Ebase: Fondsberater vorsichtig

Der Handel mit Investmentfonds lässt zurzeit nach, Berater bleiben vorsichtig und warten ab. Das geht aus einer aktuellen Analyse der Fondsplattform Ebase, Aschheim, hervor.

Rudolf Geyer, Ebase

Das sogenannte Fondsbarometer spiegelt laut Ebase die Aktivität von mehr als 50.000 Fondsberatern wider, ist nach sechs Monaten Aufschwung zum ersten Mal wieder gefallen. Ein Indexwert unter 100 zeigt ein unterdurchschnittliches Handelsvolumen an. Derzeitiger Stand sind 90.

Oftmals Gewinnmitnahmen

„Nachdem viele Depots im Sommer umgeschichtet worden sind, stehen die Zeichen nun zunächst auf Abwarten. Steigende Kurse haben zu moderaten Gewinnmitnahmen geführt. Viele Fondsberater setzen zwar weiter auf aktienorientierte Strategien, sichern die Depots jedoch ab. Ihre Devise: Chancen wahren, aber vorsichtig bleiben“, sagt Rudolf Geyer, Sprecher der Ebase-Geschäftsführung.

Investiert wurde vor allem in Mischfonds, in jedem der vergangenen drei Monate wurde dieser Fondstyp stärker ge- als verkauft: Der Kaufquotient lag im dritten Quartal bei 1,46. Zugleich setzte sich Geyer zufolge der Trend zu Indexfonds (ETFs) fort. Der Kaufquotient im dritten Quartal betrug 1,65.

Indexfonds legen zu

„ETFs gewinnen kontinuierlich an Bedeutung. Die Fondsberater sehen hier offenbar eine gute Möglichkeit, von einer positiven Kursentwicklung zu profitieren. Eher abgestoßen wurden indes Dach- und Geldmarktfonds mit Kaufquotienten 0,72 und 0,66. Die Abneigung gegenüber offenen Immobilienfonds bestand im dritten Quartal weiter, dort sank der Wert auf 0,62″, so Geyer.

Fonds, die bevorzugt in Schwellenländern investieren, zählten zwischen Juli und September zu den Verlierern. Die Verkäufe überwogen deutlich, die Kaufquotienten lagen im dritten Quartal zwischen 0,42 für Osteuropa und 0,66 für den südostasiatischen Raum. Auch Anteile von Fonds, die den Schwerpunkt auf das Reich der Mitte legen, wurden überwiegend abgestoßen, Kaufquotient 0,51. (mr)

Foto: Ebase

 

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