3. April 2018, 09:07
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Gutachter: Häuser und Wohnungen teurer – auch auf dem Land

Die Bundesbürger haben auch 2017 deutlich mehr Geld ausgeben müssen, um sich den Traum von den eigenen vier Wänden zu erfüllen. Auch in ländlichen Gegenden werden Immobilien vielerorts teurer.

Symbolbild Haus in Gutachter: Häuser und Wohnungen teurer - auch auf dem Land

In ländlichen Gegenden ist es zum Teil günstiger, eine Immobilie zu kaufen als zu mieten.

“Die Preise steigen weiter”, sagte Peter Ache, Geschäftsstellenleiter des Arbeitskreises der Gutachterausschüsse der Deutschen Presse-Agentur.

Auf Basis der vorliegenden Kaufverträge schätzt er, dass bis zu 250 Milliarden Euro für Wohnungen, Häuser, Grundstücke und Gewerbeimmobilien bezahlt wurden. Das wären rund neun Prozent mehr als im Vorjahr, während die Zahl der Kaufverträge zwischen 900.000 und einer Million stagniert.

Angebot zu gering

Damit hält der Aufwärtstrend auf dem deutschen Immobilienmarkt seit zehn Jahren an. “Das Angebot ist knapp”, sagte Ache. “Es wird nicht genug Bauland auf den Markt gebracht.” Das gelte vor allem für Großstädte.

Befeuert werden die Immobilienpreise durch niedrige Zinsen. “Es gibt nicht genug Möglichkeiten, Geld gewinnbringend anzulegen.” Investoren und Anleger setzten deshalb weiter auf Häuser und Wohnungen.

Auch auf dem Land werden dem Immobilienfachmann zufolge Häuser nun vielerorts teurer. Denn die Preise seien noch vergleichsweise gering. “Es ist zum Teil günstiger, eine Immobilie zu kaufen als eine zu mieten”, sagte Ache und verwies auf die günstigen Darlehen.

Keine Gefahr einer Immobilienkrise

Sorgen vor einem Kollaps des Marktes sind aus Sicht der Gutachter unbegründet. “Die Kreditvergabe ist in Deutschland ordentlich reglementiert. Da wird die Welt nicht zusammenbrechen.”

In dem Arbeitskreis laufen die Berichte der örtlichen Gutachterausschüsse zusammen. Anders als viele Marktstudien gewinnen sie ihre Erkenntnisse aus den tatsächlichen Kaufverträgen.

Seinen nächsten bundesweiten Bericht legt der Arbeitskreis Ende 2019 vor. 2016 wechselten nach den amtlichen Daten Immobilien für 237,5 Milliarden Euro den Besitzer. (dpa-AFX)

Foto: Shutterstock

Ihre Meinung



 

Versicherungen

“Es gibt einen großen Bedarf nach persönlicher Beratung”

Die Ergo gehört zu den größten Versicherern in Deutschland. Und musste sich im Zuge der digitalen Transformation neu erfinden. Cash. sprach mit Vertriebsvorstand Olaf Bläser über die vertrieblichen Herausforderungen des digitalen Umbaus und die Auswirkungen auf das Geschäftsmodell. Teil 2 des großen Interviews.

mehr ...

Immobilien

Offene Immobilienfonds trotzen der Corona-Krise

Offene Immobilien-Publikumsfonds behaupten sich in der Corona-Krise. Wie aktuelle Zahlen der Bundesbank zeigen, hatten die Fonds auch in der Corona-Krise positive Nettomittelzuflüsse zu verzeichnen.

mehr ...

Investmentfonds

Silber: Investoren setzen auf Nachholeffekte

Anders als Gold ist Silber noch nicht auf einem Mehrjahreshoch angekommen. Nach dem Corona-Rückschlag im März hat sich die Feinunze inzwischen aber wieder bis an eine wichtige Kursschwelle vorgearbeitet. Von hier aus könnte der nächste Sprung erfolgen. In den vergangenen Wochen hat sich eine wachsende Zahl von Anlegern bereits in Stellung gebracht – zu früh?

mehr ...

Berater

ZIA passt AIF-Basisinformation an neue Vertriebsvorschriften an

Der Zentrale Immobilien Ausschuss ZIA, Spitzenverband der Immobilienwirtschaft, hat eine aktualisierte Fassung seiner „Basisinformationen über geschlossene Investmentvermögen“ herausgegeben. Anlass sind die neuen Vorschriften für den freien Vertrieb (34f) ab August.

mehr ...

Sachwertanlagen

Hep übernimmt weiteres Solarunternehmen in USA

Der Solar-Spezialist und Fondsanbieter Hep erwirbt eine Mehrheitsbeteiligung an dem US-amerikanischen Solarunternehmen ReNew Petra und erhält damit umfassende Mitwirkungsrechte als Miteigentümer, in der Projektentwicklung, im Bau und im Betrieb von Solarparks in den USA.

mehr ...

Recht

Wie lange hält Urlaubsanspruch? Richter wenden sich an EuGH

Um über die Dauer von Urlaubsansprüchen bei Arbeitnehmern mit Langzeitkrankheit urteilen zu können, hat das Bundesarbeitsgericht den Europäischen Gerichtshof um eine Vorabentscheidung gebeten.

mehr ...