23. November 2018, 10:47
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Immobilienblase: “Mit sinkenden Preisen ist nicht zu rechnen”

Doch die Wirtschaft läuft insbesondere in Deutschland weiter auf Hochtouren. Im Oktober ist die Arbeitslosenquote erstmals seit der Wiedervereinigung unter fünf Prozent gesunken, die Beschäftigtenzahl erreicht ein Rekordhoch nach dem anderen.

Von einer Abkühlung ist nichts zu sehen, sowohl Wohnraum als auch freie Gewerbeflächen werden ein immer rareres Gut. Sind die steigenden Immobilienpreise also mit einer Blase gleichzusetzen, wie sie vor etwas mehr als zehn Jahren in den USA oder auch Spanien platzte?

“Schreckensszenario ohne Grundlage”

Die KfW hat gerade analysiert, dass die Situation in Deutschland damit nicht vergleichbar ist. Die Verschuldung der privaten Haushalte sei gering, die Nachfrage nach Wohneigentum weiter hoch. Eine bundesweite Blase sieht die KfW nicht.

“Die Immobilienblase ist ein anhaltendes Schreckensszenario, dem aber die Grundlage fehlt”, sagt auch Nedeljko Prodanovic von Stonehedge. “Ewig in der Geschwindigkeit weitergehen kann der Preisanstieg natürlich nicht, doch mit sinkenden Preisen ist nicht zu rechnen.” (bm)

Foto: Shutterstock

 

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1 Kommentar

  1. In diesem Artikel sind viele Kriterien genannt, warum der deutsche Wohnungsmarkt in einer Preisblase ist. Diese ist gekennzeichnet von jahrelangen starken Preissteigerungen, lauter guten Gründen, warum diese Preissteigerungen “gerechtfertigt” sind und dem Ausblick, dass zwar die Steigerungen nach vorne hinten kleiner werden, aber es keine Gründe für einen Preisrückgang gäbe.

    Genauso war es bei der Internet- und Technologieblase Ende der 90er Jahre, der Preisblase bei US-Wohnungen Ende des vergangenen Jahrzehnts und der Blase bei den Kryptowährungen, deren Platzen man zur Zeit beobachten kann.

    Wahrscheinlich werden es andere Faktoren als die genannten sein, die zum Platzen der Blase führen, denn die Marktteilnehmer müssen zunächst “überrascht” sein.

    Auch deutsche Wohnungen werden die Schwerkraft der Finanzmärkte nicht aushebeln können. Was hoch fliegt kommt krachend zurück.

    Bleibt nur die Frage: Wann ist es soweit? Nach meinem Dafürhalten sollte man hier nicht in Jahren rechnen. In den kommenden Quartalen (drei, vier ?) könnte es losgehen. Der Grund hierfür: Das Mietpreisniveau ist ausgereizt. Da geht nichts mehr.

    Ach ja, und wer noch einen historischen Vergleich will, der sollte sich mal die Stimmung im Wohnungsmarkt Japans aus dem Jahre 1989 ansehen.

    Kommentar von Volker Arndt — 23. November 2018 @ 15:51

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