7. Januar 2014, 11:19
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Maklernachwuchs: Positiven Branchenwandel kommunizieren

Um das Interesse des potenziellen Nachwuchses am Maklerberuf zu wecken, gilt es nicht nur die direkte Ansprache zu nutzen. Es muss versucht werden, den Wandel innerhalb der Branche hin zu mehr Qualität zu kommunizieren.

Ausbildung

Potenzielle und aktive Vermittler sollten auf die bedeutende sozialpolitische Rolle der Versicherungsvermittler in Deutschland hingewiesen werden.

“Leider sind die enormen Veränderungen, die in den Vertriebsunternehmen stattgefunden haben, in der Öffentlichkeit und in der Politik noch nicht ausreichend wahrgenommen worden. Immer noch dominieren Berichte über unappetitliche Incentives oder krasse Drückermethoden das Bild nach außen”, meint Lüder Mehren, Vorstandsvorsitzender Votum Verband unabhängiger Finanzdienstleistungs-Unternehmen in Europa e.V.

Der Bundesverband Deutscher Versicherungskaufleute (BVK) startete vor über zwei Jahren das Projekt “Ehrbarer Kaufmann“. Ziel des Projekts ist es allen Vermittlern eine zukunftsweisende Identifikationsplattform für ihre Berufsausübung zu verschaffen und gleichzeitig auf die bedeutende sozialpolitische Rolle der Versicherungsvermittler in Deutschland hinzuweisen.

Regulierung als Chance

Ein weiterer Schritt in die richtige Richtung könnte auch die Brancheninitiative “gut beraten” sein, die von Vermittlerverbänden und der Versicherungsbranche ins Leben gerufen wurde, um durch ein Zertifizierungssystem die Weiterbildung der Berater zu fördern und so auch der Branche zu einem besseren Image zu verhelfen.

“Immerhin liegt der Weiterbildungsanspruch hier bei fünf Fortbildungstagen pro Jahr. Das ist mehr als die meisten Branchen und Unternehmen erreichen und liegt auf dem Niveau von Ärzten und Rechtsanwälten”, erläutert Votum-Vorsitzender Mehren.

Die Initiative ist in der Branche auf ein positives Echo gestoßen, so wollen zahlreiche Verbände und Maklerpools ihre Mitglieder und Partner bei ihren Weiterbildungsbemühungen unterstützen. Obwohl die Initiative offiziell erst Anfang dieses Jahres startet, hatten Vermittler schon seit Herbst 2013 die Möglichkeit Weiterbildungspunkte, beispielsweise bei der DKM, zu sammeln, die ihrem “gut beraten”-Konto gutgeschrieben werden.

Durch Einführung der Initiative wird nicht nur die Beratungsqualität langfristig erhöht beziehungsweise gehalten, die freiwillige Verpflichtung zur Weiterbildung greift auch etwaigen Gesetzen aus Brüssel vor.

Berufszulassungshürden für Neueinsteiger abschreckend

Die Branche stand in den letzten Jahren im Fokus der Gesetzgeber und wurde mit neuen Regularien belegt. Alle von Cash. befragten Branchenmitglieder begrüßen prinzipiell die mit der Regulierung einhergehende Professionalisierung.

Dennoch wird die Regulierung und ihre Auswirkungen auch kritisch betrachtet. Wirken doch die höheren Eintrittsbarrieren zunächst auch wachstumshemmend, da die Berufszulassungshürden für Neueinsteiger abschreckend wirken.

“Die gestiegenen Qualifikationsanforderungen, die wir ausdrücklich unterstützen, stärken das Berufsbild des Vermittlers und wirken sich positiv auf dessen Image aus. Aber die fortschreitende Regulierung und die damit einhergehende Einschränkung der unternehmerischen Freiheit durch den Gesetzgeber wird zur Folge haben, dass der jetzt schon bestehende Mangel an Versicherungsvermittlern weiter ansteigt”, warnt BVK-Präsident Michael H. Heinz.

Seite zwei: Strukturvertriebe als Nachwuchsfabriken

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1 Kommentar

  1. Zur Nachwuchsförderung gehört jedoch auch dem Nachwuchs den finanziellen Rückhalt zu geben um ein Maklerbüro aufzubauen.

    Leider kann nicht jede Neugründung direkt einen großen Bestand oder ein dickes Kapital mitbringen und bei den Banken hört man gerne “Mitbewerber fianzieren wir nicht”.

    Hier fehlt es noch etwas an Konzepten der Maklerverbände und vielleicht auch der Pools und Banken.

    Kommentar von Stephan Zdrojewski — 8. Januar 2014 @ 16:42

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