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14. November 2017, 11:27
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Deutsche Wohnen verdient gut am Immobilienboom

Der Immobilienkonzern Deutsche Wohnen hat in den ersten neun Monaten dank anhaltend hoher Nachfrage nach Wohnraum in Ballungszentren mehr verdient. Für das Gesamtjahr 2017 peilt das Unternehmen weiterhin einen FFO I (Funds from Operations I ) von mindestens 425 Millionen Euro an.

Deutsche Wohnen verdient gut am Immobilienboom

Deutsche Wohnen hat in den ersten neun Monaten 2017 mehr verdient

Von Januar bis September verbesserte sich das operative Ergebnis – gemessen an der für die Branche wichtigen Kenngröße Funds from Operations I (FFO I) – um 8,9 Prozent auf 330 Millionen Euro, wie das MDax-Unternehmen am Dienstag mitteilte. Für das Gesamtjahr 2017 peilt Deutsche Wohnen weiterhin einen FFO I von mindestens 425 Millionen Euro an.

Die Aktie legte vorbörslich auf der Handelsplattform Tradegate gegenüber dem Xetra-Schluss um 0,9 Prozent zu. Die Zahlen seien gut, aber wenig inspirierend, sagte ein Händler. Seit dem Zwischentief Anfang Juli hatte die Aktie bereits wieder deutlich an Wert gewonnen.

Die Deutsche Wohnen vermietet bundesweit rund 160.000 Wohnungen und Gewerbeeinheiten. Zum Portfolio gehören auch Pflegeheime. Die meisten Objekte des Immobilienkonzerns liegen in Ballungszentren, wo es immer weniger bezahlbaren Wohnraum gibt.

Die durchschnittliche monatliche Kaltmiete im Bestand betrug in den ersten drei Quartalen 6,33 Euro je Quadratmeter. Auf vergleichbarer Basis ergab sich ein Anstieg der Mieten von gut 4 Prozent. Der Leerstand blieb niedrig.

Deutschen Wohnen investiert mehr in Instandhaltung und Modernisierung

Zum Ergebniszuwachs trug das kleinere Geschäftsfeld Pflege und Betreutes Wohnen vor allem dank der jüngsten Zukäufe bei. Zudem seien die 51 Pflegeimmobilien mit rund 6.700 Plätzen zu 98 Prozent ausgelastet, hieß es.

Unter dem Strich blieben in den ersten neun Monaten 706 Millionen Euro hängen. Das waren fast sieben Prozent mehr als im Vorjahr. Neben einem besseren Betriebsergebnis (Ebitda) half auch eine Aufwertung der Immobilien.

In den ersten neun Monaten steckte der Konzern mehr Geld in die Instandhaltung und Modernisierung seiner Wohnungen. In der Regel können Vermieter mit sanierten Wohnungen auch die Mieten erhöhen.

Um von der starken Nachfrage nach Wohnraum in den Großstädten zu profitieren, will die Deutsche Wohnen wie die Konkurrenten Vonovia und LEG neue Wohnungen bauen. (dpa-AFX)

Foto: Deutsche Wohnen

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