19. Oktober 2016, 08:15
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Ferienimmobilien in Deutschland: Die Nachfrage steigt weiter

Urlaub in Deutschland liegt im Trend und das beflügelt die Nachfrage nach Ferienimmobilien. Gleichzeitig sind die Preise in der ersten Jahreshälfte 2016 gegenüber dem Vorjahr in fast allen Urlaubsregionen weiter gestiegen. Die Ritter-Kolumne

Ferienimmobilien in Deutschland: Die Nachfrage steigt weiter

Daniel Ritter: “Das Angebot an geeigneten Ferienimmobilien, die sich sowohl zur Selbstnutzung als auch zur Vermietung eignen und darüber hinaus in Bestlage befinden, wird zunehmend schmaler.”

Der Trend zum Urlaub im eigenen Land ist in Deutschland ungebrochen, die Nachfrage nach Zweitwohnungen und Urlaubsdomizilen auf Zeit in den heimischen Ferienregionen steigt weiter. Gut zu beobachten ist das unter anderem an Nord- und Ostsee: Zu den bisherigen Fans der deutschen Küstenregionen kommen dort auch immer mehr Erholungssuchende, die sich früher beispielsweise eher für eine Flugreise mit Strandaufenthalt im Süden entschieden hätten.

Man schätzt zunehmend die nahe Anreise, die gute, verlässliche Infrastruktur und auch den Faktor Sicherheit in Deutschland. Die Preise für Ferienimmobilien in Deutschland sind in der ersten Jahreshälfte 2016 gegenüber dem Vorjahr in fast allen Urlaubsregionen weiter gestiegen. Dies belegen aktuelle Marktberichte zum Thema, so auch derjenige, den unser Haus soeben in Kooperation mit dem Ferienwohnungsportal BestFewo erstellt hat.

Angebot wird zunehmend schmaler

Der Trend betrifft nicht nur die klassischen Urlaubsorte an Nord- und Ostsee und die seit jeher beliebte Alpenregion. Auch in den Mittelgebirgen, dem Schwarzwald, dem Harz oder dem Sauerland, ist eine gestiegene Nachfrage festzustellen. Familien, zunehmend aber auch Paare oder Freundesgruppen wählen diese Regionen, weil sie sich unter anderem bestens eignen für Aktivurlaub in Wanderschuhen oder per Fahrrad – in landschaftlich reizvoller und gleichzeitig ruhiger Umgebung.

Das Angebot an geeigneten Ferienimmobilien, die sich sowohl zur Selbstnutzung als auch zur Vermietung eignen und darüber hinaus in Bestlage befinden, wird zunehmend schmaler, vor allem in den Top-Regionen an den Küsten, auf den Inseln, in den Alpen sowie im Alpenvorland. Am begehrtesten sind natürlich Lagen mit unverbautem Gipfelblick oder in erster Reihe am Meer. Die teuersten Immobilien finden sich auf Sylt, am Tegernsee, an der Lübecker Bucht, auf Föhr sowie auf Norderney. Die Preise für ein Einfamilienhaus in bester Lage auf Sylt reichen bis zu 12 Millionen Euro. Am Tegernsee können Anwesen in bester Lage bis zu fünf Millionen Euro erzielen.

Eigennutzung bleibt Hauptmotiv für den Erwerb

Das Preisgefüge in den Mittelgebirgsregionen Bayerischer Wald, Eifel, Harz, Sauerland und Schwarzwald liegt deutlich unter solchen Werten. Ein Schwarzwaldhaus in bester Lage und gutem Zustand kann zum Beispiel ein Transaktionsvolumen von bis zu rund 850.000 Euro erreichen. Der Wunsch nach einem eigenen Feriendomizil in der Region, in der man ohnehin seit Jahren gern seinen Urlaub verbringt, ist weiterhin das Hauptmotiv für den Erwerb einer Ferienimmobilie. Neben der reinen Eigennutzung werden solche Eigenheime oder Eigentumswohnungen aber auch als Geldanlage und Renditeobjekte immer interessanter.

Die vorübergehende Vermietung spielt als Kaufmotivation eine immer größere Rolle. Hauptreisezeiten, Ausstattungsmerkmale und erzielbare Mieteinnahmen sind wichtige Aspekte, die es zu beachten gilt, möchte man seine Ferienimmobile regelmäßig als Urlaubsdomizil vermieten. Dass den Eigentümern der Nachschub an Urlaubern nicht ausgeht, belegen aktuelle Studien. Das beliebteste Urlaubsland der Deutschen ist und bleibt Deutschland.

Autor Daniel Ritter ist Geschäftsführender Gesellschafter der von Poll Immobilien GmbH.

Foto: von Poll Immobilien

Ihre Meinung



 

Versicherungen

Janitos mit BiPRO-Award 2019 ausgezeichnet

Einmal jährlich trifft sich die Interessensgemeinschaft des Brancheninstituts für Prozessoptimierung (BiPRO), um sich über die aktuellen Entwicklungen der Branche auszutauschen. Im Rahmen dieser unter dem Namen BiPRO-Tag bekannten Veranstaltung wird von der Organisation BiPRO e.V. in regelmäßigen Abständen eine Auszeichnung vergeben.

mehr ...

Immobilien

Green Building Zertifikate: Mehrkosten lohnen sich

EED, breeam, DGNB: So heißen nur einige der diversen Zertifikate für Nachhaltigkeit. Die steigende Nachfrage führt zu einem stetig wachsenden Angebot.  Dennoch stellen sich Projektentwickler und Bauträger weiterhin die Frage nach der Notwendigkeit.

mehr ...

Investmentfonds

“Das nächste Google”: Wie StartMark die Branche angreifen will

Startschuss für StartMark: Der Wertpapierprospekt des Startup-Finanzierers aus Düsseldorf für ein in Deutschland in dieser Form bislang einmaliges “Security Token Offering” hat erfolgreich die Wertpapierprüfung der Finanzaufsicht BaFin durchlaufen. Schon ab 100 Euro können Anleger in ein Portfolio von Startup-Unternehmen investieren und daran partizipieren, wenn vielleicht auch das „nächste Google” dabei ist. Die Anleger-Rendite soll bei 10 bis 20 Prozent p.a. liegen.

mehr ...

Berater

Was kommt nach der NordLB? Pläne für den Herbst angekündigt

Was wird aus der Investitionsbank ohne die angeschlagene NordLB-Mutter? Für eine Neuaufstellung des landeseigenen Förderinstituts sieht Sachsen-Anhalt weiteren Klärungsbedarf. Bis zum Spätherbst soll klar sein, wie die Investitionsbank (IB) aus der NordLB herausgelöst werden kann, sagte Finanzminister Michael Richter (CDU) der Deutschen Presse-Agentur.

mehr ...

Sachwertanlagen

CH2 platziert erfolgreich erste Aves-Anleihe

Große Nachfrage verzeichnete in den vergangenen Wochen die Anleihe „Aves Transport 1“. Es handelt sich um die erste Anleihe des börsennotierten Konzerns Aves One, die mit einem Kupon von 5,25 Prozent ausgestattet ist und eine fünfjährige Laufzeit hat.

mehr ...

Recht

BGH entscheidet über zeitliche Festlegung von Rechtsschutzfällen

Wann ist eine Rechtsschutzversicherung zur Zahlung verpflichtet? Mit dieser Frage musste sich der Zivilsenat des Bundesgerichtshofs (BGH) Anfang dieses Monats auseinandersetzen.

mehr ...