Ausgabeaufschlag: Aberdeen AM will weniger Zuflüsse für Aktienfonds

Um das Volumen von zwei Aktienfonds zu begrenzen, will die britische Fondsgesellschaft Aberdeen Asset Management einen Ausgabeaufschlag erheben.

Ausgabeaufschlag

Der Aberdeen Global – Emerging Markets Equity Fund und der Aberdeen Global – Emerging Markets Smaller Companies Fund haben derzeit bereits ein Volumen von 15,5 Milliarden beziehungsweise 2,7 Milliarden US-Dollar erreicht.

Um den Zustrom frischen Geldes zu verlangsamen, will die Gesellschaft für beide Portfolios jeweils einen Ausgabeaufschlag von zwei Prozent erheben.

Anlagephilosophie die Treue halten

„Wenn wir die Mittelzuflüsse nicht stärker kontrollieren, laufen wir Gefahr, dass sich unser Investment-Team angesichts der hohen Liquidität im Lauf der Zeit gezwungen sieht, beim Anlageprozess Abstriche zu machen und Unternehmen ins Portfolio aufzunehmen, die nicht alle Qualitätskriterien voll erfüllen. Das Team will seiner Anlagephilosophie treu bleiben und neue Titel nur aufnehmen, wenn diese gründlich analysiert wurden, den konzernweit geltenden Aktienanlageprozess durchlaufen haben und das Team sich davon hat überzeugen können, dass die Papiere unseren Qualitätsstandards entsprechen. Hiervon abzuweichen wäre nicht im besten Interesse der Fondsanleger“, erklärt John Brett, Head of Distribution (Vertriebsleiter) von Aberdeen Asset Management, die Maßnahme.

Gebremste Mittelzuflüsse in Emerging Markets-Produkte

Zum Hintergrund: Im gegebenen Niedrigzinsumfeld sei bei anhaltend hohem Interesse der institutionellen und privaten Anleger an den Emerging Markets mit weiteren Zuflüssen in diese Assetklasse zu rechnen.

Aberdeen musste daher trotz aller in jüngster Zeit unternommenen Bemühungen, die Mittelzuflüsse in Emerging Markets-Produkte zu bremsen, eine erneute Steigerung im Konzern verzeichnen.

Der zweiprozentige Ausgabeaufschlag wird laut Aberdeen A.M. ab dem 11. März 2013 erhoben und gilt für alle Anlagen in die entsprechenden Anteilsklassen der Fonds mit Ausnahme der Wiederanlage von Erträgen. Der Aufschlag fließe in die jeweiligen Fonds ein und stehe den Anlegern zu. Die jährlichen Verwaltungsgebühren der jeweiligen Fonds würden nicht verändert. (fm)

Foto: Shutterstock

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