24. Mai 2018, 12:04
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Studie: Büros in Frankfurt werden knapper – Mieten in Region steigen

Angesichts des Immobilienbooms und der guten Konjunktur werden Büros in Frankfurt immer knapper. Im ersten Quartal des laufenden Jahres standen 8,6 Prozent aller Flächen in der Stadt leer – die niedrigste Quote seit über 15 Jahren.

Studie: Büros in Frankfurt werden knapper - Mieten in Region steigen

Da zu wenig gebaut wird, sinkt das Angebot an freien Gewerbeflächen weiter, schreibt Studienautor Christian Reissig.

Das zeigt eine am Donnerstag vorgestellte Studie der Beratungsfirma ImmoConcept. Das Frankfurter Finanzviertel mit Spitzenmieten von 42 Euro je Quadratmeter zähle neben den Zentren von München oder Stuttgart zu den begehrtesten Bürolagen in Europa.

Zugleich stehen am Main so viele Gewerbeflächen leer wie in keiner der größten deutschen Städte. Da zu wenig gebaut werde, sinke das Angebot an freien Gewerbeflächen weiter, schreibt Studienautor Christian Reissig – auch wegen der Konkurrenz mit Wohnungen.

Randlagen werden beliebter

“Büro-Neubauten haben in der Stadt einen schweren Stand.” Investoren entschieden sich im Zweifel für die Errichtung von Wohnungen, da diese höhere Renditen böten.

Zudem würden einige leere Büros etwa in Niederrad in Wohnungen umgewandelt. Das erste Quartal sei schwungvoll angelaufen, 80 Prozent der erwarteten neuen Büroflächen seien bereits vermietet.

Mittelfristig würden daher neue Büros in zentralen Lagen “deutlich teurer” und wahrscheinlich eher in Randlagen gebaut. Preise und Mieten dürften weiter steigen.

Bestes Vermietungsergebnis seit 2000

Offenbach, Darmstadt und der Hochtaunuskreis hätten schon angezogen, da Investoren ausweichen, sagte Reissig. In Mainz oder Wiesbaden sei der Effekt kleiner, da Bauprojekte wie der Mainzer Zollhafen die Nachfrage teils deckten.

Vergangenes Jahr hatten Makler in Frankfurt dank Großprojekten schon das beste Vermietungsergebnis seit 2000 erzielt.

So mietete die Bundesbank für die Renovierung ihrer Zentrale ein Übergangsquartier im FBC-Turm und die Deutsche Bahn sicherte sich große Flächen im Europaviertel. Der Brexit machte sich hingegen nur teils bemerkbar. (dpa-AFX)

Foto: Shutterstock

 

Mehr Beiträge zum Thema Gewerbeimmobilien:

Büroimmobilien: Sekundärstädte bieten höhere Renditen

Hinweise auf Trendwende am Immobilienmarkt verdichten sich

Gewerbeimmobilien: Düsseldorf besonders attraktiv für Einzelhändler

Ihre Meinung



 

Versicherungen

Deutlicher Rückgang der Fallzahlen beim Kfz-Diebstahl

Das Bundeslagebild “Kfz-Kriminalität 2018” zeigt einen deutlichen Rückgang der Zahl dauerhaft gestohlener Kraftfahrzeuge (Kfz) in Deutschland. Insgesamt 16.613 Personenkraftwagen (Pkw) wurden im Berichtsjahr 2018 entwendet. Wie sich der Trend entwickelt.

mehr ...

Immobilien

Abwarten und Geld parken

Wirtschaftspolitische Spannungen wie der Handelskonflikt zwischen China und den USA, ein immer wahrscheinlicher werdender No-Deal-Brexit und Rezessionsängste schüren bei Anlegern Unsicherheit. Was tun mit dem Geld? Ein Kommentar von Volker Wohlfarth, Geschäftsführer bei der Crowdinvestment-Plattform zinsbaustein.de.

mehr ...

Investmentfonds

Wir gehen auf die Straße!

Am 20. September findet der dritte globale Klimastreik statt – weltweit werden Menschen auf die Straße gehen und für die Einhaltung des Parisabkommens und gegen die anhaltende Klimazerstörung laut werden. Seit 1995 tritt ÖKOWORLD für den Klimaschutz und für die Ökologisierung der Wirtschaft ein.

mehr ...

Berater

“Dann ist es vorbei”: Finnland setzt Johnson Frist beim Brexit

Der derzeitige EU-Ratsvorsitzende Antti Rinne hat dem britischen Premierminister Boris Johnson eine Frist bis zum Monatsende gesetzt, um Änderungswünsche am Brexit-Abkommen einzureichen.

mehr ...

Sachwertanlagen

PATRIZIA erwirbt Wohnanlage in Aarhus, Dänemark

Die PATRIZIA AG, der globale Partner für paneuropäische Immobilieninvestments, hat zusammen mit Universal-Investment im Auftrag der Bayerischen Versorgungskammer (BVK) ein Wohnbauprojekt mit 136 Einheiten im dänischen Aarhus erworben. Der Ankauf erfolgte im Rahmen einer off-market Transaktion. Verkäufer ist ein Konsortium privater Investoren.
mehr ...

Recht

Sicherheit auf der Baustelle: Das Schild „Eltern haften für ihre Kinder“ reicht nicht aus

Wer baut, haftet für mögliche Personen- oder Sachschäden auf der Baustelle. Bauherren und Grundstückseigentümer tragen eine Mitverantwortung für den Arbeits- und Gesundheitsschutz sowie für die Absicherung der Baustelle. Darauf verweisen die Experten des Bauherren-Schutzbunds.

mehr ...