13. November 2017, 13:43
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Patrizia will IVG-Immobilienfonds-Manager kaufen

Der Immobilienverwalter Patrizia will sein Geschäft mit der Übernahme des Immobilieninvestment-Anbieters Triuva in Deutschland und Europa deutlich ausbauen. Der Aktienkurs legte nach Bekanntgabe der Nachricht zu.

Handshake-750-shutt 144115801 in Patrizia will IVG-Immobilienfonds-Manager kaufen

Mit dem Zukauf rückt Patrizia nach eigenen Angaben unter die Top Ten der europäischen Immobilien-Investmentmanager auf.

Mit dem Zukauf steige das durch Patrizia verwaltete Immobilienvermögen um rund 50 Prozent auf über 30 Milliarden Euro, teilte die im S-Dax notierte Gesellschaft in der Nacht zum Montag in Augsburg mit.

Damit rücke das Unternehmen unter die Top-10 der europäischen Immobilien-Investmentmanager auf. Triuva gehört bisher dem Immobilienkonzern IVG und trat früher unter dem Namen IVG Institutional Funds auf. Über den Kaufpreis haben beide Seiten Stillschweigen vereinbart.

Aktienkurs legt zu

An der Börse kam der angekündigte Zukauf gut an. Die Patrizia-Aktie legte im Vormittagshandel um 6,54 Prozent auf 19,22 Euro zu. Seit dem Zwischentief von 15,285 Euro Ende Juli hat das Papier wieder deutlich an Wert gewonnen.

Der avisierte Kauf von Triuva sei gewinnsteigernd für Patrizia Immobilien und entspreche der Strategie des Unternehmens, schrieb Analyst Kai Klose von der Privatbank Berenberg in einer Studie. Patrizia dürfte noch weitere Zukäufe planen, um die eigene Position als Immobilienverwalter zu stärken.

Zunächst einmal will Patrizia die Mehrheit an Triuva erwerben. Die Übernahme soll spätestens zum Ende des ersten Quartals 2018 abgeschlossen sein und dann einen Gewinnbeitrag leisten. Wie sich die Übernahme finanziell im Detail auswirkt, will Patrizia bei Vorlage der Jahreszahlen berichten.

Triuva mit Sitz in Frankfurt konzentriert sich auf gewerbliche Immobilien im Büro-, Einzelhandels- und Logistiksektor sowie Infrastruktur. Derzeit verwaltet das Unternehmen mit seinen 200 Mitarbeitern ein Immobilienvermögen von rund 9,8 Milliarden Euro.

Gewinnprognose erhöht

Für das laufende Jahr zeigt sich die Patrizia-Führung zuversichtlicher und peilt nun einen operativen Gewinn von mehr als 75 Millionen Euro an, wie der Immobilienverwalter am Montag mitteilte. Zuvor hatte das Management 60 bis 75 Millionen Euro im Visier. In den ersten neun Monaten legte das operative Ergebnis um 6,1 Prozent auf 46,6 Millionen Euro zu.

Finanzchef Karim Bohn begründet die Prognose-Anhebung mit deutlich höheren Einnahmen aus leistungsabhängigen Gebühren. In den ersten neun Monaten sprangen diese im Jahresvergleich von 6,9 Millionen auf 30,7 Millionen Euro nach oben. Insgesamt stiegen die Gebühreneinnahmen um 5,2 Prozent auf 128,8 Millionen Euro.

Das von Patrizia verwaltete Immobilienvermögen soll dank der Übernahme des Dachfondsanbieters Sparinvest Property Investors (SPI) im Oktober bis zum Jahresende auf 21,6 Milliarden Euro zulegen.

Mit einer Liquidität von rund 740 Millionen Euro sei das Unternehmen auch künftig in der Lage, europaweit Wachstumschancen zu nutzen, hieß es weiter. (dpa-AFX)

Foto: Shutterstock

Newsletter bestellen Alle News zu Objekten, Standorten und Finanzierungen... werktags 16.30 Uhr!

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 05/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Arbeitskraftabsicherung – Private Equity – Büroflächenmangel – Datenschutz

Rendite+ 1/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Marktreport Sachwertanlagen – Windkraft – Vermögensanlagen – Bitcoin & Co.

Ab dem 22. März im Handel.

Versicherungen

Universa baut Fondspalette aus und bringt neue Kfz-Versicherung

Die Universa Versicherungen, Nürnberg, stockt die Fondspalette auf und bietet jetzt fünf iShare-ETFs von Blackrock Asset Management an. Neben einem weltweiten und deutschen Aktienindex werden somit nun auch ETFs angeboten, die einen Aktienindex in Europa und in Schwellenländern sowie einen Index aus Unternehmensanleihen in der Eurozone nachbilden.

mehr ...

Immobilien

Deutsche wollen smarter wohnen

Das Smart Home gilt seit einigen Jahren als der Standard von morgen. Eine Deloitte-Studie zeigt: Das Interesse an diesen Anwendungen ist groß, der Datenschutz bleibt jedoch ein wichtiges Thema. Immerhin 13 Prozent der Haushalte verfügen bereits über einen intelligenten Lautsprecher. Bei der Art der bevorzugten Smart-Home-Lösungen gibt es zudem Unterschiede zwischen den Altersgruppen.

mehr ...

Investmentfonds

BaFin präzisiert Vorschriften der MiFID II

Die Finanzaufsicht BaFin hat die Neufassung ihres Rundschreibens “MaComp” veröffentlicht und präzisiert darin unter anderem die Grundsätze zur “Zielmarktbestimmung” und diverse weitere neue Vorschriften. Zwei Punkte allerdings fehlen noch.

mehr ...

Berater

Neue Kooperationspartner der BCA AG

Der Oberurseler Maklerpool BCA präsentiert mit der xbAV Beratungssoftware GmbH sowie Honorar Konzept GmbH zwei Unternehmen, die ihre Services den BCA-Partnern zur Verfügung stellen.

mehr ...

Sachwertanlagen

Umbau von Aktionärsstruktur und Aufsichtsrat abgeschlossen

Die Lloyd Fonds AG teilt mit, dass die im März angekündigten Änderungen in ihrer Aktionärsstruktur nun umgesetzt und die üblichen Vorbehalte aufgehoben wurden. Zudem wurde der Aufsichtsrat mehrheitlich neu besetzt.

mehr ...

Recht

Bürgschaften sind keine nachträglichen Anschaffungen

Wird ein Gesellschafter im Insolvenzverfahren als Bürge für Verbindlichkeiten der Gesellschaft in Anspruch genommen, so kann er dies nicht mehr als nachträgliche Anschaffungskosten werten und somit auch nicht mehr steuermindernd geltend machen. Dies entschied der Bundesfinanzhof (BFH) in einem aktuellen Urteil (Aktenzeichen: IX R 36/15). Gastbeitrag von Holger Witteler, Kanzlei Husemann, Eickhoff, Salmen & Partner

mehr ...