Solarkraft: Wie Eigenheimbesitzer und Gewerbetreibende profitieren

In Solarprojekte zu investieren, bringt oftmals eine bessere Rendite als Festgeld und ist mit Aktienpaketen durchaus vergleichbar. Insgesamt locken Gewinne im höheren einstelligen bis unteren zweistelligen Bereich. Gastbeitrag von Björn Lamprecht, Goldbeck Solar

Bjoern Lamprecht Goldbeck Solar
Björn Lamprecht: „Wichtig ist, Größe, Standort und Ausrichtung eines Sonnenkraftwerks professionell anzupassen. Denn nur, wenn alle Faktoren passen, sind zweistellige Renditen realistisch.“

Vermittler, die Anteile an Solarprojekten in Deutschland oder Europa anbieten, helfen in der Regel bei der Finanzierung gleich mit. Hier können Anleger entweder persönlich finanzieren oder eine reine Projektfinanzierung abwickeln. Sinn machen solche Anlagen nicht nur für Weltverbesserer und Autarkie-Fans. Obwohl dies neben dem Cashflow zusätzliche Argumente sind, in grüne Projekte oder die Anlage auf dem eigenen Dach zu investieren.

Kraftwerk richtig aufsetzen

Wer sein Kraftwerk richtig aufsetzt und eigenen Solarstrom verbraucht, spart hohe Stromkosten. Denn der günstig erzeugte grüne Strom ersetzt die volatilen Preise der Versorger. Und ist die Anlage nach durchschnittlich sieben Jahren abbezahlt, kostet die Energie vom Dach gar nichts mehr.

Hohe Eigenverbrauchsquoten sind inzwischen Standard. Das heisst, dass Besitzer einer Photovoltaik-Anlage mehr als 90 Prozent ihres Sonnenstroms auch wirklich verbrauchen können. Das klappt vor allem dann gut, wenn die Ertragskurve und die Verbrauchskurve möglichst deckungsgleich verlaufen. Ein Beispiel: Ein Industriebetrieb führt energieintensive Maschinen-Leistungstests durch. Prozessbedingt finden diese vor allem um die Mittagszeit statt. Das wäre ein perfekter Fall, weil gerade gegen zwölf Uhr die Sonneneinstrahlung gut ist. Ein professioneller Errichter kann auf die Ertragskurve mit seinem Team aus Planungsingenieuren Einfluss nehmen. Je nach Neigung und Ausrichtung der Dachanlage.

Strom selbst verbrauchen

Je höher die Menge an Kilowattstunden, die selbst genutzt wird, desto höher die Rendite. Faustregel: Selbst erzeugt kostet die Energie etwa sechs Cent pro Kilowattstunde, wer ihn aber kauft, bezahlt bis zu 26 Cent. Den Überschuss, also was am Vormittag anfällt, wenn beim Privatmensch keiner zu Hause ist, oder bei Firmen am Wochenende, geht gegen eine geringe Vergütung ins öffentliche Netz. Hier bekommt man zehn Cent rückvergütet. Modelle, bei denen 100 Prozent des Ertrags eingespeist wird, lohnen sich in Deutschland nicht mehr.

Seite zwei: Lasten verschieben

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