24. Juni 2019, 05:53
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Warum sich Facebooks Libra nicht mit Blockchain erklären lässt

Das besondere an Calibra ist seine Klassifizierung als Stablecoin. Diese besondere Form der Kryptowährung dient dazu, die hohe Volatilität von Kryptowährungen wie Bitcoin durch die Anlehnung an reale Werte zu begrenzen. Es handelt sich also um einen stabilen Wert in digitaler Form.

Wie Calibra abgesichert ist

So ist es möglich, dass man Kryptowährung ohne Verlassen der Krypto-Börse in reale Werte, so genannte Fiatwährungen, tauschen kann. Wichtig zu wissen ist, dass ein Stablecoin unterschiedliche Werte annehmen kann: Er kann in Währungen wie Euro oder US-Dollar oder in Rohstoffe wie Gold oder Öl getauscht werden.

Die Währung kann mithilfe von drei Möglichkeiten abgesichert werden: Denkbar sind die Sicherung durch Assets, Kryptowährungen oder Algorithmische Absicherung. Welchen dieser Wege Facebook geht, ist derzeit offen. Zwar wirbt Libra damit, dass man sowohl in Assets als auch in Kryptowährungen investiert sei. Nach Berichten der Washington Post handelt es sich um die Absicherung mithilfe von Assets. 

Sicher scheint durch die Auswahl des Stablecoins jedoch auch, dass Investoren keine großen Gewinne erwarten können. Grund dafür ist, dass diese in der Regel aufgrund von Volatilitäten realisiert werden. Fehlen diese wie nun beim Stablecoin, sind eher langfristige Zinsgewinne zu erwarten. 

Wie man kritischen Nutzern Stablecoin als Vorzug verkauft

Spannend ist das Vorgehen von Mark Zuckerberg vor dem Hintergrund seines Unternehmensstrategie für Facebook vor dem Hintergrund, dass die Frage nach dem Schutz der Daten heute in den meisten Medien präsent ist. Insbesondere eine Anmerkung des Wall Street Journals fällt jedoch ins Auge. Jeff Horwitz und Parmy Olson zitieren Facebook, wenn sie darauf hinweisen, dass eine Trennung zwischen sozialen und finanziellen Daten statt finden soll. 

Denkt man diesen Ansatz weiter, so könnte die Initiative von Facebook neben dem Zugang zu weltweitem Zahlungsverkehr auch dazu dienen, erste Überlegungen anzustellen, wie man Daten in Bezahlungen wandeln kann. Jan Schwenkenbecher berichtet im November 2018 für die Süddeutsche Zeitung, dass einzelne E-Mailadressen einen Wert von 0,75 Euro besitzen. Was also, wenn der Nutzer für jede Transaktion, der er selbst tätigt, diesen Betrag in Stablecoin gutgeschrieben hält? 

Warum WeChat und Alipay als Vorbild gereichen

Ein Blick nach China zeigt übrigens, wohin es führen kann. WeChat Pay und Alipay sind nur zwei Zahlungsdienste im vermeintlich fortschrittlichsten Land technologischer Entwicklungen. Auch diese versuchen derzeit verstärkt am europäischen Markt Fuss zu fassen. Hierzu gehen sie zweierlei Wege. WeChat Pay setzt auf die Zusammenarbeit mit Wirecard, um als Zahlungsdienstanbieter ernstzunehmend aufzutreten. Alipay arbeitet mit Händlern zusammen. 

 

Seite 3: Worum es Zuckerberg vermutlich geht

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