Commerzbank verwaltet Abwicklung des CS Euroreal

Die Credit Suisse hat die Abwicklung des Immobilienfonds CS Euroreal auf die Commerzbank übertragen, mit Wirkung ab 1. Mai.  Das Verwaltungsmandat für den Fonds wurde bereits 2012 mit Wirkung zum 30. April 2017 gekündigt.

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Tower der Commerzbank in Frankfurt am Main: Das Kreditinstitut wird den CS Euroreal künftig verwalten.

Am 1. Mai 2017 übernimmt gemäß Investmentgesetz die Commerzbank AG als Depotbank die weitere Abwicklung des CS Euroreal, das geht aus einer Pressemitteilung der Credit Suisse hervor. Am 21. Mai 2012 hatte die Credit Suisse Asset Management Immobilien Kapitalanlagegesellschaft das Verwaltungsmandat für den offenen Immobilienfonds mit Wirkung zum 30. April 2017 gekündigt und damit dessen geregelte Abwicklung eingeleitet.

Großteil des Portfolios bereits verkauft

Die Credit Suisse AG, die den Fonds bisher verwaltet hat, hat nach eigenen Angaben, seit der Einleitung der Rücknahmeaussetzung, bereits 82 Prozent des ursprünglichen Immobilienportfolios verkauft. Die Veräußerungserlöse hätten per Saldo in etwa auf der Höhe der zuletzt von den unabhängigen Gutachtern festgestellten Verkehrswerte gelegen.

Der Verkauf von zwei Einzelhandelsimmobilien mit einem Verkehrswert von insgesamt rund 150 Millionen (zwei Prozent des ursprünglichen Portfolios) sei zusätzlich bereits vertraglich gesichert. Damit würden 23 Immobilien mit einem Verkehrswert von einer Milliarde Euro zum weiteren Verkauf durch die Commerzbank AG verbleiben.

Mit den Erlösen aus den Verkäufen habe die Credit Suisse in der Abwicklungsperiode im Rahmen von neun Ausschüttungen bisher 3,2 Milliarden Euro an die Anleger ausgezahlt. Vor dem Ablauf des Verwaltungsmandats werde am 27. April 2017 eine außerordentliche Sonderausschüttung von 650 Millionen Euro, beziehungsweise 6,20 Euro für die EUR-Anteilklasse geleistet.

Einschließlich der außerordentlichen Sonderausschüttung hätten die Anleger der EUR-Anteilklasse dann rund 3,8 Milliarden Euro, das entspreche knapp zwei Dritteln des Anteilwerts zum Zeitpunkt der Einleitung der Fondsauflösung per 21. Mai 2012.

Bafin überwacht Abwicklungsprozess

Langfristige Anleger der EUR-Anteilklasse, die vor rund neun Jahren – also etwa zwei Jahre vor der Rücknahmeaussetzung – ihre Fondsanteile erworben haben, haben nach Angaben von Credit Suisse trotz der Fondsabwicklung bislang per Saldo keine Verluste erlitten. Damit sei im Marktvergleich der in Auflösung befindlichen offenen Immobilienfonds ein überdurchschnittliches Ergebnis erreicht worden.

Ab dem 1. Mai 2017 trage die Commerzbank AG die Verantwortung dafür, die noch verbliebenen Immobilien zum Verkauf zu stellen und die freien liquiden Mittel schrittweise an die Anleger auszuschütten. Sie strebe hierbei weiter einen halbjährlichen Auszahlungsturnus an.

Der Abwicklungsprozess werde wie bisher von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (Bafin) überwacht. Im Rahmen der weiteren Abwicklung des CS Euroreal habe die Commerzbank der Credit Suisse Asset Management Immobilien Kapitalanlagegesellschaft ein Dienstleistungsmandat für die Übernahme der operativen Aufgaben erteilt. Die Kommunikation mit den Anlegern übernehme die Commerzbank. (kl)

Foto: Shutterstock

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