7. Juni 2018, 12:43
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Wohnimmobilien: Eigentum im Süden nur noch für Besserverdiener?

Immobilienkäufer und Häuslebauer müssen aktuell nicht nur in zentralen Lagen Frankfurts immer tiefer in die Taschen greifen. Wie der aktuelle “Trendindikator Immobilienpreise” des Finanzdienstleisters Dr. Klein zeigt, steigen die Preise auch in Stuttgart und München.

Wohnimmobilien: Eigentum im Süden nur noch für Besserverdiener?

Frankfurt am Main: In der Finanzmetropole stoßen Normalverdiener auf immer höhere Hürden für den Erwerb von Wohneigentum.

“Auch wenn das Frankfurter Preisniveau unter dem der anderen südlichen Metropolregionen liegt – für Normalverdiener wird es mit dem Wohneigentum eng”, sagt Alexander Roll von Dr. Klein in Frankfurt.

Bei Höchstpreisen von 12.000 Euro pro Quadratmeter für Häuser und mehr als 11.000 Euro pro Quadratmeter für Wohnungen seien mindestens zentrale Lagen nur noch für eine sehr solvente Käuferschicht erschwinglich.

Günstiger werde es in den Außenbezirken und bei Bestandsimmobilien die vor 1949 errichtet wurden, wobei hier die möglichen Kosten für Renovierungen nicht zu unterschätzen seien.

Frankfurt: Hohe Teuerungsrate im Jahresvergleich

“Die Herausforderungen der Immobilieninteressenten spiegeln sich auch bei der Finanzierung wider“, so Roll. „Durch immer längere Bauphasen ist die Zeit bis zur Auszahlung des Kredits zu überbrücken und aufwändige Umbauten übersteigen manchmal den Wert des Hauses.”

Aufgabe von Dr. Klein sei es, auch für derartige Fälle gute Finanzierungspartner zu finden, die beispielsweise eine besonders lange bereitstellungszinsfreie Zeit anbieten oder hohe Sanierungskosten mitfinanzieren.

Im Vergleich zum vorherigen Quartal seien die Preise für Frankfurter Immobilien kaum gestiegen (Wohnungen: plus 0,05 Prozent, Häuser: plus 0,59 Prozent). Im Jahresvergleich sei die Teuerungsrate jedoch viel höher. So kosten Wohnungen nahezu zehn Prozent mehr als zu Jahresbeginn 2017 und Häuser etwa acht Prozent.

München: Noch keine Trendwende

Obwohl viele Marktbeobachter eine baldige Trendwende am Münchner Immobilienmarkt erwarten, gehen die Preise nach wie vor kontinuierlich aufwärts.

Auch wenn ein Plus von etwas über zwei Prozent bei Wohnungen auf den ersten Blick moderat scheine, mache sich das beim mittlerweile erreichten Niveau deutlich bemerkbar.

Laut Dr. Klein bedeutet der Medianpreis von 6.085 Euro pro Quadratmeter, dass eine 90-Quadratmeter-Eigentumswohnung durchschnittlich für etwa 550.000 Euro den Besitzer wechsele. Im Jahresvergleich müssen Wohnungskäufer in München über zehn Prozent mehr zahlen als Anfang 2017.

Seite zwei: Häuserpreise ziehen stärker an

Weiter lesen: 1 2

1 Kommentar

  1. Zitat:
    “Dies zeige sich auch beim Medianwert: Für die Eigentumswohnung nehmen Stuttgarter im Schnitt 3.111 Euro pro Quadratmeter in die Hand – fast 100 Euro mehr als Im Vorquartal.”
    Preisfrage: Wer kennt den Unterschied zwischen “Schnitt” und Median?

    Kommentar von Martin Koch — 7. Juni 2018 @ 15:27

Ihre Meinung



 

Versicherungen

Einnahmen der Rentenversicherung trotz Corona gestiegen

Die Deutsche Rentenversicherung kommt nach eigenen Angaben finanziell bisher gut durch die Corona-Krise. In den ersten acht Monaten des laufenden Jahres seien die Beitragseinnahmen weiter leicht gestiegen, teilte ein Sprecher mit.

mehr ...

Immobilien

CDU-Generalsekretär dringt auf Verlängerung des Baukindergelds

CDU-Generalsekretär Paul Ziemiak hat sich für eine weitere Verlängerung des Baukindergeldes um neun Monate bis Ende 2021 ausgesprochen.

mehr ...

Investmentfonds

Kretschmann bezweifelt schnellen Siegeszug des E-Autos

Vielen geht die Wende hin zur Elektromobilität aus Klima-Gründen längst nicht schnell genug. Der Grünen-Politiker Kretschmann hat dagegen keine Eile. Ganz im Gegenteil

mehr ...

Berater

Adcada GmbH stellt Insolvenzantrag

Die Adcada GmbH aus Bentwisch (bei Rostock) hat Insolvenz angemeldet. Vorausgegangen waren unter anderem Auseinandersetzungen mit der Finanzaufsicht BaFin, die nun von Adcada für die Insolvenz mitverantwortlich gemacht wird. Das Unternehmen war auch in die Schlagzeilen geraten, weil es Anlegergeld zur Produktion von Corona-Schutzmasken einsammeln wollte.

mehr ...

Sachwertanlagen

AEW versilbert deutsches Büroimmobilien-Portfolio

Der Asset Manager AEW gibt die Vermittlung der Anteilscheine am AEW City Office Germany-Fonds an einen Fonds von Tristan Capital Partners, Curzon Capital Partners 5 LL, bekannt. Das Portfolio umfasst sieben Objekte mit insgesamt rund 83.000 Quadratmetern Mietfläche.

mehr ...

Recht

Scholz: Corona-Krise wird Staatsverschuldung auf 80 Prozent steigern

Durch die Corona-Krise wird die Staatsverschuldung der Bundesrepublik auf 80 Prozent steigen. Ähnlich hoch lag sie nach der Finanzkrise 2008/2009. Bundesfinanzminister Olaf Scholz hofft, in den kommenden Jahren die Staatsverschuldung dann wieder deutlich drücken zu können.

mehr ...