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29. Dezember 2017, 07:15
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Jens Ehrhardt: “Blase besteht bei Renten, aber nicht bei Aktien”

Aktien und speziell Dividendentitel aus den Schwellenländern und Europa könnten in den kommenden 18 Monaten einen ansehnlichen Ergebnisbeitrag in den Anlegerdepots leisten. Im Gegensatz zu Titeln aus den USA sind Papiere aus diesen beiden Regionen noch günstig bewertet, sagt Dr. Jens Ehrhardt von der DJE Kapital AG. Welche weiteren Faktoren das Anlagejahr 2018 bestimmen dürften.

Konjunktur-ehrhardt in Jens Ehrhardt: Blase besteht bei Renten, aber nicht bei Aktien

Dr. Jens Ehrhardt, DJE Kapital AG: “Die großen Versicherer glänzen mit Renditen, die bei einem Vielfachen von Unternehmens- oder gar Staatsanleihen liegen.”

Aktien sind weiterhin im Vergleich zu Anleihen zu niedrig bewertet, obwohl Aktien im historischen Vergleich nicht preiswert sind. Bei Aktien erhält man bei drei Viertel der europäischen Unternehmen mehr Rendite über (in der Regel steigende) Dividenden als über (gleich bleibende) niedrige Verzinsungen bei den entsprechenden Unternehmensanleihen. Es gibt also weiterhin keine Alternative zur Anlageform Aktie, abgesehen von einer gesunden Streuung in anderen Sachwerten wie Immobilien und Edelmetallen.

Notenbanken könnten wieder monetär Gas geben

Die Blase besteht also bei Renten, aber nicht bei Aktien. Sollte sich die Konjunktur weltweit abschwächen, dürften die Notenbanken sogar wieder monetär Gas geben, was mittelfristig erneut für die Aktienmärkte positiv wäre. Bei besserer Konjunktur dürften Gewinne und Dividenden steigen. Gefährlich wird es nur, wenn die Inflationsraten zu hoch gehen, dies ist aber im Moment international nicht in Sicht.

Konjunkturelle Aussichten in Europa besonders gut

Bewertungsmäßig sind Aktien in den USA am teuersten und in den Schwellenländern am billigsten. Europa liegt in der Mitte aus dem Bewertungsblickwinkel. Konjunkturell sind die Aussichten in Europa besonders gut, da eine zu niedrige Währung (zumindest für die Nordländer) und zu niedrige Zinssätze die Konjunktur ankurbeln. Das in Deutschland höhere Wirtschaftswachstum gegenüber den USA dürfte sich deshalb fortsetzen. Dies könnte mittelfristig auch dem Euro zugute kommen.

Seite zwei: US-Aktienmarkt wird künstlich stimuliert

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