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4. Februar 2014, 08:26
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Serious-Illness-Police: Für Selbständige eine echte Alternative zur BU

Die Szenarien sind vielschichtig: ein Herzinfarkt mit der Folge eingeschränkter Leistungsfähigkeit oder die Diagnose Krebs mit ungewisser Prognose. Gegen die Wechselfälle des Lebens ist niemand gefeit. Primäres Ziel im Rahmen jeder Beratung sollte die Absicherung der beruflichen Tätigkeit der zu versichernden Person sein.

Gastbeitrag von Dr. Christian Kirsch, Zurich Leben

Absicherung

Häufig finden sich finanzielle oder gesundheitliche Umstände, die eine Absicherung der Berufstätigkeit nicht (mehr) zulassen. In diesen Fällen kann die Serious-Illness-Deckung die bessere Alternative sein.

Allerdings gehören die Zeiten übersichtlicher Produktangebote mit einheitlichen Bedingungswerken längst der Vergangenheit an. Heute ist der Berater aufgefordert, zwischen “klassischer” Berufsunfähigkeitsabsicherung (BU), “Dread Disease“, Pflege-, Grundfähigkeits- und Erwerbsunfähigkeits-absicherung (EU) sowie vielem mehr, den Beratungsspagat zum Wohle seiner Kunden zu bewältigen.

Zu Beginn einer fundierten, kundenorientierten Beratung steht die detaillierte Analyse der Versorgungs-Ist-Situation. Anschließend werden die Vorstellungen des Kunden abgefragt und mit der Analyse des Beraters abgeglichen.

Primäres Ziel: Absicherung der beruflichen Tätigkeit

Primäres Ziel sollte die Absicherung der beruflichen Tätigkeit der zu versichernden Person sein. Der durch Krankheit oder Körperverletzung ausgelöste Verlust des Arbeitsplatzes verbunden mit den finanziellen Einbußen, ist das höchste Risiko, das dem Einzelnen droht. Denn es fehlt nicht allein das Einkommen während der Berufsunfähigkeit. In dieser Zeit werden auch keine Rentenansprüche auf dem Niveau der bisherigen Tätigkeit aufgebaut: es droht die Altersarmut.

Häufig finden sich hingegen finanzielle oder gesundheitliche Umstände, die eine Absicherung der Berufstätigkeit nicht (mehr) zulassen: Der Kunde kann den Beitrag für eine angemessene Rentenleistung nicht aufbringen. Oder der Vertragsabschluss mit Ausschlussklausel erscheint wenig zielführend, da im Zweifel BU gerade aufgrund der ausgeschlossenen Umstände eintritt: der Kunde hätte Beiträge gezahlt, ohne im Bedarfsfall Leistungen zu erhalten.

Serious-Illness-Deckung im Rahmen der Beratung berücksichtigen

In diesen Fällen kann die Wahl einer Serious-Illness-Deckung (SI) die bessere Alternative sein. Bei diesem Produkt ist der Versicherungsfall nicht an die Fähigkeit zur Ausübung eines Berufs gebunden, sondern allein an den Eintritt einer versicherten Erkrankung.

Nicht jede Erkrankung führt auch zur Berufsunfähigkeit und vor allem: nicht jede/r Erkrankte will seinen Beruf aufgeben. Für Selbständige und Freiberufler kann die SI die bessere Wahl sein, denn sie treffen möglicherweise umfangreiche Umorganisationsverpflichtungen, bevor die BU überhaupt zahlen würde.

Serious-Illness: Einmalige Kapitalzahlung

Hinzu kommt, dass die Leistung der SI in der Regel aus einer einmaligen Kapitalzahlung besteht. Diese ermöglicht es dem Versicherten unter Umständen überhaupt erst, für sich selbst eine Überlebensperspektive zu schaffen, indem er das Geld zum Beispiel für spezielle, von seiner Krankenversicherung nicht gedeckte Therapien verwendet, der den krankheitsgerechten Umbau von Wohnung oder Auto finanziert. Ist der Versicherte selbständig, kann durch die Investition in sein Unternehmen dessen Fortbestand sichern.

Kritische Bedarfsanalyse ist fundamental

Schließlich mag es im Einzelfall sinnvoll sein, die unterschiedlichen Deckungen in unterschiedlicher Ausprägung nebeneinander abzuschließen. Entscheidend bleibt die kritische Bedarfsanalyse unter Berücksichtigung der finanziellen Möglichkeiten, den gewünschten Versicherungsschutz auch langfristig aufrecht erhalten zu können.

Die Dokumentation der Entscheidungsfindung in einem möglichst detaillierten Beratungsprotokoll leistet abschließend einen wesentlichen Beitrag, das eigene Haftungsrisiko zu minimieren.

Autor ist Dr. Christian Kirsch, Rechtsanwalt und Chief Underwriting Officer bei Zurich Leben.

Foto: Zurich

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1 Kommentar

  1. fgaf

    Kommentar von petropouloos — 5. Februar 2014 @ 10:36

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