Wohngebäudeversicherung: Bedingungswerke im Test

Im Rahmen des „M&M Rating Wohngebäude“ hat das unabhängige Analysehaus Morgen & Morgen (M&M) zum ersten Mal die Bedingungswerke der Anbieter von Wohngebäude-Versicherungen untersucht. Ziel war es, die Transparenz maßgeblich zu erhöhen.

Naturereignisse wie Stürme, Hagel oder Starkregen machen Wohngebäudeversicherungen immer wichtiger.

„Im vergangenen Jahr sorgten insbesondere Sturmtiefs wie Axel, Xavier oder Herwart dafür, dass Wohngebäudeversicherungen zunehmend in den Fokus rücken“, erklärt Peter Schneider, Geschäftsführer von M&M, die Entscheidung für das neue Rating.

Darüber hinaus zeichne sich ein weiterer Trend in der Aufwertung von Immobilien ab: Immer häufiger entscheiden sich Eigenheimbesitzer für Saunen, Schwimmbäder oder Photovoltaikanlagen. Damit steigen auch die Risiken durch Feuer und Nässeschäden.

All-Risk Tarife drängen auf den Markt

Aus diesen Gründen unterzogen die Experten von M&M insgesamt 183 verschiedene Tarife von 72 Versicherern einer ausführlichen Analyse.

Die Ratinganalyse habe gezeigt, dass Versicherer Grundprodukte mit kostenpflichtigen Paketen und Leistungseinschlüssen erweitern, anstatt viele verschieden Tarife zu konzipieren.

„Zudem drängen All-Risk Tarife vereinzelt schon jetzt auf den Markt. Sie schließen unter anderem Hausratleistungen ein. Hier sehen wir einen Trend, der sich fortsetzen wird“, so Schneider.

Tarifbezogenes Rating

Weiterhin beobachten die Experten laut M&M, dass die Produktgeber unbenannte Gefahren und automatische Bedingungsupdates zunehmend in die Bedingungen inkludieren.

Das M&M Rating Wohngebäude sei tarifbezogen und beinhalte ausschließlich die Bedingungsanalyse auf Basis der einzelnen Tarife. Die Bedingungen werden anhand von 50 Leistungsfragen bewertet.

„Komplexe Tariflandschaften fordern unsere Kunden immer wieder heraus. Mit den Ratingergebnissen kann der Vermittler einen hochkomplexen Sachverhalt in eine einfache Sternenlogik übersetzen“, erläutert Schneider.

Die besten und schlechtesten Tarife

Von den 183 untersuchten Tarifen konnten sich insgesamt 44 die Höchstwertung von fünf Sternen sichern, so beispielsweise der „comfort“-Tarif von Alte Leipziger, „Wohngebäude Premium“ von Ergo und „Exklusiv-Garant“ von VHV.

Das zweithöchste Rating von vier Sternen erhielten immerhin 71 verschiedene Tarife, so etwa „Wohngebäude SicherheitPlus“ von Allianz, „Komfort“ und „Premium“ von DEVK sowie „Exklusiv“ von Signal Iduna.

Nur elf der analysierten Wohngebäude-Tarife strafte M&M mit der niedrigsten Wertung von einem Stern ab, zum Beispiel „Basis“ von der Baden-Badener, „L“ von Interrisk und „WohnhausSpar 2.0“ von NV-Versicherungen. (bm)

Foto: Shutterstock

 

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