25. November 2019, 16:05
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Gibt es ein optimales Alter für den Hausbau?

Ein eigenes Haus ist ein Lebenstraum vieler Menschen. Nicht nur die jüngere Generation, auch Menschen über 50 entscheiden sich für den Neubau von Wohneigentum. Die Banken haben sich darauf eingestellt und vergeben Baukredite mittlerweile ohne Altersgrenze. So richtet sich die Baufinanzierung kaum noch nach dem Alter, sondern eher nach der individuellen Situation. Gibt es dennoch ein optimales Alter für den Hausbau?

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Wenn sich Nachwuchs ankündigt oder ein junges Paar überlegt zusammenzuziehen, können diese neuen Lebensabschnitte auch mit Hausbauplänen verbunden sein. Im späteren Alter ist es vielleicht eine Erbschaft oder einfach der Wunsch nach Eigentum, der zum Hausbau führt. Es gibt viele Gründe, die für den Neubau einer eigenen Immobilie sprechen. Wann ist aber das beste Alter, um den Schritt in die eigenen vier Wände zu wagen? Gibt es ein ideales Alter für den Hausbau?

Grundsätzlich können Bauherren in jedem Alter ein Haus bauen. Entscheidend ist eher deren persönliche und finanzielle Lebenssituation. Die Baufinanzierung mit einem Kredit hängt von der Erwerbstätigkeit und dem Eigenkapital ab, weshalb das Alter kaum Einfluss auf die Konditionen hat. Außerdem: Die seit 2016 gültige EU-Wohnimmobilienkreditrichtlinie gibt vor, bei der Kreditvergabe niemanden aufgrund des Alters zu diskriminieren. Die Banken müssen lediglich sicherstellen, dass die Kreditnehmer in der Lage sind, den Kredit zurückzuzahlen.

Hausbau für junge Familien und Paare zwischen 20 und 30

Je früher Bauwillige den Schritt zum Hausbau wagen, umso mehr Zeit haben sie den Kredit abzubezahlen, was sich positiv auf die Konditionen auswirkt. Wenn Paare oder junge Familien sich im Alter um die 30 für den Hausbau entscheiden, haben sie meist noch über 25 Jahre Zeit für die Tilgung des Kredits. Beachten sollte man allerdings, dass man für langfristige Kredite besser eine lange Zinsbindung vereinbart, damit die Tilgung planbar ist. Einzig allein das Eigenkapital ist bei jungen Menschen oft ein Problem. Durch die momentanen Niedrigzinsen haben sie kaum die Möglichkeit dieses anzusparen. Banken gehen meist von 15 % Eigenkapital aus, welches die Kaufnebenkosten eines Grundstückes abdecken. Allerdings kann man fehlendes Eigenkapital auch durch handwerkliches Geschick wett machen. Eigenleistungen wie Boden verlegen, Tapezieren oder Malern lassen sich als Eigenkapital anrechnen.

Bauherren ab 50 Jahre: hohes Eigenkapital, kürzerer Tilgungszeitraum

Bauwillige ab 50 haben oft andere finanzielle Voraussetzungen als junge Paare in den 20ern. Zum einen verfügen sie meist über mehr Sparguthaben oder können eine Erbschaft mit einbringen. Zum anderen verdienen sie oftmals besser und können so eine höhere Summe von ihrem Einkommen für die Tilgung nutzen. Bei den Kreditkonditionen einer Baufinanzierung ist darauf zu achten, dass die Kreditlaufzeit nicht über das Renteneintrittsalter reicht und wenn doch, auf die zu erwartende Rente abgestimmt ist. Abhängig von der Kredithöhe sollten eine hohe Anfangstilgung von mindestens 5 %, viel Eigenkapital und höhere Sondertilgungen einkalkuliert werden. Idealerweise sollten die Bauherren zum Renteneintritt möglichst schuldenfrei sein.

Foto: Shutterstock

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