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3. August 2016, 14:05
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Baufinanzierung: Thema Absicherung nicht vernachlässigen

Eine Immobilienfinanzierung sollte gut durchdacht sein und auch den Aspekt der Absicherung nicht vernachlässigen, rät Baufi24. Dabei könne das Risiko bereits durch kleine Stellschrauben verringert werden.

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Die Laufzeit eines Immobiliendarlehens beträgt oft Jahrzehnte, in denen die Raten für das Eigenheim getragen werden müssen.

Der Kauf eigener vier Wände ist für viele Menschen die größte Investition ihres Lebens. Da die Laufzeit des Kredites insgesamt oftmals Jahrzehnte beträgt, empfiehlt es sich, bestimmte Absicherungen für den Ernstfall wie Tod oder Arbeitsunfähigkeit zu treffen.

„Im Falle des Todes eines Partners steht der Rest der Familie oft vor großen Schwierigkeiten. Damit sich diese Situation nicht noch durch einen notwendigen Immobilienverkauf oder sogar eine Zwangsversteigerung verschärft, ist es ratsam die Restschuld abzusichern, falls keine sonstigen größeren Rücklagen vorhanden sind“, erklärt Stephan Scharfenorth, Geschäftsführer des Baufinanzierungsportals Baufi24.

Puffer einplanen

Zu Beginn einer Immobilienfinanzierung stellen zukünftige Bauherren zusammen mit ihrem Finanzberater einen Finanzierungsplan auf. Dort ist der Kaufpreis dem vorhandenen Eigenkapital gegenübergestellt.

Beachtet werden muss dabei, dass zu dem reinen Kaufpreis Nebenkosten wie Grunderwerbssteuer, Maklerprovision und Notarkosten hinzukommen. Diese machen häufig bis zu zehn Prozent der eigentlichen Kaufsumme aus.

„Außerdem ist es ratsam, einen Puffer für nicht vorhersehbare Kosten zu berücksichtigen“, rät Scharfenorth. Eine genaue Planung könne bei der Baufinanzierung entscheidend für den Fall der Fälle sein.

Lange Zinsbindung wählen

Bauherren und Immobilienkäufer sollten sich laut Baufi24 bei den aktuell günstigen Zinsen am besten eine lange Zinsbindung sichern. Das erhöhe zwar erst einmal den Zinssatz, schaffe aber gleichzeitig mehr Sicherheit.

Auch die Höhe der Tilgungsrate sei entscheidend. Diese sollte möglichst hoch angesetzt werden – so werden die Restschuld und auch die Laufzeit reduziert. Ein weiteres Mittel für eine schnelle Reduzierung seien außerdem Sondertilgungen.

Absicherung durch Policen

Wer eine Kapitallebensversicherung habe, ist nochmals abgesichert. Denn diese zahlt sowohl im Falle des Todes eine bestimmte Summe an die Hinterbliebenen aus, als auch nach einer bestimmten Laufzeit einen Sparbetrag an den Versicherungsnehmer.

Auch die Restschuldversicherung werde oft gewählt. Dabei sichert das Versicherungsunternehmen den jeweils noch offenen Darlehensbetrag ab. Versicherungsnehmer könnten zwischen einer jährlichen Anpassung der Raten an den Tilgungsplan oder einem linear fallenden Versicherungsschutz wählen.

Bei der zweiten Möglichkeit könnten Deckungslücken entstehen, so Baufi24, da die Restschuld nicht linear verlaufe. „Wir empfehlen immer, dass im Haushalt beide Partner abgesichert sind und nicht nur auf den Hauptverdiener geschaut wird“, rät Scharfenorth.

Versicherungen oft nur für Kreditlaufzeit gültig

Am Markt gibt es weitere Möglichkeiten, Risiken wie Arbeitsunfähigkeit oder Arbeitslosigkeit abzusichern. Das Manko bei vielen Policen ist laut Baufi24 allerdings, dass die Versicherung nur im Rahmen der Zinsbindung für die Raten aufkomme. Im Anschluss sei eine neue Versicherung notwendig, häufig zu schlechteren Konditionen.

Die Absicherung bei Arbeitslosigkeit lohnt sich nach Einschätzung von Baufi24 meist nicht, da Leistungen nur für einen begrenzten Zeitraum, in der Regel zwölf Monate, fließen. „Eine Berufsunfähigkeitsversicherung ist dagegen in jedem Fall sinnvoll“, sagt Scharfenorth. (bk)

Foto: Shutterstock

 

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