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21. Dezember 2017, 14:15
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Immobilienbesitzer in Deutschland treiben Entschuldung voran

Für die große Mehrheit der Immobilienbesitzer steht die baldige Entschuldung beim Thema Anschlussfinanzierung im Mittelpunkt, so das Ergebnis einer Studie von Interhyp. Lediglich acht Prozent nutzen den Zeitpunkt, um ihre Darlehenssumme zu erhöhen.

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Viele Eigenheimbesitzer setzen die Tilgungsrate für die Anschlussfinanzierung herauf.

Das zeigt die Studie „Anschlussfinanzierung in Deutschland“ der Interhyp Gruppe, für die Statista im Auftrag von Interhyp 2.200 Personen aus repräsentativen Bevölkerungsgruppen befragt hat.

„Haus- und Wohnungseigentümer in Deutschland begreifen den Zeitpunkt der Anschlussfinanzierung als Chance, die richtigen Weichen für ihr Zuhause zu stellen, und treiben ihre Entschuldung deutlich voran“, sagt Mirjam Mohr, Vorstandsmitglied der Interhyp AG.

Jeder zweite will nach Ablauf der Anschlussfinanzierung schuldenfrei sein

Raus aus den Schulden – das wünscht sich laut Interhyp-Studie die Mehrheit der Haus- und Wohnungsbesitzer bei ihrer Anschlussfinanzierung. Die Hälfte der Befragten plant, am Ende der Anschlussfinanzierung schuldenfrei zu sein (50 Prozent) oder wenige Jahre danach (19 Prozent). Andere erwarten, dies bis zum Rentenbeginn (17 Prozent) oder kurz danach (sieben Prozent) zu erreichen.

Nur fünf Prozent sagen, das Thema Schuldenfreiheit sei ihnen nicht so wichtig. Ein Grund laut Interhyp: Sie gehen zum Beispiel davon aus, dass die Immobilie auch verkauft werden kann. Letztlich erwarte nur ein Prozent der Befragten, eine belastete Immobilie zu vererben. Für mehr als 90 Prozent sei die Schuldenfreiheit somit ein zentrales Anliegen.

15 Prozent benötigen überhaupt keine Anschlussfinanzierung

Mehr als ein Viertel der Befragten (27 Prozent) hat vor der Kreditverlängerung verfügbares Vermögen wie Sparanlagen eingesetzt, um damit einen Teil der Schulden sofort zu tilgen. Acht Prozent der Befragten sagten indes, dass sie den Zeitpunkt genutzt haben, um ein höheres Darlehen, etwa für einen Umbau oder eine Modernisierung aufzunehmen.

Bemerkenswert sei, dass 15 Prozent der Eigenheimbesitzer überhaupt keinen Anschlusskredit benötigen. Sie könnten die Restschuld entweder mit Ersparnissen vollständig tilgen oder haben ein Volltilger-Darlehen abgeschlossen, das am Ende der Zinsbindung vollständig abbezahlt ist.

Viele Eigentümer erhöhen die Tilgungsrate

Die Immobilienbesitzer treiben ihre Entschuldung laut Interhyp nicht nur mit Erspartem voran. Sie setzen häufig auch ihre monatliche Tilgungsrate hoch. Über die Hälfte der Immobilienbesitzer plane vor der Anschlussfinanzierung, die monatliche Kreditrate des Anschlusskredits im Vergleich zur Erstfinanzierung mindestens beizubehalten (58 Prozent).

Das bedeute im derzeitigen Niedrigzinsumfeld: Sie werden deutlich mehr tilgen, da der Zinsanteil an der monatlichen Rate sinke und der Tilgungsanteil entsprechend steige. Jeder Zehnte wolle die Rate sogar noch heraufzusetzen. „Die derzeit niedrigen Zinsen ermöglichen es vielen Immobilienbesitzern, ihrer Schuldenfreiheit ein ganzes Stück näher zu kommen“, kommentiert Mohr.

Diese Umfrage-Ergebnisse werden laut Interhyp auch von den hauseigenen Finanzierungsdaten gestützt: Die durchschnittliche anfängliche Tilgung bei der Anschlussfinanzierung sei von rund drei Prozent im Jahr 2010 auf über fünf Prozent im ersten Halbjahr 2017 gestiegen.

Die monatlichen Raten beim Anschlusskredit seien trotz der niedrigeren Zinsen von durchschnittlich 720 Euro im Jahr 2010 auf rund 790 Euro gestiegen – weil die Immobilienbesitzer hohe Tilgungsraten wählen. Zudem sei der Anteil der Finanzierung am Objektwert bei Anschlussfinanzierungen von 51 Prozent im Jahr 2010 auf nur 44 Prozent im ersten Halbjahr 2017 gesunken. (bk)

Foto: Shutterstock

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