20. September 2016, 11:00
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Solarkraft: Wie Eigenheimbesitzer und Gewerbetreibende profitieren

In Solarprojekte zu investieren, bringt oftmals eine bessere Rendite als Festgeld und ist mit Aktienpaketen durchaus vergleichbar. Insgesamt locken Gewinne im höheren einstelligen bis unteren zweistelligen Bereich. Gastbeitrag von Björn Lamprecht, Goldbeck Solar

Solarkraft: Wie Eigenheimbesitzer und Gewerbetreibende profitieren

Björn Lamprecht: “Wichtig ist, Größe, Standort und Ausrichtung eines Sonnenkraftwerks professionell anzupassen. Denn nur, wenn alle Faktoren passen, sind zweistellige Renditen realistisch.”

Vermittler, die Anteile an Solarprojekten in Deutschland oder Europa anbieten, helfen in der Regel bei der Finanzierung gleich mit. Hier können Anleger entweder persönlich finanzieren oder eine reine Projektfinanzierung abwickeln. Sinn machen solche Anlagen nicht nur für Weltverbesserer und Autarkie-Fans. Obwohl dies neben dem Cashflow zusätzliche Argumente sind, in grüne Projekte oder die Anlage auf dem eigenen Dach zu investieren.

Kraftwerk richtig aufsetzen

Wer sein Kraftwerk richtig aufsetzt und eigenen Solarstrom verbraucht, spart hohe Stromkosten. Denn der günstig erzeugte grüne Strom ersetzt die volatilen Preise der Versorger. Und ist die Anlage nach durchschnittlich sieben Jahren abbezahlt, kostet die Energie vom Dach gar nichts mehr.

Hohe Eigenverbrauchsquoten sind inzwischen Standard. Das heisst, dass Besitzer einer Photovoltaik-Anlage mehr als 90 Prozent ihres Sonnenstroms auch wirklich verbrauchen können. Das klappt vor allem dann gut, wenn die Ertragskurve und die Verbrauchskurve möglichst deckungsgleich verlaufen. Ein Beispiel: Ein Industriebetrieb führt energieintensive Maschinen-Leistungstests durch. Prozessbedingt finden diese vor allem um die Mittagszeit statt. Das wäre ein perfekter Fall, weil gerade gegen zwölf Uhr die Sonneneinstrahlung gut ist. Ein professioneller Errichter kann auf die Ertragskurve mit seinem Team aus Planungsingenieuren Einfluss nehmen. Je nach Neigung und Ausrichtung der Dachanlage.

Strom selbst verbrauchen

Je höher die Menge an Kilowattstunden, die selbst genutzt wird, desto höher die Rendite. Faustregel: Selbst erzeugt kostet die Energie etwa sechs Cent pro Kilowattstunde, wer ihn aber kauft, bezahlt bis zu 26 Cent. Den Überschuss, also was am Vormittag anfällt, wenn beim Privatmensch keiner zu Hause ist, oder bei Firmen am Wochenende, geht gegen eine geringe Vergütung ins öffentliche Netz. Hier bekommt man zehn Cent rückvergütet. Modelle, bei denen 100 Prozent des Ertrags eingespeist wird, lohnen sich in Deutschland nicht mehr.

Seite zwei: Lasten verschieben

Weiter lesen: 1 2

Ihre Meinung



 

Versicherungen

Grauer Kapitalmarkt: Anbieter fischen in sozialen Medien

Über Facebook, Instagram & Co. bauen fragwürdige Unternehmen Kontakt zu jungen Interessenten auf und wollen sie für ihre Geldanlagen gewinnen. Die Marktwächter-Experten der Verbraucherzentrale Hessen stellten fest, dass die untersuchten Angebote undurchsichtig sind. Oft scheinen Schneeballsysteme dahinter zu stecken.

mehr ...

Immobilien

Trendbarometer 2019: Es wird nicht so gut bleiben, wie bislang

Der deutscher Gewerbeimmobilienmarkt ist im europäischen Vergleich attraktiv. Stagnierende Margen und die Neugeschäftsentwicklung zeichnen eine leichte Eintrübung. Deshalb rücken nun zunehmend mehr B-Städte in den Fokus. Welchen Einfluss zudem die Digitalisierung besitzt. 

mehr ...

Investmentfonds

Energiewende: Das ist jetzt von Vermögensverwaltern gefordert

Enormer Erfolg grüner Parteien bei den Wahlen zum Europaparlament oder auch die Fridays for Future-Bewegung – das Thema Klimawandel ist in aller Munde. Zugleich mehren sich die Rufe nach stärkeren politischen Maßnahmen. Ein Kommentar von Eva Cairns, ESG Investment Analyst bei Aberdeen Standard Investments.

mehr ...

Berater

Bundesrat billigt neue Regeln für Wertpapierhandel

Ab 21. Juli 2019 gilt europaweit die EU-Prospektverordnung. Sie soll für mehr Anlegerschutz sorgen: durch bessere Informationen bei Angebot und Zulassung im Wertpapierhandel an den Börsen. Die vom Bundestag dazu beschlossenen innerstaatlichen Änderungen hat der Bundesrat am 7. Juni 2019 abschließend gebilligt.

mehr ...

Sachwertanlagen

hep erwirbt ein zweites Solarprojekt in Japan

Der Publikumsfonds „HEP – Solar Portfolio 1“ erwirbt ein zweites Solarprojekt in Japan. Die Fertigstellung der Anlage soll Mitte 2020 stattfinden.

mehr ...

Recht

OLG Celle: Anlagevermittler muss Schadensersatz leisten

Ein Finanzanlagenvermittler ist aufgrund eines Prospektfehlers Schadensersatz pflichtig. Dies urteilt nun das Oberlandesgericht Celle in einem von der Kanzlei Aslanidis, Kress und Häcker-Hollmann geführten Verfahren. Was das Urteil für Andere bedeutet. 

mehr ...