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20. Juli 2017, 15:08
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Deutsche Häuslebauer sparen am Einbruchschutz

Nicht nur ältere Immobilien sind oft nicht ausreichend gegen Einbrüche gesichert – auch für vier von zehn neu gebauten Eigenheimen gilt dies, so eine Studie der Bauherren-Beratung Almondia. Das Thema werde oft aus Kostengründen vernachlässigt.

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Bei vielen Eigenheimen haben Einbrecher leichtes Spiel.

Bei fast 40 Prozent der in den vergangenen fünf Jahren neu gebauten Einfamilienhäuser in Deutschland wurde bewusst auf Schutzmaßnahmen gegen Einbrecher verzichtet, um die Baukosten für das ersehnte Eigenheim zu senken, so Almondia.

Das belegten aktuelle Zahlen aus der „Bauherren-Studie 2017″. Für die Untersuchung hat die Bauherren-Beratung Almondia mehr als 1.000 Bundesbürger befragt, die entweder in den vergangenen Jahren ein Eigenheim gebaut haben oder gerade einen Bau planen.

Viele Hausbesitzer räumten zudem ein, dass ihnen während der Bauphase das entsprechende Wissen fehlte, wie Hab und Gut am besten zu schützen seinen.

Thema wird aus Kostengründen vernachlässigt

Teure Fliesen im Bad, die moderne Kochinsel oder eine überdachte Terrasse – die Kosten für das eigene Traumhaus könnten schnell in die Höhe schießen.

„Wie unsere Studie belegt, versuchen sehr viele Bauherren einen Teil der Kostenexplosion mit Sparmaßnahmen beim Thema Einbruchschutz wieder reinzuholen“, sagt Dr. Gordian Rättich, Geschäftsführer bei Almondia.

„Dass darüber hinaus mehr als jeder Dritte, der in den vergangenen fünf Jahren ein Haus gebaut hat, Wissenslücken einräumt, erklärt zusätzlich, warum Diebesbanden nicht nur bei älteren Häusern häufig ein leichtes Spiel haben.“

Bei rund drei von vier Befragten, die derzeit einen Hausbau in Angriff nehmen, genieße ein guter Einbruchschutz noch hohe Priorität. Und nicht einmal jeder fünfte angehende Eigenheimbesitzer will Sicherungsmaßnahmen aus Kostengründen bewusst vernachlässigen.

„Wie die Studie zeigt, fallen die guten Absichten leider bei vielen Bauvorhaben der später herrschenden Ebbe auf dem Baukonto dann doch zum Opfer“, sagt Rättich.

Jeder zweite Hausbesitzer bereut die Planung

Neben einem zu geringen Budget oder fehlendem Wissen werde der Einbruchschutz laut den befragten Bauherren darüber hinaus häufig schlichtweg vergessen oder angesichts des Zeitdrucks beim Bau verdrängt. Folge dieser zahlreichen Gründe: Fast jeder zweite Hausbesitzer würde heute von vornherein auf mehr Einbruchschutz achten.

„In Deutschland wird jedes Jahr über 150.000 Mal eingebrochen“, so Rättich. „Wer seinen Bau von Anfang an mithilfe von Experten plant, kann dieser Gefahr mit den richtigen Maßnahmen begegnen.“ Bei professioneller Planung bleibe auch das Budget im Rahmen.

Für die Untersuchung befragte Almondia im Juli 2017 insgesamt 1.046 Bundesbürger. Die Hälfte der Befragten hat innerhalb der vergangenen fünf Jahre ein selbstgenutztes Haus gebaut. Die andere Hälfte der Studienteilnehmer plant einen Bau für die nächsten zwei Jahre und hat teilweise auch schon ein Baugrundstück.

Almondia berät private Bauherren – vom Planungs- und Finanzierungscheck über die Auswahl der passenden Baufirma bis hin zur Unterstützung bei der Bauaufsicht. Der Bauherren-Berater mit Hauptsitz in Berlin startete 2014 als Ausgründung der Universität Erlangen-Nürnberg. (bk)

Foto: Shutterstock

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