12. August 2019, 08:00
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„Uns steht ein heißer Börsenherbst bevor“

Gemessen an seinem Volatilitätsindex schwankte der DAX diese Woche so stark wie seit Jahresbeginn nicht mehr. Hauptursache dafür sei immer noch Trumps Handelspolitik sowie der Brexit-Showdown. Ein Kommentar von Robert Greil, Chefstratege von Merck Finck Privatbankiers.

Robert-Greil Chefstratege-Merck-Finck-Co-Kopie in „Uns steht ein heißer Börsenherbst bevor“

Robert Greil, Chefstratege von Merck Finck Privatbankiers

Und nicht nur der DAX: „Trumps Zoll-Hammer und Chinas Yuan-Retourkutsche haben ein kleines Börsenbeben ausgelöst“, sagt Robert Greil. „Und das dürfte es auch noch nicht gewesen sein: Uns steht ein heißer Börsenherbst bevor“, meint der Chefstratege von Merck Finck Privatbankiers.

“Handelspolitik dürfte weiter zentraler Auslöser für Unruhe bleiben”

Greil weiter: „Trumps Handelspolitik dürfte weiterhin der zentrale Auslöser für Unruhe an den Finanzmärkten bleiben.” Noch sei auch ungewiss, was Trump etwa gegenüber der EU noch plane.

„Darüber hinaus dürfen wir weitere politische Themen nicht vergessen, wie den Brexit-Showdown oder die immer wahrscheinlicheren Neuwahlen in Italien. Gemeinsam mit zunehmenden Rezessionsbedenken gibt es also genügend Zündstoff für weitere Pulsattacken an den Börsen – und damit erhöhte Schwankungen und stärkere Ausschläge.“

Kein Wandel erwartet

Konjunkturell spannend wird es kommende Woche in Deutschland vor allem am Mittwoch: dann veröffentlicht das Statistische Bundesamt seine erste Schätzung für das Wirtschaftswachstum im zweiten Quartal. Wir rechnen in etwa mit demselben Niveau wie im ersten Quartal.

Dennoch könnte das Wachstum im Vergleich mit den ersten drei Monaten sogar leicht negativ ausfallen, nicht zuletzt aufgrund von Sondereffekten.

Das würde definitiv für Schlagzeilen sorgen. Ansonsten stehen am Dienstag die ZEW-Konjunkturerwartungen für August sowie die finale Juli-Inflation auf der deutschen Agenda.

Woche der Wahrheit steht bevor

Für die gesamte Eurozone wichtig sind am Mittwoch die zweite Schätzung der Wirtschaftsleistung im zweiten Quartal und die Industrieproduktion im Juni sowie am Freitag die Handelsbilanz für denselben Monat.

In den USA folgen auf die Inflationsdaten für Juli (Dienstag) am Donnerstag Produktions- und Einzelhandelszahlen für Juli. Immobilienmarktdaten und das Michigan Verbrauchervertrauen schließen am Freitag die Woche ab.

In Asien sind Chinas Juli-Zahlen für die Industrie und den Einzelhandel am Mittwoch das Highlight.

Handelsstreit: Immernoch Hauptgrund für Unruhe an den Börsen

„Trumps Zoll-Hammer und Chinas Yuan-Retourkutsche haben ein kleines Börsenbeben ausgelöst. Und das dürfte es auch noch nicht gewesen sein: Uns steht ein heißer Börsenherbst bevor.“

„Trumps Handelspolitik dürfte weiterhin der zentrale Auslöser für Unruhe an den Finanzmärkten bleiben. Es ist auch ungewiss, was Trump etwa gegenüber der EU noch plant. Darüber hinaus dürfen wir weitere politische Themen nicht vergessen, wie den Brexit-Showdown oder die immer wahrscheinlicheren Neuwahlen in Italien.

Gemeinsam mit zunehmenden Rezessionsbedenken gibt es also genügend Zündstoff für weitere Pulsattacken an den Börsen – und damit erhöhte Schwankungen und stärkere Ausschläge.“

Foto: Merck Finck & Co.

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