„Wertentwicklung seit 13 Jahren steigend“

Der starke Aufwärtstrend am deutschen Immobilienmarkt hat sich auch in 2017 fortgesetzt. Die aktuelle Auswertung des Bulwiengesa-Immobilienindex weist ein Plus von 5,7 Prozent aus. Dies sei der stärkste Anstieg seit der Wiedervereinigung. Doch wie geht es weiter?

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Die Zuwächse bei den Kaufpreisen für Wohnimmobilien übertreffen die Mietentwicklung.

Der Gesamtindex, der die Entwicklung in den Bereichen Wohn- und Gewerbeimmobilien zusammenfasst, verbuchte in 2017 ein Plus von 5,7 Prozent.

„Damit weist der Bulwiengesa-Immobilienindex nun seit 13 Jahren in Folge ein positives Vorzeichen auf, in den letzten fünf Jahren mit einer jährlichen Veränderungsrate von knapp über 4,5 Prozent“, erläutert Projektleiter Jan Finke, Bulwiengesa. Die Schere zwischen Immobilienpreiszuwachs und Inflationsrate (2017: plus 1,8 Prozent) bleibe weit geöffnet.

Größter Anstieg bei Wohnimmobilien

Vereinzelten Skeptikern zum Trotz sind die Preise im Wohnungsmarkt laut Bulwiengesa kräftig weitergestiegen: Der Teilindex Wohnen übertreffe mit einem Plus von 7,6 Prozent (Vorjahr: 6,3 Prozent) das Vorjahresergebnis deutlich.

Damit sei 1990 – abgesehen vom Wiedervereinigungszeitraum – der stärkste Anstieg verzeichnet worden. Das Fünf-Jahresmittel legt auf einen Zuwachs von 5,8 Prozent zu.

Ein derartiger Indexanstieg sei nur möglich, wenn in allen Stadttypen äußerst positive Preisentwicklungen erfolgen. Im Einzelnen stiegen die Wohnimmobilienpreise laut Bulwiengesa in den B-, C- und D- Städten um 6,2 bis 6,5 Prozent.

Am kräftigsten ist der Anstieg in den A-Städten mit rund 9,0 Prozent. Dies erkläre auch das hohe Gesamtwachstum, da den A-Städten über die einwohnergewichtete Berechnung der Indexwerte eine hohe Bedeutung zukomme.

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So weisen die A-Städte in vier von fünf ausgewerteten Wohnungsmarktvariablen (Neubau- Eigentumswohnung, Bestandsmiete, Neubau-Reihenhaus, Einfamilienhausgrundstück) den stärksten Anstieg auf. Lediglich die Neubaumieten steigen nicht in den A-Städten, sondern seit drei Jahren in Folge in den D-Städten am stärksten – im letzten Jahr um 7,5 Prozent.

„Der aktuelle Immobilienindex für Wohnimmobilien verdeutlicht: Die Zuwächse bei den Kaufpreisen von Eigentumswohnungen, Reihenhäusern und Grundstücken übertreffen das Wachstum der Mietentwicklung. Dies gilt nicht pauschal für jede Variable und jeden Städtetyp, kennzeichnet aber die allgemeine Lage in der Analyse des Wohnimmobilienindex“, sagt Andreas Schulten, Vorstand bei Bulwiengesa. „Auch wenn wir einzelne Preisüberhitzungen sehen, kann von einer Immobilienblase nicht die Rede sein. Nach wie vor stützen auch die wirtschaftlichen Fundamentaldaten die aktuelle Entwicklung.“

Gewerbeimmobilien: Ausgeglichene Entwicklung

Der Index für Gewerbeimmobilien legte laut Bulwiengesa im vergangenen Jahr im deutschlandweiten Durchschnitt um 2,1 Prozent zu und verbuchte damit den gleichen Zuwachs wie im Jahr zuvor.

Die Analyse der Parameter im Gewerbeimmobilienindex zeige eine schwächelnde Einzelhandelsmiete in 1a-Lagen (plus 0,5 Prozent), dynamische Einzelhandelsnebenlagen (plus 1,8 Prozent) und einen Büromarkt, der mit plus 2,1 Prozent leicht hinter den Steigerungen des Vorjahres zurückbleibe.

Seite 2: Setzt sich das Wachstum fort?

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