12. Januar 2018, 08:00
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Studie: Die besten Banken vor Ort

Obwohl Online-Banking  immer beliebter wird, nehmen Filialbanken vor Ort noch immer eine wichtige Rolle in der Finanzberatung ein. Um deren Qualität zu testen, untersucht die Gesellschaft für Qualitätsprüfung mbH jährlich Bankfilialen in ganz Deutschland.

Studie: Die besten Banken vor Ort

Für die Studie wurden im vergangenen Jahr insgesamt 2.255 Filialen in 365 Städten getestet.

Im Laufe des Jahres 2017 untersuchte die Gesellschaft bundesweit die Beratungsqualität in 365 Filialen der deutschen Banken. Gab es vor Ort nicht genug Filialbanken für die Untersuchung, wurden in Einzelfällen auch Online-Banken mit untersucht.

Die Beratungsqualität in den einzelnen Filialen sei jeweils vor Ort in der Regel im Vergleich von Regional- und Großbanken untersucht worden, wonach die Ergebnisse auf dem Portal “Geprüfte Beratungsqualität.de” veröffentlicht worden sein.

In die Bewertung der Beratung flossen der Gesellschaft zufolge fünf Testkategorien mit unterschiedlicher Gewichtung ein: Bedarfsanalyse (50 Prozent), Empfehlung (25 Prozent), Atmosphäre und Interaktion (12,50 Prozent), Gesprächsanbahnung sowie Nachbetreuung (jeweils 6,25 Prozent).

Commerzbank führt Ranking an

Für die Gespräche wurde der Testfall eines ledigen Angestellten mit 30.000 Euro Gesamtvermögen, 3.000 Euro Bruttoeinkommen und 1.750 Euro Nettoeinkommen angenommen. Der angegebene Grund des Termins war dabei der Wunsch monatlich 150 Euro zu sparen.

Auf aggregierter Ebene biete die Commerzbank AG die beste Beratung und erhalte mit einer Durchschnittsnote von 2,3 die Auszeichnung als bundesweit “Beste Bank”.

Im Ranking hinter ihr platzieren sich die Volksbank Raiffeisenbank (Note 2,5), die Deutsche Bank (Note 2,6), die Sparkasse (Note 2,7),  die HypoVereinsbank (Note 2,9) und die sonstigen Banken (Note 3,6). Insgesamt haben alle getesteten Filialen eine Durchschnittsnote von 2,8 erreicht, was genau der Note aus dem Vorjahr entspreche.

Zu wenige Lösungsangebote

Laut den Experten wurde 2017 maximal jedes zweite Beratungsgespräch mit einem nachvollziehbaren Beratungsprozess papierhafter oder systemgestützter Natur durchgeführt.

Für den, in den Testfällen geäußerten Beratungswunsch monatlich 150 Euro sparen zu wollen, haben die Tester in weniger als einem Drittel aller Erstgespräche ein konkretes Angebot erhalten.

Gleichzeitig werden existenzielle Themen wie Krankentagegeld- oder Berufsunfähigkeitsversicherung nur in maximal 20 Prozent der Gespräche angesprochen.

Banken in Baden-Württemberg am besten

Im Jahr 2018 sei der Gesellschaft zufolge eine höhere Prozesstreue mit nachvollziehbaren Beratungsprozessen ebenso wünschenswert wie konkrete Angebote für erkannte Bedarfe, die zu dem Sparpotential passen.

Auch die regionalen Unterschiede der Beratungsqualität seien bemerkenswert. So befinden sich die fünf besten, untersuchten Regionalbanken in Baden-Württemberg, angeführt von der BBBank eG in Lahr mit einer Gesamtnote von 1,1. (bm)

Foto: Shutterstock

 

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