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24. März 2017, 15:29
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VZBV: “Restschuldversicherungen sind maßlos überteuert”

Der Verbraucherzentrale Bundesverband (VZBV) fordert, dass Restschuldversicherungen künftig nur noch separat und nicht gekoppelt an Kreditverträge vermittelt werden dürfen. Das sollte nach dem Willen der Verbraucherschützer im Umsetzungsgesetz der EU-Richtlinie Insurance Distribution Directive (IDD) verankert werden.

VZBV: Restschuldversicherungen sind maßlos überteuert

Dorothea Mohn, VZBV: “Die Restschuldversicherung ist ein maßlos überteuertes Produkt mit lückenhaftem Versicherungsschutz, das oft an Wucher grenzt.”

Am 30. März berät der Bundestag in erster Lesung über den Gesetzesentwurf zur IDD-Umsetzung. Aus diesem Anlass fordert der VZBV den Gesetzgeber auf, bei den Regelungen zur Restschuldversicherung nachzubessern.

“Die Restschuldversicherung ist ein maßlos überteuertes Produkt mit lückenhaftem Versicherungsschutz, das oft an Wucher grenzt”, kommentiert Verbraucherschützerin Dorothea Mohn, Leiterin Team Finanzmarkt.

VZBV: Verbraucher werden in die Irre geführt

Das werde durch fehlende Beratungs- und Informationspflichten seitens der Versicherungsvermittler noch begünstigt. “Verbraucher können Nachteile des Produkts gar nicht erkennen, weil sie schlecht beraten und manchmal absichtlich in die Irre geführt werden”, erläutert Mohn.

Nach dem Willen des VZBV sollen Kreditinstitute und -vermittler daher gesetzlich dazu verpflichtet werden, Restschuldversicherungen nur separat und nicht gekoppelt an einen Kreditvertrag anzubieten. Zudem müssten die Verbraucher “auf ihre individuellen Bedarfe bezogen beraten und umfassend über Vor- und Nachteile der Versicherung informieren”.

Verbraucherschützer wollen Provisionsabgabeverbot abschaffen

Der VZBV spricht sich zudem für die Abschaffung des Provisionsabgabeverbots aus. Die Regelung würde “faktisch den Wettbewerb um Vertriebskosten” verbieten und dadurch ein “künstlich hohes Niveau im Provisionsbetrieb” schaffen.

“Der VZBV fordert deshalb, das Provisionsabgabeverbot abzuschaffen”, sagt Mohn. Nur so sei es Verbraucher möglich, über verschiedene Angebote passende Vertriebswege und Produkte auszuwählen und so letztlich Geld zu sparen. (jb)

Foto: VZBV – Gert Baumbach

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