wertentwicklung von Finanzprodukten für Privatanleger positiv.

mehr ...

Berater

Formaxx erweitert Vorstand

Die Formaxx AG, Eschborn, verstärkt seinen Vorstand. Mit Wirkung zum 1.. März 2019 ist Lars Breustedt neu in den Vorstand der Eschborner Finanzberatungsgesellschaft berufen worden.

mehr ...

Sachwertanlagen

Patrizia Grundinvest will Publikumsgeschäft weiter ausbauen

Der Asset Manager Patrizia Grundinvest, Tochtergesellschaft der Patrizia Immobilien AG, hat 2018 rund 110 Millionen Euro Eigenkapital bei Privatanlegern platziert und will weiter wachsen. Dafür ist 2019 unter anderem eine neue Produktkategorie geplant.

mehr ...

Recht

Riester-Urteil: Förderung trotz Sonderurlaub?

Wie der Bundesfinanzhof (BFH) in einem aktuellen Urteil klarstellt, steht und fällt die staatliche Förderung der Riesterrente mit Beitragszahlungen zur gesetzlichen Rentenversicherung – entweder den eigenen oder denen des Ehepartners.

mehr ...