Anzeige
Anzeige
18. September 2018, 14:28
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Eigentumswohnungen: Rückläufige Verkaufszahlen bei weiterhin steigenden Preisen

Ein zu geringes Angebot lässt die Zahl der verkauften Eigentumswohnungen in Deutschland sinken. Nach den Ergebnissen des Accentro Wohneigentumsreports wechselten in 2017 insgesamt 5,62 Prozent weniger Einheiten den Besitzer. Viele Käufer weichen bereits in das Umland der Metropolen aus.

Wohnhaeuser-shutt 361769126 in Eigentumswohnungen: Rückläufige Verkaufszahlen bei weiterhin steigenden Preisen

Der Neubau von Wohnungen in den Metropolen hinkt der Nachfrage hinterher.

Insgesamt wurden im Jahr 2017 in den 81 erfassten Großstädten 125.821 Bestands- und Neubau-Eigentumswohnungen verkauft. Damit ist die Anzahl im Vergleich zum Vorjahr um 7.490 Verkäufe oder 5,62 Prozent gesunken. Zu diesen Ergebnissen kommt der aktuelle Wohneigentumsreport des Berliner Unternehmens Accentro.

Besonders rückläufig sind die Verkaufszahlen laut Accentro in den Metropolen: In Stuttgart (minus 14,98 Prozent), Köln (minus 13,64 Prozent), Hamburg (minus 12,54 Prozent), Frankfurt am Main (minus 12,54 Prozent) und München (minus 10,01 Prozent) gingen die Verkäufe jeweils um zweistellige Prozentwerte zurück.

Gesamtumsatz nur leicht gesunken

Der Gesamtumsatz bei verkauften Eigentumswohnungen ging dagegen nur leicht zurück. Mit einem Rückgang von 1,32 Prozent auf 30,13 Milliarden Euro wurde der Vorjahresrekord von 30,87 Milliarden Euro leicht unterschritten. Mit 2,52 Prozent ist der Umsatzrückgang der Top-Sieben-Städte größer als im Durchschnitt aller Großstädte, nur Düsseldorf und Berlin stemmen sich gegen den Trend.

„Der Gesamtumsatz auf ähnlichem Niveau wie im Vorjahr bei rückläufigen absoluten Verkaufszahlen zeigt eine relativ konstante Nachfrage bei steigenden Wohnungspreisen“, erläutert Jacopo Mingazzini, Vorstand der Accentro Real Estate AG.

Während die Umsätze sowie die absoluten Verkäufe rückläufig sind, sind die Wohnungspreise in den deutschen Großstädten auch 2017 gestiegen. Um 4,56 Prozent legte der durchschnittliche Verkaufspreis den Ergebnissen zufolge in 2017 zu, während im Vorjahr noch ein Plus in Höhe von 7,73 Prozent zu Buche stand. Im Durchschnitt kostete in 2017 eine Wohnung in den erfassten deutschen Großstädten 239.493 Euro.

Überdurchschnittliches Preisplus in den Metropolen

Ein anderes Bild zeigt sich laut Accentro allerdings in den Metropolen, die abgesehen von Köln alle ein überdurchschnittliches Preisplus verzeichnen könnten. Im Schnitt haben sich die Verkaufspreise in den Top-7-Städten 2017 um 6,78 Prozent erhöht.

Insbesondere in Düsseldorf haben sich die Wohnungspreise deutlich um 18,82 Prozent verteuert, auch in Hamburg sind die Umsätze je Verkauf um 13,17 Prozent gestiegen. Zwar sind die Umsätze je Verkauf in Berlin in 2017 ebenfalls gestiegen (um 5,50 Prozent), doch 2016 betrug das Plus noch 16,73 Prozent. In Köln sind die Umsätze je Verkauf 2017 dagegen sogar leicht zurückgegangen.

„Die Ergebnisse unserer diesjährigen Untersuchung untermauern, dass die Neubautätigkeit mit der konstant anhaltenden Nachfrage nicht mitkommt“, so Mingazzini.

Seite 2: Deutliche Preisanstiege im Umfeld der Metropolen

Weiter lesen: 1 2

Newsletter bestellen Alle News zu Objekten, Standorten und Finanzierungen... werktags 16.30 Uhr!

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 12/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Goldfonds – Rock’n’Roll – Fondspolicen – Nachrangdarlehen

Ab dem 22. November im Handel.

Cash. 11/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Megatrend Demografie – Indizes – Naturgefahren – Maklerpools

Versicherungen

Knapp bei Kasse: So lässt sich bei Versicherungen sparen

Das Auto kommt nicht durch den TÜV, beim Zahnarzt wird ein hoher Betrag fällig für Zahnersatz – und dann steht Weihnachten vor der Tür. Auch bei dem cleversten Sparfüchsen kann es knapp in der Kasse werden. Gerade Versicherungen bieten einiges Sparpotenzial, ohne den Versicherungsschutz zu verlieren, wie eine aktuelle Tippliste der Gothaer zeigt.

mehr ...

Immobilien

Wohnungsnot: Deutschlands größtes Infrastrukturproblem

Aus Sicht der deutschen Bevölkerung ist fehlender Wohnraum das aktuell größte Infrastrukturproblem der Bundesrepublik. Nur jeder vierte Deutsche (25 Prozent) bewertet die Verfügbarkeit neuen Wohnraums als ziemlich oder sehr gut.

mehr ...

Investmentfonds

DVAG: Warum sind die Deutschen solche Aktienmuffel?

Was die Geldanlage angeht gehen die Deutschen lieber auf Nummer sicher und investieren größtenteils in vermeintlich sichere Geldanlagen wie Sparbücher, Tagesgeld- und Festgeldkonten, die kaum bis keine Zinsen bringen. Warum ist das so?

mehr ...

Berater

Künstliche Intelligenz: 5 Trends die 2019 bestimmen

Künstliche Intelligenz (KI) wird auch 2019 eine maßgebliche Rolle spielen. Die IntraFind Software AG ist Spezialist für Enterprise Search und Natural Language Processing; das Unternehmen bietet Produkte für die unternehmensweite Suche sowie Textanalyse an, die auch auf KI und modernsten Machine-Learning-Verfahren basieren. Welche fünf KI-Trends das kommende Jahr besonders prägen werden.

mehr ...

Sachwertanlagen

Erstes Urteil zur P&R-Vermittlung: Es war “execution only”

Das Urteil des Landgerichts Ansbach, das die Klage einer Anlegerin gegen einen Vermittler von P&R-Containern abgewiesen hat, liegt nun schriftlich vor. Demnach gab es in dem Fall einige Besonderheiten.

mehr ...

Recht

BGH-Urteil: Position der Staates als Erbe gestärkt

Wenn der Staat das Erbe eines Gestorbenen ohne Angehörige antritt, muss er für Hausgeldschulden einer Wohnung in der Regel nur mit der Erbmasse haften. Das entschied der Bundesgerichtshof in Karlsruhe am Freitag in einem Fall aus Sachsen.

mehr ...