26. März 2018, 16:08
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Commerzbank stockt Rückstellungen für umstrittene Aktiengeschäfte auf

Die Commerzbank hat für mögliche Zahlungen ans Finanzamt wegen umstrittener Aktiengeschäfte mehr Geld auf die hohe Kante gelegt. Das geht aus dem am Montag veröffentlichten Geschäftsbericht der Bank hervor.

Commerzbank stockt Rückstellungen für umstrittene Aktiengeschäfte auf

Bei “Cum-Cum”-Geschäften konnten Kunden aus dem Ausland Steuern auf Dividenden von deutschen Unternehmen umgehen.

Per Ende 2017 seien im Zusammenhang mit “Cum-Cum”-Geschäften 12 Millionen Euro Rückstellungen für die Kapitalertragsteuer gebildet worden, die gegebenenfalls zurückerstattet werden muss. Mitte November hatte die Bank noch von 10,5 Millionen Euro gesprochen.

Bei “Cum-Cum”-Geschäften konnten Kunden aus dem Ausland Steuern auf Dividenden von deutschen Unternehmen umgehen. Dazu wurden von ausländischen Anlegern gehaltene Anteile kurz vor dem Dividenden-Stichtag an inländische Anteilseigner übertragen, etwa an Banken.

Finanzämter geben Anleitung gegen Missbrauch

An diese wurde die Dividende dann ausgeschüttet, darauf wurde Kapitalertragsteuer fällig. Die inländische Bank konnte sich dann – anders als die ausländischen Investoren – die Kapitalertragsteuer anrechnen beziehungsweise vom Staat erstatten lassen.

Danach wurden die Aktien samt Dividende zurückgereicht, die zulasten des Staates gesparte Steuer teilten Banken und Investoren untereinander auf.

Zwar schloss der Gesetzgeber dieses Steuerschlupfloch Anfang 2016. Für die Aufarbeitung der “Cum-Cum”-Altfälle vor dem 31. Dezember 2015 haben die Finanzämter aber im Sommer 2017 eine Anleitung vom Bundesfinanzministeriums bekommen, wie sie bei einem angenommenen Missbrauch vorgehen sollen. (dpa-AFX)

Foto: Shutterstock

 

Mehr Beiträge zum Thema Banken:

Guter Börsenstart für DWS

Brexit: Hoffnung auf Übergangsfrist fahrlässig

Verlust der Deutschen Bank 2017 größer als angenommen

Ihre Meinung



 

Versicherungen

Frauen arbeiten vor der Rente immer länger

Die Dauer der gesetzlichen Rentenabsicherung vor dem Ruhestand ist bei Frauen in den vergangenen Jahren deutlich angestiegen, wie neue Rentendaten zeigen, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegen.

mehr ...

Immobilien

Das sollten private Vermieter beachten

Die meisten Wohnungen gehören in Deutschland Privatleuten. Sie vermieten meistens nur ein oder zwei Einheiten. Kleinvermieter nutzen die Immobilie häufig als Kapitalanlage oder als Finanzierungsbeitrag zum Bau des Eigenheims. Worauf es für private Vermieter ankommt.

mehr ...

Investmentfonds

Britische Staatsanleihen: Sorgen Brexit und Corona für negative Renditen?

Die anhaltende Covid-19-Pandemie und der zäh verlaufende Brexit-Prozess könnten die Renditen britischer Staatsanleihen unter die Nullgrenze bringen, kommentiert Colin Finlayson, Co-Manager des Aegon Strategic Global Bond Fund bei Aegon Asset Management.

mehr ...

Berater

Recruiting: Warum die Story stimmen muss

Vielen jungen Absolventen und Berufseinsteigern gilt die Finanzdienstleistungsbranche zu sehr als “old men network”, sie zieht es zu den vermeintlich jungen und hippen Fintechs. Bei ihren Rekrutierungsbemühungen steht sich die Branche aber auch selbst im Weg.

mehr ...

Sachwertanlagen

BaFin nimmt Deutsche Edelfisch DEG II ins Visier

Die Finanzaufsicht BaFin hat den hinreichend begründeten Verdacht, dass die Deutsche Edelfisch DEG GmbH & Co. II KG in Deutschland Wertpapiere in Form von Schuldverschreibungen ohne das erforderliche Wertpapier-Informationsblatt öffentlich anbietet. Im Markt der Vermögensanlagen ist das Unternehmen nicht unbekannt.

mehr ...

Recht

Berliner Verfassungsgerichtshof setzt Mietendeckel-Verfahren aus

Der Berliner Verfassungsgerichtshof hat die Prüfung des umstrittenen Mietendeckels ausgesetzt. Man wolle zunächst den Ausgang der anhängigen Verfahren dazu beim Bundesverfassungsgericht abwarten, teilte das höchste Berliner Gericht am Donnerstag mit.

mehr ...