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19. Januar 2018, 12:00
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Wohnimmobilien: Nordamerika stellt sich weltweitem Trend entgegen

Seit dem zweiten Quartal 2017 schwächt sich das Wachstum der weltweiten Immobilienpreise ab. Dieser Trend hat sich auch im dritten Quartal fortgesetzt und nur Nordamerika widersetzt sich dem Trend, so der Immobilienberater Knight Frank.

Wohnimmobilien: Nordamerika stellt sich weltweitem Trend entgegen

Alle 30 in Kanada und den USA untersuchten Städte konnten im untersuchten Zeitraum ein positives Wachstum erzielen.

Im Zuge seines Global Residential Cities Index für das dritte Quartal 2017 untersuchten die Experten von Knight Frank die Entwicklung der durchschnittlichen Wohnimmobilienpreise auf der Basis eines Vergleichs von 150 internationalen Städten.

Dieser Untersuchung zufolge legten die durchschnittlichen Preise für Wohnimmobilien in den zwölf Monaten bis September 2017 um 4,7 Prozent zu (zweites Quartal 2017: 5,8 Prozent). Demzufolge setze sich die Verringerung der Wachstumsrate weiter fort.

Wachstumsrate gibt vielerorts nach

Angeführt werde das Ranking in diesem Quartal von der isländischen Hauptstadt Reykjavik, der einzigen untersuchten Stadt in der die Wohnimmobilienpreise innerhalb eines Jahres um 20 Prozent anzogen.

“Dafür musste Toronto den ersten Platz vom Vorquartal räumen und rangiert nun aufgrund des Nachgebens der Wachstumsrate um über 10 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal von 29 Prozent auf 18 Prozent auf dem vierten Platz“, sagt Kate Everett-Allen, Head of International Residential Research bei Knight Frank.

Bedingt durch die Verlangsamung der Wachstumsrate anderer Städte, beispielsweise in Indien und China, seien die beiden niederländischen Metropolen Amsterdam und Utrecht unter denjenigen Städten, die im Ranking am stärksten aufstiegen.

Im vorherigen Quartal wiesen Knight Frank zufolge noch neun Städte eine Teuerung von über 20 Prozent auf, in der aktuellen Untersuchung jedoch nur noch Toronto. Gleichzeitig sei ein Anstieg über 10 Prozent nur noch bei 22 Städten festzustellen (Vorquartal: 41 Städte).

Hohe Anstiege auch in Asien

Diesem globalen Trend entgegen, haben alle 30 in Nordamerika untersuchten Städte in den letzten zwölf Monaten ein positives Wachstum erzielt, wobei 19 dieser Städte ihre Steigerungsrate im dritten Quartal sogar noch steigern konnten.

Die Anzahl der Städte, deren Wachstumsrate zurückging, reduzierte sich laut den Experten von 27 auf 26, wobei Darwin, Valencia und Abu Dhabi die untersten Plätze einnehmen. Von allen in diesem Quartal untersuchten Städten mit Preisrückgang stammen 46 Prozent aus Europa, sieben davon aus Italien.

Hinsichtlich des nominalen Wachstums der Preise von Wohnimmobilien im Fünf-Jahres-Vergleich sei der höchste Anstieg mit durchschnittlich 58 Prozent bei den Städten des Mittleren Ostens zu verzeichnen, mit Istanbul (129 Prozent) als Spitzenreiter.

Einer der stärksten Performer im Fünf-Jahres-Zeitraum was den realen, also um die Inflation bereinigten Preisanstieg angehe, sei Asien. So weise die chinesische Stadt Shenzhen effektiv den höchsten Anstieg in dieser Periode mit 116 Prozent auf. (bm)

Foto: Shutterstock

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