22. November 2017, 11:30
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Immobilienerbe: Weniger Erbschaftssteuer wegen Schäden?

Unter welchen Bedingungen können auftretende Mängel und Schäden an einem geerbten Gebäude die Erbschaftssteuer mindern? Diese Frage hat der Bundesfinanzhof (BFH) in einer aktuellen Entscheidung beantwortet.

Immobilienerbe: Weniger Erbschaftssteuer wegen Schäden?

Mängel und Schäden an vererbten Gebäuden sind nur unter bestimmten Voraussetzungen Nachlassverbindlichkeiten.

Im fraglichen Fall hatte der Kläger von seinem im April 2006 verstorbenen Onkel untern anderem ein Haus mit einer Ölheizung geerbt. Im Oktober 2006 zeigte sich, dass der Onkel vor seinem Tod Heizöl erworben hatte, das aufgrund seiner veränderten Qualität ohne Störmeldung aus einem Tank der Heizanlage ausgetreten war.

Das Öl sammelte sich im Ölauffangraum, aus dem es von einer durch die Mieterin beauftragten Firma beseitigt wurde. Die Heizung konnte weiter genutzt werden und zu einem späteren Zeitpunkt wurden die alten Tanks ersetzt und der Öllagerraum gereinigt.

Der Kläger zahlte für die Reparatur anteilige Aufwendungen von 3.782,54 Euro.

FG: Reparaturaufwendungen keine Erblasserschulden

Im Februar 2012 setzte das zuständige Finanzamt (FA) eine Erbschaftsteuer in Höhe von 448.470 Euro gegen den Kläger fest. Die anteiligen Reparaturaufwendungen, die der Kläger geltend gemacht hatte, wurden nicht zum Abzug zugelassen.

In einem weiteren Änderungsbescheid im Mai 2012 wurde die Erbschaftsteuer auf 444.231 Euro festgesetzt. Der Einspruch des Kläger blieb jedoch erfolglos.

Auch eine Klage beim Finanzgericht (FG) Münster hatte keinen Erfolg. Das FG vertrat die Ansicht, dass allein die Tatsache, dass der Erblasser den Schaden durch den Kauf des Heizöls verursacht hat, nicht für den Abzug der Aufwendungen als Nachlassverbindlichkeiten ausreicht.

 

Seite zwei: Entscheidung des BFH

Weiter lesen: 1 2

Newsletter bestellen Alle News zu Objekten, Standorten und Finanzierungen... werktags 16.30 Uhr!

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 07/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Betriebsrente – Wandelanleihen – Ferienimmobilien – Family Offices

Ab dem 21. Juni im Handel.

Rendite+ 1/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Marktreport Sachwertanlagen – Windkraft – Vermögensanlagen – Bitcoin & Co.

Ab dem 22. März im Handel.

Versicherungen

Riester-Rente: IVFP empfiehlt dringende Optimierung

Die Neuabschlüsse bei der Riester-Rente sinken schon seit Jahren beständig. Professor Michael Hauer, Geschäftsführer des Instituts für Vorsorge und Finanzplanung (IVFP) empfiehlt daher “dringend Riester zu optimieren – es wird höchste Zeit.”

mehr ...

Immobilien

Spezialfonds von Real I.S investiert in Frankfurt

Der Asset Manager Real I.S. hat das Büroensemble “Upper Westend Carree” in der Frankfurter Innenstadt für den Spezial-AIF “BGV VII Europa” erworben. Das Objekt umfasst rund 7.000 Quadratmeter Bürofläche und ist vollvermietet.

mehr ...

Investmentfonds

Handelsstreit: EU reagiert mit Gegenzöllen

Die Europäische Union (EU) und US-Präsident Donald Trump konnten sich nicht einigen. Nachdem die USA beschlossen haben, ab Juli Zölle auf Aluminium und Stahl zu erheben, reagiert die EU mit Zöllen auf Produkte wie Whiskey und Erdnussbutter. Das bedeutet, dass beide Seiten verlieren.

mehr ...

Berater

Unerlaubte Geschäfte: Fünf neue BaFin-Bescheide

Die Finanzaufsicht BaFin hat fünf Unternehmen wegen fehlender Erlaubnisse die Geschäftstätigkeit untersagt, darunter eine Lügen-Firma und eine Gesellschaft, die “Deutscher Fondsanlegerschutz” in ihrem Namen trägt.

mehr ...

Sachwertanlagen

Warnung vor Forderungsausfällen bei zwei UDI-Emissionen

Zwei Emittenten von Vermögensanlagen der Nürnberger UDI warnen in Pflichtmitteilungen vor dem möglichen Ausfall von Forderungen und entsprechenden Folgen für die Anleger. Der Grund ist in beiden Fällen der gleiche.

mehr ...

Recht

Steuerdeals bei Immobilienkäufen werden eingedämmt

Umstrittene Geschäfte, mit denen Unternehmen bei Immobilienkäufen hohe Steuerzahlungen umgehen können, sollen in Deutschland etwas eingedämmt werden. Das teilte Hessens Finanzminister Thomas Schäfer (CDU) am Donnerstag mit.

mehr ...