31. Januar 2017, 09:00
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“Käufer von Denkmalimmobilien sind sicherheitsorientiert”

Cash. sprach mit Curt-Rudolf Christof, Vorstand der Deutsche Sachwert Kontor (DSK AG), über aktuelle Entwicklungen am Markt für Denkmalimmobilien und die erzielbare Mietrendite.

Denkmalimmobilien

“Die Steuervorteile und die Mietrendite zusammen können in den Abschreibungsjahren mehr als sieben Prozent per annum erreichen.”

Cash.: Für welchen Anlegertyp eignen sich Denkmalimmobilien?

Christof: Die Käufergruppe für Denkmal- oder Sanierungsimmobilien hat überdurchschnittliches Einkommen, hat in der Regel bereits Immobilieneigentum und denkt langfristig. Sie legt Wert auf hohe Bau- und Ausstattungsqualität sowie moderne, intelligente Energiekonzepte. Nicht nur die Lage oder die Ökonomie, sondern gerade die Ökologie einer Immobilie sichert heute die langfristige Vermietbarkeit und damit solide Erträge. Damit sehen wir die typische Käufergruppe eher sicherheitsorientiert.

Wie bewerten Sie das derzeitige Angebot und die Nachfrage von Kapitalanlegern und Eigennutzern nach Denkmalobjekten? Welche unterschiedlichen Motive haben Kapitalanleger und Eigennutzer für den Erwerb?

Die Nachfrage ist in den letzten Jahren stark gestiegen. Wir richten uns fast ausschließlich an den Kapitalanleger, daher haben wir kaum Anfragen von Eigennutzern. Die mögliche Steuerreduktion durch den ,Denkmalparagraphen’ 7i Einkommensteuergesetz (EStG), das aktuelle Zinsniveau und die – durchaus berechtigte – Euroangst veranlassen die Menschen, Immobilien zu kaufen.

In welchem Bereich liegt die reine Mietrendite für Denkmalimmobilien ohne Steuervorteile und bei Einbeziehung der Steuervorteile?

Wir rechnen mit einer reinen Mietrendite von drei Prozent. Unsere aktuelle Vermietungsleistungsbilanz zeigt, dass diese Prognosen, inklusive der einst angenommenen Mietsteigerungen um 12,85 Prozent übertroffen wurden. Die Abschreibungshöhe lag bisher bei rund 80 Prozent des Kaufpreises. Die Steuervorteile und die Mietrendite zusammen können in den Abschreibungsjahren also mehr als sieben Prozent per annum erreichen.

Lesen Sie das vollständige Interview in der aktuellen Cash.-Ausgabe 2/2017.

Interview: Barbara Kösling

Foto: Deutsche Sachwert Kontor

1 Kommentar

  1. vielleicht interviewen Sie mal einen Fachmann beim nächsten Artikel über Leipziger Immobilien!

    Kommentar von Andreas M. — 31. Januar 2017 @ 19:23

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