Überschussbeteiligung: Domino-Effekt hält sich in Grenzen

Nachdem die Marktführerin Allianz erstmals seit sechs Jahren die Verzinsung der Sparanteile ihrer Kunden in der Lebensversicherung reduziert hatte, war zu befürchten, dass der Rest der Branche folgt. Inzwischen steht fest: Die meisten Versicherer halten ihre Zinsen im kommenden Jahr konstant. Einige Schwergewichte haben allerdings Abstriche gemacht.

dominoeffektBei mehr als der Hälfte der Gesellschaften, die bislang ihre Deklarationen gemacht haben, bleibt im kommenden Jahr alles beim Alten. Von den Großen der Branche haben indes einige die Messlatte tiefer gelegt: Neben der Allianz korrigierten R+V, Debeka, Württembergische sowie die Ergo-Versicherer Hamburg-Mannheimer und Victoria ihre Verzinsungen nach unten.

Fortis und Deutscher Ring trotz Reduzierung über Branchenschnitt

Weitere Unternehmen, die ihre Verzinsung herunterfahren, kommen nach und nach aus der Deckung. So hat die Fortis Leben, bislang mit 4,85 Prozent laufender Verzinsung unter den Spitzenreitern der Branche, auf 4,7 Prozent abgesenkt. Auch bei der Deutscher Ring Lebensversicherung bekommen Kunden im nächsten Jahr etwas weniger. Die Überschussbeteiligung fällt mit 4,5 Prozent um 0,1 Prozent geringer aus als im Vorjahr.

Signal Iduna und Inter Risk konstant

Unterdessen haben Signal Iduna und Inter Risk bekanntgegeben, ihre Verzinsung stabil zu halten. Die Dortmunder beteiligen ihre Kunden unverändert mit 4,3 Prozent an den Überschüssen, der Österreichische Maklerversicherer mit Deutschland-Sitz in Wiesbaden bleibt konstant bei 4,4 Prozent.

Laut Berechnungen des Handelsblatts schreiben die deutschen Lebensversicherer ihren Kunden nach bisherigem Stand im Schnitt 4,18 Prozent gut. Im Vorjahr lag die Überschussbeteiligung durchschnittlich noch bei 4,29 Prozent. (hb)

Foto: Shutterstock

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