10. April 2018, 14:48
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Immobilienmarkt in vielen Regionen Bayerns leer gefegt

Das knappe Angebot an Wohnungen und Häusern macht Kaufinteressenten in vielen Regionen Bayerns zu schaffen. Nach jahrelangen teils kräftigen Anstiegen legten die Immobilienumsätze im vergangenen Jahr in Bayern nur ganz leicht auf rund 51 Milliarden Euro zu.

Immobilienmarkt in vielen Regionen Bayerns leer gefegt

Regensburg: Ähnlich wie in München müssen Käufer auch hier meist über 900.000 Euro für ein Haus in mittlerer Lage zahlen.

Der Umsatzanstieg fiel somit eher gering aus, obwohl die Preise weiter kletterten, und zwar durchschnittlich um gut neun Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Das habe aber keineswegs an einer nachlassenden Nachfrage gelegen, erklärte der Geschäftsführer der Sparkassen-Immobilienvermittlung, Paul Fraunholz, am Dienstag in München. Vielmehr sei der Markt in vielen Regionen praktisch leer gefegt.

Monatlich wendeten sich fast 12 000 neue Immobiliensuchende an die Makler der bayerischen Sparkassen und des LBS-Außendienstes, so Fraunholz. “Dabei gilt grundsätzlich: Je näher der Standort an einem wirtschaftlich starken Ballungsraum liegt, umso höher wird die Nachfrage.”

“Grenze der finanziellen Belastbarkeit”

Vor allem in Städten wie München fehle es an geeigneten Baugrundstücken, weil diese von den Eigentümern nicht verkauft oder von Städten und Gemeinden nicht als Bauland ausgewiesen würden.

Ähnlich wie in München müssen Käufer auch im Stadtgebiet von Regensburg, am Tegernsee oder in Garmisch-Partenkirchen in der Regel mehr als 900.000 Euro für ein gebrauchtes Ein- oder Zweifamilienhaus in mittlerer bis bevorzugter Lage berappen.

Für im Schnitt unter 250.000 Euro bekommt man ein solches Haus hingegen noch in einigen Landkreisen im Norden und Osten Bayerns. Auch künftig dürfte die Lage am Wohnimmobilienmarkt in Bayern angespannt bleiben und die Preise weiter steigen, erwartet Fraunholz.

“Wir gehen jedoch davon aus, dass diese Preissteigerungen insgesamt moderater ausfallen, da viele Haushalte inzwischen an die Grenzen ihrer finanziellen Belastbarkeit kommen.” (dpa-AFX)

Foto: Shutterstock

 

Mehr Beiträge zum Thema Wohnimmobilien:

“Geringeres Preiswachstum, aber keine harte Korrektur”

Wohnen mit Balkon: Mieter zahlen bis zu 31 Prozent mehr

LBS: Ungebremste Nachfrage nach Häusern und Wohnungen

Ihre Meinung



 

Versicherungen

Frauen arbeiten vor der Rente immer länger

Die Dauer der gesetzlichen Rentenabsicherung vor dem Ruhestand ist bei Frauen in den vergangenen Jahren deutlich angestiegen, wie neue Rentendaten zeigen, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegen.

mehr ...

Immobilien

Das sollten private Vermieter beachten

Die meisten Wohnungen gehören in Deutschland Privatleuten. Sie vermieten meistens nur ein oder zwei Einheiten. Kleinvermieter nutzen die Immobilie häufig als Kapitalanlage oder als Finanzierungsbeitrag zum Bau des Eigenheims. Worauf es für private Vermieter ankommt.

mehr ...

Investmentfonds

Britische Staatsanleihen: Sorgen Brexit und Corona für negative Renditen?

Die anhaltende Covid-19-Pandemie und der zäh verlaufende Brexit-Prozess könnten die Renditen britischer Staatsanleihen unter die Nullgrenze bringen, kommentiert Colin Finlayson, Co-Manager des Aegon Strategic Global Bond Fund bei Aegon Asset Management.

mehr ...

Berater

Recruiting: Warum die Story stimmen muss

Vielen jungen Absolventen und Berufseinsteigern gilt die Finanzdienstleistungsbranche zu sehr als “old men network”, sie zieht es zu den vermeintlich jungen und hippen Fintechs. Bei ihren Rekrutierungsbemühungen steht sich die Branche aber auch selbst im Weg.

mehr ...

Sachwertanlagen

BaFin nimmt Deutsche Edelfisch DEG II ins Visier

Die Finanzaufsicht BaFin hat den hinreichend begründeten Verdacht, dass die Deutsche Edelfisch DEG GmbH & Co. II KG in Deutschland Wertpapiere in Form von Schuldverschreibungen ohne das erforderliche Wertpapier-Informationsblatt öffentlich anbietet. Im Markt der Vermögensanlagen ist das Unternehmen nicht unbekannt.

mehr ...

Recht

Berliner Verfassungsgerichtshof setzt Mietendeckel-Verfahren aus

Der Berliner Verfassungsgerichtshof hat die Prüfung des umstrittenen Mietendeckels ausgesetzt. Man wolle zunächst den Ausgang der anhängigen Verfahren dazu beim Bundesverfassungsgericht abwarten, teilte das höchste Berliner Gericht am Donnerstag mit.

mehr ...