Anzeige
8. März 2018, 09:00
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Wohnimmobilien: “Haltet euch an den Track Record!”

Das weiterhin stabile Interesse an deutschen Wohnimmobilien weckt Fantasien: Warum sollte man seine Objekte gleich nach Fertigstellung verkaufen? Ist es nicht eher sinnvoll damit zu warten, um in einem halben oder ganzen Jahr bessere Preise zu erzielen?

Gastbeitrag von Ioannis Moraitis, Hedera Bauwert GmbH

Wohnimmobilien: Haltet euch an den Track Record!

Ioannis Moraitis: “Erfolgreich beendete Projekte stärken den Track-Record und schaffen Freiraum für Neues.”

Immer mehr Projektentwickler erliegen dieser Verlockung, vor allem im gehobenen Preissegment – manche lassen den Vertrieb ruhen, andere ziehen provisorisch selbst ein.

Sicher, ein späterer wiewohl höherer Return hat seine Anreize; aber ist die Spekulation auf bessere Preise tatsächlich die richtige Strategie?

Für mich steht der Track-Record im Mittelpunkt meiner Philosophie. Das hat mehrere Gründe. Da ich – wie viele meiner Kollegen – meine Bauvorhaben fremdfinanziere, sind meine Businesspläne konservativ gehalten.

Erfolgreiche Abschlüsse motivieren Mitarbeiter

Kann ich sie fristgerecht oder vorfristig und ohne Abschläge erfüllen, stärkt das meinen Stand bei den mich finanzierenden Instituten. Verlässlichkeit ist da, so langweilig es klingen mag, Trumpf; Überraschungen sind hingegen fast immer mit Mehrausgaben verbunden.

Die Mitarbeiter im Vertrieb danken einem übertriebene Kaufpreiserwartungen ebenfalls nicht. Der “Deal“ an sich bietet bereits Mehrwert, da er Kapazitäten nicht über das Maß hinaus bindet: Lieber verkaufe ich zehn Wohnungen zu einem niedrigeren, aber weiterhin guten Quadratmeterpreis als fünf zu einem höheren.

Dabei geht es um mehr als den Umsatz. Erfolge steigern die Zufriedenheit der eigenen Mitarbeiter – das ist die beste Motivation, die ein Entwickler seinen Vermarktern mit auf den Weg geben kann.

Freiraum für Neues schaffen

Und dann gibt es den Eigenwert eines abgeschlossenen Projekts. Dass ein Vorhaben beendet ist, alle Einheiten verkauft sind, Vermarktung, Vertrieb, Einpreisung, Notariat und so weiter sprichwörtlich ad acta gelegt werden können, hat für Projektentwickler einen monetären ebenso wie ideellen Wert.

Erfolgreich beendete Projekte stärken den Track-Record und schaffen Freiraum für Neues, während Rattenschwänze in Form von letzten, womöglich schwierigen Einheiten ab einem gewissen Punkt nur noch Ballast sind.

Diese Kombination aus Verlässlichkeit gegenüber den Banken und dem eigenen Vertrieb sowie der partnerschaftlichen Wertigkeit gegenüber den Kunden ist der beste Weg zu einem stabilen Engagement und ermöglicht ein Hineinwachsen in den Markt – auch über eine kurzfristige Nachfragehausse hinaus.

Autor Ioannis Moraitis ist Geschäftsführer der Hedera Bauwert GmbH.

Foto: Shutterstock

 

Mehr Beiträge zum Thema Wohnimmobilien:

Über die Besonderheiten der Eigentumswohnung

Wohnimmobilien: Früh sparen für die erste Wohnung

Wohnpolitik: IVD begrüßt erfolgreiche Regierungsbildung

Newsletter bestellen Alle News zu Objekten, Standorten und Finanzierungen... werktags 16.30 Uhr!

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 05/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Arbeitskraftabsicherung – Private Equity – Büroflächenmangel – Datenschutz

Rendite+ 1/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Marktreport Sachwertanlagen – Windkraft – Vermögensanlagen – Bitcoin & Co.

Ab dem 22. März im Handel.

Versicherungen

Spahn kündigt weitere Anhebung der Pflegeversicherungsbeiträge an

Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat eine weitere Anhebung der Beiträge zur Pflegeversicherung angekündigt. “Ich kann ihnen jetzt schon sagen: Wir werden in den nächsten Jahren die Beiträge nochmals erhöhen müssen”, sagte der CDU-Politiker in der ARD-Sendung “Maischberger”.

mehr ...

Immobilien

Zech Group steigt bei Holz-Hybridbau-Spezialist Cree ein

Die Zech Group GmbH aus Bremen, Deutschland, ist seit 19. April 2018 neben Eigentümer Rhomberg Ventures zweiter Partner in der Cree GmbH aus Dornbirn in Vorarlberg, Österreich. Mit weiteren Partnern wird verhandelt, um die Basis der lernenden Bauplattform zu erweitern.

mehr ...

Investmentfonds

Deutsche Bank nimmt weniger Geld ein mit DWS-Börsengang

Der Börsengang der Vermögensverwaltungstochter DWS hat der Deutschen Bank weniger Geld eingebracht als erhofft. Um den schwächelnden Kurs in den ersten Wochen nach dem Handelsstart zu stabilisieren, sind rund 3,5 Millionen Aktien zurückgekauft worden, wie die damit beauftragte Schweizer Großbank Credit Suisse am Montag mitteilte.

mehr ...

Berater

Südwestbank streicht 140 Stellen

Die Südwestbank streicht einem Zeitungsbericht zufolge bis Ende 2019 etwa 140 Stellen. “Aufgrund der Notwendigkeit effizienterer Prozesse wird sich die Anzahl unserer Mitarbeiter reduzieren”, zitierte die “Schwäbische Zeitung” aus einer gemeinsamen Stellungnahme von Südwestbank-Chef Wolfgang Kuhn und dem österreichischen Mutterkonzern Bawag. 

mehr ...

Sachwertanlagen

BaFin fährt Handelsplattform für Optionen in die Parade

Die Finanzaufsicht BaFin hat der Interactive Services Worldwide Ltd. den unerlaubten Betrieb von Einlagengeschäften untersagt und die unverzügliche Abwicklung der Geschäfte verfügt.

mehr ...

Recht

Bürgschaften sind keine nachträglichen Anschaffungen

Wird ein Gesellschafter im Insolvenzverfahren als Bürge für Verbindlichkeiten der Gesellschaft in Anspruch genommen, so kann er dies nicht mehr als nachträgliche Anschaffungskosten werten und somit auch nicht mehr steuermindernd geltend machen. Dies entschied der Bundesfinanzhof (BFH) in einem aktuellen Urteil (Aktenzeichen: IX R 36/15). Gastbeitrag von Holger Witteler, Kanzlei Husemann, Eickhoff, Salmen & Partner

mehr ...