Anzeige
1. Februar 2018, 13:55
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

“Wertentwicklung seit 13 Jahren steigend”

Der starke Aufwärtstrend am deutschen Immobilienmarkt hat sich auch in 2017 fortgesetzt. Die aktuelle Auswertung des Bulwiengesa-Immobilienindex weist ein Plus von 5,7 Prozent aus. Dies sei der stärkste Anstieg seit der Wiedervereinigung. Doch wie geht es weiter?

Haus-geld-preis-kosten-anstieg-teuer-miete-munzen-muenzen-hand-stapel-wachstum-shutterstock 577141810 in Wertentwicklung seit 13 Jahren steigend

Die Zuwächse bei den Kaufpreisen für Wohnimmobilien übertreffen die Mietentwicklung.

Der Gesamtindex, der die Entwicklung in den Bereichen Wohn- und Gewerbeimmobilien zusammenfasst, verbuchte in 2017 ein Plus von 5,7 Prozent.

„Damit weist der Bulwiengesa-Immobilienindex nun seit 13 Jahren in Folge ein positives Vorzeichen auf, in den letzten fünf Jahren mit einer jährlichen Veränderungsrate von knapp über 4,5 Prozent“, erläutert Projektleiter Jan Finke, Bulwiengesa. Die Schere zwischen Immobilienpreiszuwachs und Inflationsrate (2017: plus 1,8 Prozent) bleibe weit geöffnet.

Größter Anstieg bei Wohnimmobilien

Vereinzelten Skeptikern zum Trotz sind die Preise im Wohnungsmarkt laut Bulwiengesa kräftig weitergestiegen: Der Teilindex Wohnen übertreffe mit einem Plus von 7,6 Prozent (Vorjahr: 6,3 Prozent) das Vorjahresergebnis deutlich.

Damit sei 1990 – abgesehen vom Wiedervereinigungszeitraum – der stärkste Anstieg verzeichnet worden. Das Fünf-Jahresmittel legt auf einen Zuwachs von 5,8 Prozent zu.

Ein derartiger Indexanstieg sei nur möglich, wenn in allen Stadttypen äußerst positive Preisentwicklungen erfolgen. Im Einzelnen stiegen die Wohnimmobilienpreise laut Bulwiengesa in den B-, C- und D- Städten um 6,2 bis 6,5 Prozent.

Am kräftigsten ist der Anstieg in den A-Städten mit rund 9,0 Prozent. Dies erkläre auch das hohe Gesamtwachstum, da den A-Städten über die einwohnergewichtete Berechnung der Indexwerte eine hohe Bedeutung zukomme.

Zum Vergrößern bitte auf die Grafik klicken

News-bulwien-01022018-1024x390 in Wertentwicklung seit 13 Jahren steigend

So weisen die A-Städte in vier von fünf ausgewerteten Wohnungsmarktvariablen (Neubau- Eigentumswohnung, Bestandsmiete, Neubau-Reihenhaus, Einfamilienhausgrundstück) den stärksten Anstieg auf. Lediglich die Neubaumieten steigen nicht in den A-Städten, sondern seit drei Jahren in Folge in den D-Städten am stärksten – im letzten Jahr um 7,5 Prozent.

„Der aktuelle Immobilienindex für Wohnimmobilien verdeutlicht: Die Zuwächse bei den Kaufpreisen von Eigentumswohnungen, Reihenhäusern und Grundstücken übertreffen das Wachstum der Mietentwicklung. Dies gilt nicht pauschal für jede Variable und jeden Städtetyp, kennzeichnet aber die allgemeine Lage in der Analyse des Wohnimmobilienindex”, sagt Andreas Schulten, Vorstand bei Bulwiengesa. “Auch wenn wir einzelne Preisüberhitzungen sehen, kann von einer Immobilienblase nicht die Rede sein. Nach wie vor stützen auch die wirtschaftlichen Fundamentaldaten die aktuelle Entwicklung.“

Gewerbeimmobilien: Ausgeglichene Entwicklung

Der Index für Gewerbeimmobilien legte laut Bulwiengesa im vergangenen Jahr im deutschlandweiten Durchschnitt um 2,1 Prozent zu und verbuchte damit den gleichen Zuwachs wie im Jahr zuvor.

Die Analyse der Parameter im Gewerbeimmobilienindex zeige eine schwächelnde Einzelhandelsmiete in 1a-Lagen (plus 0,5 Prozent), dynamische Einzelhandelsnebenlagen (plus 1,8 Prozent) und einen Büromarkt, der mit plus 2,1 Prozent leicht hinter den Steigerungen des Vorjahres zurückbleibe.

Seite 2: Setzt sich das Wachstum fort?

Weiter lesen: 1 2

Newsletter bestellen Alle News zu Objekten, Standorten und Finanzierungen... werktags 16.30 Uhr!

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 08/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Emerging Markets – Altersvorsorge – Bausparen – Recruiting

Ab dem 20. Juli im Handel.

Special Investmentfonds

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Nachhaltig anlegen: Mehr Rendite mit gutem Gewissen
Gewinne im Fokus: Die besten Dividenden-Fonds

Versicherungen

Digitalisierung: “Versicherer müssen kulturelle Hürden überwinden”

Möchten Versicherer an Schlagkraft gewinnen, müssen sie die digitale Transformation deutlich konsequenter angehen und vor allem die Managementkapazitäten zielgerichtet einsetzen. Denn bisher hat nur jede zweite Versicherung eine Digitalisierungsstrategie entwickelt.

Gastbeitrag von Stefan Geipel, zeb

mehr ...

Immobilien

Wohneigentum: Preise im Norden und Osten steigen weiter

Im zweiten Quartal 2018 haben die Immobilienpreise in Hamburg, Hannover, Berlin und Dresden angezogen – wenn auch mit unterschiedlicher Dynamik. Welche Besonderheiten sich daraus für die Finanzierung ergeben, erklärt Frank Lösche, Spezialist für Baufinanzierung bei Dr. Klein in Hamburg.

mehr ...

Investmentfonds

Trump kritisiert Zinspolitik der US-Notenbank

Der US-Präsident sagt mitunter Dinge, die er besser für sich behalten sollte. Diesmal rüffelt er die unabhängige Notenbank Fed, weil diese die Leitzinsen erhöht hat. Seine Sprecherin muss es wieder richten.

mehr ...

Berater

Grundfähigkeiten: Essenziell und schützenswert

Für die meisten von uns ist der Beruf nicht nur die Basis des Lebensunterhalts, sondern auch ein wichtiger Pfeiler der Identität. Kein Wunder also, dass die Absicherung der Arbeitskraft eine höchst individuelle Angelegenheit ist und deshalb von so gut wie allen Experten empfohlen wird.

Die Wald-Kolumne

mehr ...

Sachwertanlagen

DFV kauft Hotel für weiteren Publikumsfonds

Die DFV Deutsche Fondsvermögen GmbH, eine Tochtergesellschaft der Immac Holding, hat das Rilano Hotel in Oberursel erworben. Es soll Objekt eines weiteren alternativen Investmentfonds (AIF) werden.

mehr ...

Recht

Unerlaubte Geschäfte: Zieht Olaf Scholz die Zügel an?

Die Anzahl der Verfügungen der Finanzaufsicht BaFin wegen unerlaubter Geschäfte hat in den vergangenen Monaten deutlich zugenommen. Die Gesamtzahl des Jahres 2017 wurde bereits überschritten.

mehr ...