Nicht verzinstes Kapital sucht sichere Rendite

Die Niedrigzinsphase sorgt für ein Umdenken. Negativzinsen drohen. Bei klassischen Geldanlagen frisst die Inflation die niedrige Rendite. Renditeimmobilien sind mangels anderer Optionen zur Zeit mehr als nur eine Alternative zur Lebensversicherung, Festgeld oder Aktienfonds.

Die Deutschen verbringen ihren Urlaub gerne in Ferienhäusern.
Ferienimmobilien eignen sich als Zielinvestment, denn dieser Markt entwickelt sich jenseits von kurzfristigen Trends auf Dauer positiv.

Bei der offiziellen Inflationsrate von 1,7 Prozent ist bis jetzt nur der Verlust an Kaufkraft, den wir in den letzten Jahren durch steigende Preise, zum Beispiel für Energie, verbuchen mussten eingerechnet. Die Eurokrise findet hier noch gar nicht keine Berücksichtigung.

Was passiert wenn Spanien oder Irland weitere Hilfe benötigen? Was passiert, wenn der Sparkurs in Italien nicht fruchtet? Und was passiert gar wenn das wirtschaftlich zweitstärkste Land nach Deutschland in Europa, nämlich Frankreich, strauchelt?

Fragile Lage

Wie fragil die Lage ist, zeigt sich in den Anleihemärkten. Spanien hatte angekündigt, für die Sanierung seines maroden Bankensystems unter den europäischen Rettungsschirm zu schlüpfen. Die Angst vor einem durch Griechenland verursachten Domino-Effekt auf die Peripherie-Staaten ließ die zehnjährigen spanischen Anleihen im Sekundärmarkt auf sieben Prozent schnellen. Das ist der höchste Wert seit Bestehen des Euros. Längerfristig ist eine Refinanzierung zu solchen Konditionen kaum möglich, denn streng genommen gelten schon Renditen ab sechs Prozent als extrem schwierig.

Das Ausfallrisiko von Staatsanleihen wird zur Zeit als hoch eingeschätzt. Aktuelle Spreads preisen Ausfallraten von rund 12 Prozent für europäische Hochzinsanleihen ein.

„Das ist unserer Einschätzung nach zu hoch. Wir gehen im Falle einer leichten Rezession im Euroraum von einer tatsächlichen Ausfallrate von circa sechs Prozent aus“, erklärt Aude Lagey, Investment Specialist bei Dexia Asset Management. Trotzdem bleibt ein relativ hohes Ausfallrisiko bei den Ländern mit schlechter Bonität.

Umgekehrt sieht es bei den Ländern mit guter Bonität aus. Hier lautet das Problem Niedrigverzinsung. Staatsanleihen solventer und damit sicherer Schuldnerstaaten bieten Renditen unterhalb der Inflationsgrenze.

Deutsche zehnjährige Anleihen etwa haben eine Verzinsung von circa 1,2 Prozent, die unter den aktuellen 1,9 Prozent Inflation liegt, während die Aktienmärkte aufgrund der Eurokrise sehr volatil sind.

Seite zwei: Sicherheit oder Rendite

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