Anzeige
2. Februar 2017, 14:56
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Immobilienmarkt mit Investitionshoch

Auf den deutschen Immobilienmärkten sind im vergangenen Jahr 240,5 Milliarden Euro investiert worden. Das ist der höchste Wert seit Beginn der Erfassungen 1988. Zu diesem Ergebnis kommt eine Hochrechnung des Immobilienverbands IVD auf Basis des vom Bundesministerium für Finanzen erhobenen Grunderwerbsteueraufkommens.

Haus-geld-shutt 128058443 in Immobilienmarkt mit Investitionshoch

Trotz des gestiegenen Grunderwerbsteueraufkommens seien die Steuersätze in einigen Bundesländern weiter angehoben worden.

Seit Beginn der Erfassung 1988 ist auf den deutschen Immobilienmärkten noch nie so viel investiert worden, wie letztes Jahr (240,5 Milliarden Euro). Gegenüber 2015 sei dies ein Anstieg um rund 21 Milliarden Euro beziehungsweise 9,6 Prozent. Die daraus resultierenden Zusatzeinnahmen aus der Grunderwerbsteuer belaufen sich auf 12,4 Milliarden Euro. Zu diesem Ergebnis kommt eine Hochrechnung des Immobilienverbands IVD auf Basis des vom Bundesministerium für Finanzen erhobenen Grunderwerbsteueraufkommens.

Grunderwerbsteuer erschwert Altersvorsorge

“Die deutschen Immobilienmärkte sind im In- und Ausland nach wie vor sehr attraktiv. Der Staat profitiert dadurch von einem immer höheren Grunderwerbsteueraufkommen. Allein die letzten Erhöhungen der Grunderwerbsteuer haben den Ländern 2016 ein Einnahmeplus von 10,2 Prozent auf 12,4 Milliarden Euro verschafft”, sagt Jürgen Michael Schick, Präsident des Immobilienverbandes IVD.

“Vor diesem Hintergrund ist es umso weniger gerechtfertigt, dass immer mehr Bundesländer die Grunderwerbsteuer auf den Höchstsatz von 6,5 Prozent anheben. Das erschwert gerade Schwellenhaushalten den Zugang zu selbstgenutztem Wohneigentum und somit einer kapitalgedeckten Altersvorsorge“, so Schick.

Zum Vergrößern bitte auf die Grafik klicken.

Bundesländer mit den höchsten prozentualen Anstiegen und stärksten Rückgängen

Bildschirmfoto-2017-02-02-um-14 43 20 in Immobilienmarkt mit Investitionshoch

Saarland und Nordrhein-Westfalen mit den prozentual stärksten Transaktionsanstiegen

In zehn Bundesländern sind die Immobilienumsätze gestiegen. Das stärkste Umsatzwachstum habe es im Saarland ( plus 38,5 Prozent auf 1,79 Milliarden Euro), in Nordrhein-Westfalen  (plus 16,3 Prozent auf 45,34 Milliarden Euro) und in Hessen (plus 15,6 Prozent auf 22,16 Milliarden Euro) gegeben.

Umsatzrückgänge zwischen 0,2 Prozent und 7,8 Prozent seien in Baden-Württemberg, Brandenburg, Bremen, Hamburg, Mecklen-burg-Vorpommern und Thüringen zu verzeichnen.

Bayern vor Nordrhein-Westfalen erneut mit den höchsten Umsätzen

Wie in den Jahren zuvor seien auch 2016 mit 50,83 Milliarden Euro die höchsten Umsätze in Bayern erzielt worden. Im Vorjahresvergleich sind die Umsätze laut IVD noch einmal um 13,3 Prozent gestiegen.

An zweiter Stelle folge Nordrhein-Westfalen mit 45,34 Milliarden Euro – ein Plus von 16,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Auf Platz drei liege Baden-Württemberg mit einem Umsatz von 31,92 Milliarden Euro. Hier sei das Transaktionsvolumen um 0,5 Prozent leicht gesunken.

Das Immobilientransaktionsvolumen beziehungsweise der Immobilienumsatz umfasst sämtliche private und gewerbliche Immobilientransaktionen, für die Grunderwerbsteuer zu entrichten ist. Da die überwiegende Zahl der Transaktionen – mit Ausnahme der Fälle, bei denen Erbschafts- und Schenkungssteuer anfallen, sowie Share-Deals – dieser besonderen Umsatzsteuer unterliegen, ist diese Statistik ein probates Mittel, die jährlichen Immobilienumsätze zu erfassen. (kl)

Foto: Shutterstock

Newsletter bestellen Alle News zu Objekten, Standorten und Finanzierungen... werktags 16.30 Uhr!

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 11/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Megatrend Demografie – Indizes – Naturgefahren – Maklerpools

Ab dem 16. Oktober im Handel.

Cash.Special 3/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Riester-Rente – bAV – PKV – Bedarfsanalyse

Ab dem 22. Oktober im Handel.

Versicherungen

Versicherungstipps: Die erste eigene Wohnung

Wann ist ein Mensch wirklich erwachsen? Mit der Volljährigkeit, einem Job, eigenen Kindern? Die Mehrheit der Bundesbürger sieht das Mieten der ersten eigenen Wohnung als einen der wichtigsten Meilensteine für das Erwachsenwerden.

mehr ...

Immobilien

Streit um Namen an Klingelschildern – Verstoß gegen die DSGVO?

Verstößt das Klingelschild eines Mieters an der Haustür gegen die Datenschutzgrundverordnung? Über diese Frage ist ein heftiger Streit entbrannt. Der Immobilien-Eigentümerverband Haus & Grund empfiehlt aktuell seinen Mitgliedern, vorsorglich die Namensschilder zu entfernen.

mehr ...

Investmentfonds

Aufstieg der ETFs

Exchange Traded Funds (ETF) werden bei den Deutschen immer beliebter. Das in ETFs verwaltete Kapital ist in zehn Jahren um über 560 Prozent gestiegen. Doch noch immer ist die Investitionsquote in Deutschland insgesamt sehr gering.

mehr ...

Berater

Kfz-Versicherung: Welche Merkmale den Tarif in die Höhe treiben

Was treibt den Preis einer Kfz-Versicherung in die Höhe? Und wie lässt sich der Preis am stärksten reduzieren? Die Antworten liefert ein aktueller Vergleich des Online-Portals Check24.

mehr ...

Sachwertanlagen

Beförderungs-Quartett bei ThomasLloyd

Das Geschäft der ThomasLloyd Gruppe wächst immer weiter. Das macht auch neue Führungskräfte notwendig. Gleich vier Mitarbeiter auf einmal konnten sich in dieser Woche über Beförderungen zum Managing Director freuen.

mehr ...

Recht

Wohin mit Nachbars Laub? Ab über die Hecke!

Der Indian Summer begeistert mit rot-, gold- und braungefärbten Blättern. Doch wenn die Laubmassen zusammengekehrt und entsorgt werden müssen, kommt schnell mal schlechte Laune auf – besonders, wenn es sich Nachbars Laubgut handelt. Muss man sich darum kümmern?

mehr ...