Offener Wohnungsfonds verbucht weiteren Wertzuwachs

Foto: Industria / Kathrin Dräger
Thomas Wirtz, Industria: "Gute Chancen, den Wachstumskurs fortzusetzen."

Der offene Immobilien-Publikumsfonds Fokus Wohnen Deutschland des Asset Managers Industria hat sein achtes Geschäftsjahr, das am 30. April 2023 endete, mit einer positiven Wertentwicklung abgeschlossen, die trotz der Unsicherheiten im Immobilienmarkt über dem Vorjahr lag.

Das Nettofondsvermögen stieg im Berichtszeitraum um rund 8,5 Prozent von rund 928 Millionen Euro auf 1.007 Millionen Euro, teilt Industria mit. Das Bruttofondsvermögen – bestehend im Wesentlichen aus der Summe der Verkehrswerte der Immobilien plus Liquidität – wuchs demnach von 1.065 Millionen Euro auf 1.244 Millionen Euro, was einer Zunahme von rund 179 Millionen Euro oder rund 17 Prozent entspricht. 

Der Fonds kaufte im vergangenen Geschäftsjahr insgesamt acht Projekte mit einem Investitionsvolumen von rund 182 Millionen Euro. Die angekauften Wohnprojekte liegen in Düsseldorf, Leipzig, Nürnberg, Fürth, Künzelsau, Ulm, Magdeburg und Nuthetal bei Berlin. Insgesamt umfasst der Fonds 56 Fondsobjekte mit rund 3.400 Wohn- und 176 Gewerbeeinheiten mit breiter regionaler Diversifizierung. Das Portfolio besteht aktuell zu drei Vierteln aus Neubauimmobilien.

Brutto-Wertentwicklung 3,6 Prozent

Der Fonds erzielte im genannten Zeitraum eine Brutto-Wertentwicklung gemäß Wertpapierhandelsgesetz („BVI-Rendite“) von 3,6 Prozent. Im Geschäftsjahr 2021/22 hatte sie bei 3,4 Prozent gelegen, im Jahr zuvor bei 4,9 Prozent.

Thomas Wirtz, Geschäftsführer der Industria, kommentiert: „Das Geschäftsjahr 2022/23 war geprägt von deutlich steigenden Zinsen und einer großen Unsicherheit auf den Immobilienmärkten. Wir planen, die Ausschüttung auf dem Level des Vorjahres zu halten. In Summe sollen Anfang Oktober rund 20 Millionen Euro an die Anleger fließen.“

Arnaud Ahlborn, Geschäftsführer der Industria, ergänzt: „Wir haben im abgelaufenen Geschäftsjahr viel geförderten Wohnungsbau angekauft. Die Quote dieses Segments im Fonds liegt aktuell bei rund 32 Prozent. Ich gehe davon aus, dass wir im neuen Geschäftsjahr auch wieder verstärkt in frei finanziertes Wohnen investieren werden. Die Preise für Wohnimmobilien gehen derzeit zurück, sodass sich Chancen bieten.“

Ende des „Cash Calls“ derzeit nicht geplant

Der Fokus Wohnen Deutschland war fast das gesamte Geschäftsjahr – genau seit Mitte Mai 2022 – für Anlegergelder geöffnet. Insgesamt flossen dem Fonds in diesem Zeitraum rund 135 Millionen Euro zu. Ein Ende des „Cash Calls“ sei derzeit nicht geplant, der Fonds soll also bis auf weiteres zur Zeichnung offen bleiben.

Mit Blick auf die Zukunft ergänzt Wirtz: „Aufgrund der guten Entwicklung des Fonds gehen wir davon aus, dass uns auch im neuen Geschäftsjahr weiteres Eigenkapital zufließt, so dass gute Chancen bestehen, den Wachstumskurs fortzusetzen.“

Der Fokus Wohnen Deutschland wurde 2015 aufgelegt. Industria fungiert als Asset Manager, Service-KVG ist die Intreal. Der Fonds investiert in Wohnimmobilien in ganz Deutschland. Der Fokus liegt dabei auf Wachstums- und Metropolregionen sowie deren Umland. Die Ergebniszahlen des Geschäftsjahres gelten vorbehaltlich der Prüfung durch einen Wirtschaftsprüfer. Die Prüfung findet derzeit statt.

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