11. August 2016, 15:30
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Aktienjahr 2016: Mehr Licht als Schatten

Das Aktienjahr 2016 ist nichts für schwache Nerven. Der Start missglückte, zu schwer wogen die Sorgen um die Zukunft der chinesischen Wirtschaft. Der Dax befand sich im Sinkflug, die international tätigen Konzerne revidierten ihre Jahresprognosen. Gastbeitrag von Lars Brandau, Deutscher Derivate Verband (DDV)

Aktienjahr 2016: Mehr Licht als Schatten

“Denjenigen, die momentan eher skeptisch das Aktiengeschehen beäugen, sei ein Blick auf die Vielfalt der strukturierten Wertpapiere empfohlen.”

Im Frühjahr setzte dann zunächst eine Erholung bis auf 10.500 Punkte ein, die von einer Auf- und Abwärtsbewegung abgelöst wurde. Es fehlten schlichtweg die Impulse für eine Fortführung der Rallye an den Aktienmärkten. Andererseits bedingt das Fluten der Märkte durch die expansive Geldpolitik einen nicht zu übersehenden Anlagenotstand bei privaten und institutionellen Investoren.

Aktienmärkte in den Industrieländern mit übersurchschnittlicher Entwicklung

Sie müssen mehr ins Risiko gehen, um Erträge zu erwirtschaften. Das spricht gegen eine Baisse am Aktienmarkt. Die vermeintliche Zäsur folgte mit dem für die Märkte unerwarteten Brexit-Referendum am 23. Juni. Binnen weniger Handelstage ging der beliebte Leitindex Dax um rund 1.000 Punkte in die Knie. In der Post-Brexit-Zeit haben sich die Aktienmärkte in den Industrieländern dann trotzdem überdurchschnittlich gut entwickelt.

Der S&P legte fast 10 Prozent zu, viele europäischen Indizes ebenfalls zweistellig, auch der Dax. Ein Plus von 11 Prozent schlägt zu Buche. Beim britischen FTSE-Index sind es sogar fast 14 Prozent und das in 6 Wochen. Und nun, fragen sich die Anleger? Fest steht, die große Mehrheit der Finanzakteure seit dem Brexit-Votum schnell wieder zur Tagesordnung übergangen ist.

Anleger sind optimistisch

Bei den Anlegern überwiegt gegenwärtig der Optimismus. Zumindest zeigt das die aktuelle Trendumfrage des Deutschen Derivate Verbands. Gefragt nach dem weiteren Verlauf des Dax bis zum Jahresende antwortete knapp die Hälfte (47 Prozent) der gut 8.000 Teilnehmer, dass sie in den verbleibenden Monaten weiter steigende oder sogar stark steigende Kurse erwarten.

Im vergangenen Jahr war der Optimismus noch größer und 60 Prozent der Anleger sprachen sich für steigende Kurse aus. 20 Prozent vertreten die Auffassung, dass es keine größeren Veränderungen geben wird. Immerhin knapp ein Drittel der Befragten sieht hingegen bis zum Jahresende fallende oder stark fallende Kurse beim Dax. Im Vorjahr war es nur jeder Vierte, der von sinkenden Indexständen ausging.

Die globalisierte Welt bringt es mit sich, dass immer wieder mit Rücksetzern an den Aktienmärkten rechnen gerechnet werden muss. Auch, wenn die Hausse der zurückliegenden Jahre noch intakt sein mag, so hat dennoch die Schwankungsbreite zugenommen. Allerdings sollte das Anleger nicht dazu verleiten, den Kopf in den Sand zu stecken und auf vermeintlich bessere Zeiten zu warten.

Wichtig ist, dass das Ersparte unter Rendite- und Risikoaspekten gut angelegt wird, damit sich Vermögen aufbauen lässt. Denjenigen, die momentan eher skeptisch das Aktiengeschehen beäugen, sei ein Blick auf die Vielfalt der strukturierten Wertpapiere empfohlen. Hier finden sich Produktlösungen für jedes Marktszenario.

Lars Brandau ist Geschäftsführer des Deutschen Derivate Verbands (DDV).

Foto: DDV

Ihre Meinung



 

Versicherungen

Neuer Streit um die Grundrente: Was DGB und CDU zu sagen haben

Abseits der Frage, wie sich Menschen künftig durch Städte bewegen, findet eine neuerliche Auseinandersetzung zur Grundrente statt. Kontrahenten dieses Mal sind Amelie Buntenbach, Mitglied im DGB-Vorstand, und Joachim Pfeiffer, wirtschaftspolitischer Sprecher der Unionsfraktion im Bundestag. “Sozialklimbim” oder nicht lautet ihr Streitthema.

mehr ...

Immobilien

Studentenstädte: Hohe Mieten fressen Bafög-Wohnpauschale

Um die Bafög-Förderung an die aktuellen Preisentwicklungen anzupassen, hat der Bundestag die Anhebung des Satzes beschlossen. Doch die gewünschte Entlastung für Studenten bleibt in vielen Städten aus, wie eine aktuelle Analyse von immowelt.de zeigt.

mehr ...

Investmentfonds

Die Top 5 der Woche: Investmentfonds

Was waren interessantesten Investment-Themen und Meldungen der Woche? Welche Beiträge wurden von den Cash.Online-Lesern besonders häufig geklickt? Unser Wochen-Ranking zeigt das Wichtigste auf einen Blick.

mehr ...

Berater

Kapitalmarkt: Europäische Finanzminister machen Druck

Angesichts mangelhafter Finanzierungschancen für Firmen in Europa machen Deutschland, Frankreich und die Niederlande Druck für einen einheitlicheren Kapitalmarkt. Das geht aus einem Brief der Finanzminister der Länder an die EU-Institutionen hervor.

mehr ...

Sachwertanlagen

G.U.B. Analyse: „A-“ für ProReal Deutschland 7

Das Hamburger Analysehaus G.U.B. Analyse bewertet die von der One Group aus Hamburg konzipierte Vermögensanlage ProReal Deutschland 7 mit insgesamt 77 Punkten. Das entspricht dem G.U.B.-Urteil „sehr gut“ (A-).

mehr ...

Recht

Urteil: Nur Auslands-Krankenschutz hilft bei hohen Kosten

Ein aktuelles Urteil des Sozialgerichtes Gießen zeigt einmal mehr, warum auch bei Reisen in Länder, mit denen Deutschland ein Sozialversicherungsabkommen hat, ein Auslandsreise-Krankenschutz abgeschlossen werden sollte. Denn die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen bei Krankheit oder Unfall im Urlaub meist nur einen Bruchteil der Kosten.

mehr ...