Anschlussfinanzierung: Drei Fehler, die jeder vermeiden sollte

Wer steigende Zinsen erwarte, sei mit diesem Darlehen auf der sicheren Seite. Risikofreudigere Kreditnehmer beobachteten die Zinsen über einen längeren Zeitraum und reagierten erst kurzfristig auf einen möglichen Zinsanstieg.

Spätestens zwölf Monate bevor der Kreditvertrag ausläuft, werde es Zeit, konkrete Angebote einzuholen – und zwar sowohl bei der Hausbank als auch bei anderen Anbietern. „In diesem Moment ist es sinnvoll, zu einem Finanzierungsvermittler zu gehen. Dieser kann die Konditionen von vielen verschiedenen Kreditinstituten vergleichen und sucht aus den Angeboten genau dasjenige heraus, das am besten zu den individuellen Bedürfnissen passt“, erklärt Kaack.

Mit diesem Wissen im Hinterkopf müsse sich der Kunde natürlich nicht zwangsläufig für eine Umschuldung entscheiden. Er könne es auch dazu nutzen, ein besseres Angebot mit seiner Hausbank auszuhandeln. Wer allerdings zu spät dran sei, habe kaum noch Zeit, Angebote anderer Banken einzuholen und zu vergleichen und verpasse damit unter Umständen die Chance, sich deutlich bessere Konditionen zu sichern.

Tipp 3: Wer mehr hat, kann mehr zahlen

Ein weiterer häufiger Fehler bei der Anschlussfinanzierung sei, dass veränderte Lebensumstände nicht in die Gestaltung der neuen Kreditkonditionen einfließen.

Dabei habe sich bei vielen Immobilienbesitzern seit Kauf oder Bau des Eigenheims einiges verändert: Ob Hochzeit, Geburt oder Auszug der Kinder – all diese Ereignisse hätten auch Auswirkungen auf den eigenen finanziellen Spielraum. Zudem würden die derzeit niedrigen Zinsen ohnehin zu geringeren Zinskosten führen.

Selbst bei gleichbleibender monatlicher Rate könne daher der Tilgungsanteil erhöht werden. „Wenn es der finanzielle Rahmen zulässt, ist für viele jetzt ein Volltilgerdarlehen sinnvoll“, meint Kaack. „Innerhalb der neuen Zinsbindung begleichen die Kreditnehmer dabei die gesamte Restschuld – und das wird von den Banken in der Regel mit noch besseren Konditionen belohnt.“

Nicht nur bei der Erstfinanzierung, sondern auch bei der Anschlussfinanzierung gehe es für die Bankkunden um viel Geld, so Dr. Klein. Wer nicht wisse, welches Angebot das richtige ist oder einfach keine Zeit habe, selbst Angebote einzuholen und zu vergleichen, sei bei neutralen Vermittlern gut aufgehoben. Sie kennen die Vor- und Nachteile verschiedener Finanzierungsvarianten, könnten den Kunden umfassend beraten und ihm die bestmöglichen Konditionen vermitteln. (bk)

Foto: Shutterstock

 

 

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