24. Oktober 2019, 16:18
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Draghi: Viel erreicht, aber nicht alles gelungen   

Unter dem Strich hat Mario Draghi in schwierigen Zeiten einen guten Job in Sachen Stabilisierung der Eurozone gemacht. Seine größte Leistung vollbrachte er mit seiner „Whatever it takes“-Politik, die ihn gewissermaßen zum „Retter des Euros“ machte. Ein Beitrag von Robert Greil, Chefstratege bei Merck Finck Privatbankiers.

Merck-Finck-Privatbankiers Robert-Greil Chefstratege in Draghi: Viel erreicht, aber nicht alles gelungen   

Letztendlich hat seine Politik aber auch zur „Abschaffung des Zinses“ entscheidend beigetragen. Und das Hauptziel der EZB-Preisstabilitätspolitik, annähernd zwei Prozent Inflation in der Eurozone herbeizuführen, wurde meist nicht erreicht. Die EZB-Inflationsprognosen für 2020/21 von 1,0% / 1,5% deuten darauf hin, dass dieses Ziel auch die nächsten beiden Jahre nicht annähernd erreicht wird.

Aber vielleicht wäre die Eurozone ohne Draghi längst in der Deflation und damit noch mehr in „japanischen“ Schwierigkeiten, als sie es bereits ist.

Mit seiner entschlossenen QE-Politik, die er gegen manche Widerstände durchgesetzte, hat er hoch verschuldete Staaten wie nicht zuletzt sein eigenes Heimatland „gerettet“.

Draghi nützte heute nochmal die Gelegenheit, eine Banken- und Kapitalmarktunion in der Eurozone sowie eine wachstumsfreundlichere Fiskalpolitik von Regierungen mit Spielraum zu fordern – Berlin wird Letzterem aus meiner Sicht aber erst dann nachkommen, wenn sich der Konjunkturtrend noch deutlich mehr eintrübt – als Hauptrisiko erwähnte Draghi eine weitere Abschwächung der Wirtschaft.

Foto: Merck Finck

Ihre Meinung



 

Versicherungen

BdV: “Mehr als ein Viertel der untersuchten Unternehmen hat ernsthafte Probleme”

Die Lage der Lebensversicherer ist angespannt. Das geht aus der Analyse der aktuellen Solvenzberichte (SFCR) hervor, die der Bund der Versicherten e. V. (BdV) gemeinsam mit der Zielke Research Consult GmbH veröffentlicht hat. Dabei zeigen sich große Unterschiede bei den Solvenzquoten, der Gewinnerwartung, dem Überschussfonds und der Risikomarge. „Die Branche driftet auseinander. Mehr als ein Viertel der untersuchten Unternehmen hat ernste Probleme“, sagt BdV-Vorstandssprecher Axel Kleinlein.

mehr ...

Immobilien

Online-Portale von Immobilienmaklern im Test

Besonders in den Großstädten gilt: Wohnraum ist knapp und die Suche nach einer neuen Immobilie – sei es zur Miete oder zum Kauf – zerrt an den Nerven. Wer dabei auf professionelle Hilfe setzt, kann sich neben überregionalen Makler-Ketten auch an einen der zahlreichen Anbieter vor Ort wenden, die mit der regionalen Situation und den Marktpreisen bestens vertraut sein sollten. Ob die Websites der Makler vor Ort eine Verbraucherempfehlung sind, zeigt ein Test des Deutschen Instituts für Service-Qualität.

mehr ...

Investmentfonds

Reges Interesse an Unternehmensteilen von Wirecard

Für die Teile des insolventen Zahlungsabwicklers Wirecard gibt es nach Angaben des vorläufigen Insolvenzverwalters ein reges Interesse unter Investoren.

mehr ...

Berater

DSGVO: Neuer Branchenstandard für Versicherungsmakler

Auf Initiative des AfW Bundesverband Finanzdienstleistung ist gemeinsam mit der beim AfW angesiedelten Initiative “Pools für Makler” und mit Unterstützung weiterer Partner wie der Allianz eine DSGVO-konforme Einwilligungserklärung erarbeitet worden.

mehr ...

Sachwertanlagen

Zweitmarkt: Umsatz gestiegen, Kurse gefallen

Die Fondsbörse Deutschland Beteiligungsmakler AG verzeichnet im Juni bezüglich der Anzahl der Transaktionen und des Nominalumsatzes eine leichte Belebung des Zweitmarkts für geschlossene Fonds. Der Durchschnittskurs sank hingegen zum dritten Mal in Folge.

mehr ...

Recht

Urteil: Haushaltsführungsschaden kennt keine Altersgrenze

Nach einem Verkehrsunfall kann man Anspruch auf eine vierteljährlich zu zahlende Rente haben – der sogenannte Haushaltsführungsschaden. Diese Zahlung ist nicht auf ein Höchstalter begrenzt. Das geht aus einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Frankfurt hervor (Aktenzeichen: 22 U 82/18), von der die Arbeitsgemeinschaft Verkehrsrecht des Deutschen Anwaltvereins (DAV) berichtet.

mehr ...