7. September 2017, 10:38
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Wohneigentum: Vorschläge von CDU, SPD und FDP setzen Fehlanreize

Die Wahlprogramme der CDU, SPD und FDP versprechen, besonders junge Familien beim Immobilienkauf unterstützen zu wollen. Doch die meisten Maßnahmen sind dafür ungeeignet. Das Deutsche Institut für Wirtschaft macht einen Vorschlag, der die Eigentumsquote steigern könnte.

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Die Vorschläge der Parteien zur Stärkung der Wohneigentumsquote sollen vor allem junge Familien unterstützen.

Kurz vor der Bundestagswahl hat die Politik das Thema Wohneigentum entdeckt. Das Deutsche Institut für Wirtschaft in Berlin (DIW) hat die Wahlprogramme der CDU, SPD und FDP untersucht. Nicht alle darin vorgeschlagenen Maßnahmen werden die Wohneigentumsquote nachhaltig steigern können.

Die Vorschläge von CDU, SPD und FDP

Die CDU führt laut DIW in ihrem Wahlprogramm ein zehnjähriges Baukindergeld von 1.200 Euro pro Kind jährlich an. Zusätzlich solle es Freibeträge für Eltern und Kinder bei der Grunderwerbsteuer geben, wenn die Immobilie zur Selbstnutzung erworben wird. Die Höhe des Freibetrages sei noch offen.

SPD und FDP legen die Höhe eines möglichen Freibetrages in ihren Wahlprogrammen hingegen fest, (200.000 Euro und 500.000 Euro für alle natürlichen Personen). Das von der SPD vorgeschlagene Familienbaugeld, sei eine einmalige Förderung für Familien in Regionen mit angespannten Wohnungsmärkten, in Höhe von bis zu 20.000 Euro.

“Ob diese Vorschläge dazu führen, dass mehr Menschen den Weg in die eigenen vier Wände finden, hängt in der derzeitigen Marktsituation davon ab, wie zielgenau die Förderung ganz bestimmten Gruppen hilft”, sagt Dr. Claus Michelsen, Wissenschaftlicher Mitarbeiter in der Abteilung Konjunkturpolitik des DIW.

Maßnahmen lösen zugrundeliegende Probleme nicht

Die meisten Marktbeobachter seien sich einig, dass das Problem nicht die laufende Belastung sondern das fehlende Eigenkapital sei. Programme, die der Eigenheimzulage  –wie von der CDU vorgeschlagen– ähneln, würden daher im jetzigen Zinsumfeld die Eigentumsquote kaum stützen.

Seite zwei: Fehlanreize und mögliche Lösung

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