21. April 2016, 09:11
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Leipziger Büromarkt startet dynamisch ins neue Jahr

2015 wurden nach Analysen von Aengevelt-Research auf dem Leipziger Büroflächenmarkt 102.000 Quadratmeter umgesetzt. Gegenüber dem Vorjahr bedeute dies einen Anstieg um 27 Prozent. Für 2016 prognostiziert Aengevelt einen Büroflächenumsatz von 90.000 Quadratmeter.

Leipzig Shutterstock-1 in Leipziger Büromarkt startet dynamisch ins neue Jahr

Das Leipziger City-Hochhaus ist eines der bekanntesten Bürogebäude der Stadt.

Der Anstieg des Büroflächenumsatzes in 2015 sei im Wesentlichen auf das dynamische Marktgeschehen in den größeren Flächensegmenten zurückzuführen. So seien auf die Größenklasse ab 2.000 Quadratmeter knapp 29 Prozent des gesamten Marktvolumens entfallen. Im Vorjahr habe dieser Wert bei elf Prozent gelegen. Auf die Größenklasse 1.000 bis 2.000 Quadratmeter seien mit 16.000 Quadratmetern 16 Prozent entfallen (2014: 9,5 Prozent). Auf die Segmente bis 1.000 Quadratmeter entfielen demnach 56 Prozent.

Hinter der kleinteiligeren Nachfrage stünden unter anderem junge, neue und wachsende Unternehmen: Dadurch würden Jahr für Jahr in Leipzig zusätzliche Flächen in Anspruch genommen (Büroflächenmehrverbrauch).

Flächenexpansion lässt Leerstand sinken

So entfiel laut Aengevelt in den letzten vier Jahren ein überdurchschnittlich hoher Anteil von 45 Prozent bis 60 Prozent des Büroflächenumsatzes auf Flächenexpansionen, Neuansiedlungen beziehungsweise Neugründungen (2015: 54 Prozent; 2014: 46 Prozent).

Dies führe dazu, dass der Leerstand kontinuierlich sinke: Standen in Leipzig Anfang 2015 noch 435.000 Quadratmeter Bürofläche leer, waren es wie von Aengevelt Research prognostiziert Anfang 2016 350.000 Quadratmeter. Dies entspreche einer nominellen Leerstandsquote von 10,4 Prozent.

Entwicklungen vorwiegend für Eigennutzer

2015 seien lediglich 16.700 Quadratmeter neue Bürofläche fertiggestellt worden. Damit liege die Innovationsquote bei 0,5 Prozent des gesamten Büroflächenbestandes von 3,37 Millionen Quadratmetern. Zudem seien nahezu keine verfügbaren Flächen an den Markt gelangt, da es sich vorwiegend um Entwicklungen für Eigennutzer handele.

Die Verknappung an nachfragegerechten Flächen innerhalb des Rings führte laut Aengevelt dazu, dass die Spitzenmieten stabil auf 13 Euro pro Quadratmeter verharrt.

Aussichten für 2016

Bis Ende 2016 erwartet Aengevelt einen weiteren Abbau der nominellen Angebotsreserve auf 300.000 Quadratmeter Bürofläche. Es würden rund 10.000 Quadratmeter neue Bürofläche fertiggestellt, wovon wenig disponible Flächen an den Markt gelangen würde.

Die Spitzenmiete bleibe stabil bei 13 Euro pro Quadratmeter. Indessen zeichnen sich nach Erwartungen von Aengevelt aufgrund weiterer Verknappungen in gefragten Lagen vor allem im mittleren Preissegment Erhöhungstendenzen ab. (kl)

Foto: Shutterstock

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