Anzeige
20. März 2018, 14:15
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Dombret: Brexit-Übergangsphase nutzen

Die Europäische Union und Großbritannien haben sich auf eine Übergangsphase bei den Brexit-Verhandlungen geeinigt. Diese Phase sollte man für ehrliche Gespräche nutzen und auch Unternehmen sollten ihre Vorbereitungen nicht aufschieben, mahnt Bundesbank-Vorstandsmitglied Andreas Dombret.

Dombret Andreas 02-bundesbank in Dombret: Brexit-Übergangsphase nutzen

Andreas Dombret: “Die Übergangsphase könnte den Brexit weniger abrupt und langfristig auch weniger schmerzhaft machen”

Die Bundesbank hat den jüngsten Durchbruch bei den Brexit-Verhandlungen und die Einigung auf eine Übergangsphase bis Ende 2020 begrüßt. “Die Übergangsphase könnte den Brexit weniger abrupt und langfristig auch weniger schmerzhaft machen”, sagte Bundesbank-Vorstandsmitglied Andreas Dombret am Dienstag laut Redetext in Dublin.

Allerdings forderte Dombret, die gewonnene Zeit für einen ehrlichen Dialog zu nutzen. “Der Brexit ist zu komplex und zu wichtig, um sich einfach durchzuwursteln”, mahnte das Vorstandsmitglied.

Einigung könnte Kosten senken

Dombret machte deutlich, dass eine konstruktive Vorgehensweise zur Bewältigung des Brexits Zeit brauche. Eine ausreichend lange Übergangsphase sei einfach notwendig, um die vielen komplizierten Lösungen für die anstehenden Probleme zu entwickeln. Dabei ist es nach Einschätzung von Dombret sehr wichtig, dass bei einem Handelsabkommen auch die Finanzbranche eingebunden sein müsse.

“Die Einigung könnte dazu beitragen, die langfristigen Kosten des Brexits einzudämmen”, sagte Dombret. Allerdings müssten die Unternehmen der Finanzbranche innovative und pragmatische Lösungen finden, wenn sie die neuen Herausforderungen meistern und dabei gleichzeitig ihre Ertragskraft erhalten wollen.

Unter anderem stehe die “sehr schwierige Frage” im Raum, wie eine künftige Regulierung der Finanzbranche nach dem Brexit aussehen könnte, sagte das Mitglied der Bundesbank.

Austritt Ende März 2019

Am Montag hatten sich die Europäische Union und Großbritannien auf eine Schonfrist für Wirtschaft und Bürger nach dem Brexit geeinigt. Die Übereinkunft sieht vor, dass nach dem britischen EU-Austritt bis Ende 2020 erst einmal alles so bleiben soll wie bisher.

Das Königreich will Ende März 2019 die EU, den gemeinsamen Binnenmarkt und die Zollunion verlassen. Dabei wird ein dramatischer Bruch mit möglichen neuen Zoll- und Grenzkontrollen befürchtet, der Handel und gemeinsame Produktionsketten schwieriger macht. (dpa-AFX)

Foto: Frank Rumpenhorst

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 05/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Arbeitskraftabsicherung – Private Equity – Büroflächenmangel – Datenschutz

Rendite+ 1/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Marktreport Sachwertanlagen – Windkraft – Vermögensanlagen – Bitcoin & Co.

Ab dem 22. März im Handel.

Versicherungen

BPK 2017: HanseMerkur legt deutlich zu

Die HanseMerkur Versicherungsgruppe hat auf ihrer diesjährigen Bilanzpressekonferenz die Unternehmenszahlen präsentiert. Vorstandsvorsitzender Eberhard Sautter zeigt sich angesichts eines schwierigen Jahres 2017 hochzufrieden mit den Ergebnissen.

mehr ...

Immobilien

Stärkster Preisanstieg bei Wohnimmobilien seit Mitte 2017

Die unstete Preisentwicklung der letzten Monate bei Wohnimmobilien setzte sich auch im März fort: Ausgerechnet die Preise für Neubauhäuser, die in den letzten zwölf Monaten immer angestiegen waren, gingen im März 2018 im Vergleich zum Vormonat um 0,22 Prozent zurück. Derweil stiegen die Preise für Bestandshäuser und Eigentumswohnungen mit jeweils über einem Prozent vergleichsweise deutlich.

mehr ...

Investmentfonds

Draghi lässt sich von gestiegenen Rohstoffpreisen nicht beeindrucken

Der zunehmende Inflationsdruck führt dazu, dass einige Marktteilnehmer befürchten, die Europäische Zentralbank könnte den Leitzins schneller als bisher erwartet anheben. Doch es gibt Gründe, die dafür sprechen, dass die Geldpolitik zunächst expansiv bleibt.  Gastbeitrag von Carsten Mumm, Donner & Reuschel 

mehr ...

Berater

Ex-Sparkassenchef muss doch nicht vor Gericht

Der ehemalige Sparkassenpräsident Georg Fahrenschon muss doch nicht vor Gericht. Der frühere bayerische Finanzminister soll per Strafbefehl zu 140 Tagessätzen wegen Steuerhinterziehung verurteilt werden, wie Oberstaatsanwältin Anne Leiding ankündigte. Darauf hätten sich die beteiligten Parteien in einem Rechtsgespräch geeinigt.

mehr ...

Sachwertanlagen

HSH-Abwicklungsbank sieht Schifffahrtskrise durchschritten

Die Abwicklungsgesellschaft der Länder Hamburg und Schleswig-Holstein für faule Schiffskredite der HSH Nordbank hat im Jahr 2017 einen Verlust von 44,4 Millionen Euro gemacht und damit das Minus deutlich reduziert.

mehr ...

Recht

Bürgschaften sind keine nachträglichen Anschaffungen

Wird ein Gesellschafter im Insolvenzverfahren als Bürge für Verbindlichkeiten der Gesellschaft in Anspruch genommen, so kann er dies nicht mehr als nachträgliche Anschaffungskosten werten und somit auch nicht mehr steuermindernd geltend machen. Dies entschied der Bundesfinanzhof (BFH) in einem aktuellen Urteil (Aktenzeichen: IX R 36/15). Gastbeitrag von Holger Witteler, Kanzlei Husemann, Eickhoff, Salmen & Partner

mehr ...