10. April 2018, 09:58
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Grundeigentümer hoffen auf Vorgaben aus Karlsruhe zur Grundsteuer

Der Eigentümerverband Haus & Grund erhofft sich vom Urteil des Bundesverfassungsgerichts zur Grundsteuer an diesem Dienstag klare Vorgaben. Das sagte der Präsident von Haus & Grund, Kai H. Warnecke, der Deutschen Presse-Agentur.

Grundeigentümer hoffen auf Vorgaben aus Karlsruhe zur Grundsteuer

Die Einheitswerte für Grundstücke sollen eigentlich alle sechs Jahre neu festgelegt werden.

“Hoffentlich äußert sich das Verfassungsgericht auch dazu, inwieweit die Bodenrichtwerte Gegenstand von Steuererhebung sein müssen”, sagte Warnecke.

Der Erste Senat urteilt darüber, ob die zum Teil Jahrzehnte alten Einheitswerte der 35 Millionen Grundstücke in Deutschland, die Grundlage zur Berechnung der Grundsteuer sind, gegen den Gleichheitsgrundsatz verstoßen.

Warnecke geht davon aus, dass das Gericht die Verfassungswidrigkeit feststellt. Wichtig sei die Dauer der Übergangsfrist, die Karlsruhe dem Gesetzgeber für eine Neuregelung einräumt. “Die Länder haben bis zu zwölf Jahre gefordert, das wäre schon dramatisch lang”. Sein Verband halte zwei Jahre für angemessen.

Einheitswerte gelten seit Jahrzehnten

Die Einheitswerte für Grundstücke sollen eigentlich alle sechs Jahre neu festgelegt werden, um Veränderungen der Bebauung und des Umfeldes zu berücksichtigen.

Das ist jedoch nie geschehen. So gibt es in den westlichen Bundesländern Einheitswerte, die bis ins Jahr 1964 zurückreichen; in den neuen Bundesländern sogar bis 1935.

Das bisher von der Mehrheit der Bundesländer favorisierte Modell, das stark auf den Bodenrichtwert setzt, würde wegen nötiger Neubewertungen großen Aufwand bedeuten, so Warnecke.

Unterschiedliche Modelle vorgeschlagen

Es würde auch zu großen Unterschieden zwischen ähnlichen Grundstücken innerhalb einer Gemeinde führen, kritisierte er. “Das ist ein Grund, warum wir das Anknüpfen an den Bodenrichtwert für nicht richtig halten.”

Der Mieterbund setzt im Gegensatz zu Haus & Grund auf eine reine Bodensteuer und erhofft sich davon einen Anreiz für mehr Wohnungsbau. Auch solle das die Grundstücksspekulation eindämmen.

Haus & Grund favorisiere ein Modell, dass Marktschwankungen ausgleicht, sagte Warnecke. Grundlage sollten die Grundstücksgröße und die Bebauung sein. “Dann schafft man das auch in zwei Jahren.” (dpa-AFX)

Foto: Shutterstock

 

Mehr Beiträge zum Thema Wohnimmobilien:

Wohnimmobilien: Mietpreise hängen Kaufkraft ab

IVD: Regierungsklausur muss Wohnpolitik behandeln

Wohnungsgrößen: Saarländer verfügen über die meisten Quadratmeter

Ihre Meinung



 

Versicherungen

Digital Week by CASH.: 11 Webinare für Ihren digitalen Vertriebserfolg

Vom 28.9. bis 2.10. 2020 veranstaltet Cash. die Digital Week. In 11 Webinaren geht es um die richtige Digital-Strategie, um so die Chance für Makler und Vermittler auf mehr Umsatz zu erhöhen. Melden Sie sich an und nutzen Sie diesen Mehrwert für Ihre vertriebliche Praxis.

mehr ...

Immobilien

Immobilienpreise in Stadionnähe im Vergleich

Ab heute rollt der Ball wieder über den grünen Rasen: Die Bundesliga startet Corona-bedingt verzögert – statt wie geplant schon im August. Immoscout24 hat hierfür die Kauf- und Mietpreise der Wohnungen rund um die Fußball-Stadien von Berlin, Bremen, Hamburg und Leipzig untersucht.

mehr ...

Investmentfonds

Grün hat viele Schattierungen

Nachhaltiges Anlegen ist facettenreich. Die Spanne der Strategien reicht dabei von diversifizierten Ansätzen mit einem grünen Twist bis hin zu Strategien, die das Erreichen der Pariser Klimaziele anvisieren. Heute gibt es für annähernd jede Grünschattierung das passende Indexprodukt. Ein Beitrag von Hermann Pfeifer, Leiter Amundi ETF, Indexing & Smart Beta, Deutschland, Österreich und Osteuropa

mehr ...

Berater

Bundestag beschließt Verlängerung für Anleger-Musterverfahrensgesetz

Der Bundestag hat eine verlängerte Gültigkeit des Kapitalanleger-Musterverfahrensgesetzes zum Schutz von Aktionären und Anlegern beschlossen. Das Gesetz gilt nun bis zum 31. Dezember 2023.

mehr ...

Sachwertanlagen

Lutz Kohl wechselt in die Geschäftsführung der HKA 

Mit Wirkung vom 9. September 2020 wurde Lutz Kohl (54) zum Mitglied der Geschäftsführung der HKA Hanseatische Kapitalverwaltung GmbH berufen, der KVG der Immac. Mit seiner Bestellung wird das Führungsteam der HKA um Geschäftsführer Tim Ruttmann planmäßig erweitert.

mehr ...

Recht

Fondsbranche weist BaFin-Kritik zurück

Der deutsche Fondsverband BVI weist die Kritikder BaFin an den Fondsanbietern entschieden zurück, dass die Umsetzung der neuen Liquiditätswerkzeuge (Rücknahmegrenzen, Swing Pricing, Rücknahmefristen)bei ihnen in den Hintergrund gerückt sei, je weiter die Kursturbulenzen im März zurückliegen.

mehr ...