Anzeige
5. März 2014, 08:15
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Direktversicherung: Ordnung schaffen mit einer Versorgungsordnung

Die Direktversicherung durch Entgeltumwandlung gilt als einer der risikoärmsten Durchführungswege für die betriebliche Altersversorgung. Den Unternehmen ist allerdings oft nicht bewusst, dass auch dieser Durchführungsweg auf einer arbeitsrechtlichen Zusage des Arbeitgebers beruht, für die dieser haftet. Eine Versorgungsordnung zusätzlich zum Kollektivvertrag mit dem Versicherer schafft Klarheit und minimiert Haftungsrisiken.

Gastbeitrag von Andreas Buttler, febs Consulting GmbH

Entgeltumwandlung

“In der Versorgungsordnung legt der Arbeitgeber wesentliche Punkte fest, die im U-Kassen-Leistungsplan meistens gar nicht geregelt sind.”

Während für die arbeitgeberfinanzierte Betriebsrente fast immer eine Versorgungsordnung oder Betriebsvereinbarung existiert, regeln selbst große Unternehmen ihre Direktversicherungen durch Entgeltumwandlung häufig “nur” durch Abschluss eines Kollektivvertrages mit dem Versicherer.

Direktversicherung beruht auf arbeitsrechtlicher Zusage des Arbeitgebers

Den Unternehmen ist oft nicht bewusst, dass auch die Direktversicherung durch Entgeltumwandlung auf einer arbeitsrechtlichen Zusage des Arbeitgebers beruht, für die dieser haftet.

Die Grundlagen hierzu sollten vertraglich geregelt werden, insbesondere wenn der Arbeitgeber einen Zuschuss zur Entgeltumwandlung gewährt. Der Vertrag zwischen Versicherungsnehmer und Versicherer deckt solche Punkte nicht ab.

Regelungen zum Arbeitgeberzuschuss

Der Zuschuss orientiert sich oft daran, wieviel Sozialversicherungsbeiträge der Arbeitgeber aufgrund der Entgeltumwandlung spart. Das klingt einfach. Beim genaueren Hinsehen treten aber zahlreiche praktische Fragen auf, die in einer Versorgungsordnung geklärt werden sollten, zum Beispiel:

• Erhalten alle Mitarbeiter den gleichen Zuschuss oder bekommen Altgediente vielleicht mehr?

• Wird der Zuschuss nur gewährt, wenn tatsächlich Sozialversicherungsbeiträge eingespart werden? Also beispielsweise nicht auf Gehaltsteile über der Beitragsbemessungsgrenze? Oder auch nicht auf den Zusatzbeitrag von 1.800 Euro? Oder will man sich lieber die Arbeit sparen, das genau festzustellen und gibt pauschal auf alle Beiträge den gleichen Zuschuss?

• Wird der Zuschuss sofort gezahlt oder erst nach einer Wartezeit?

• Wird für den Zuschuss eine sofortige vertragliche Unverfallbarkeit gewährt oder rechnet man bei Ausscheiden vor Eintritt der gesetzlichen Unverfallbarkeit den Arbeitgeberanteil mühsam wieder heraus?

• Wird auch ein Zuschuss für Beiträge geleistet, die während Elternzeit oder anderer entgeltloser Zeiten aus privater Tasche gezahlt werden?

• Wie geht man mit bereits vorhandenen Verträgen um? Werden diese generell ebenfalls bezuschusst, selbst dann, wenn der Arbeitgeber bereits die Pauschalsteuer übernimmt? Was tun, wenn die steuerlichen Beitragshöchstgrenzen durch den Zuschuss überschritten werden?

Seite zwei: Nachlässigkeit kann teuer werden

Weiter lesen: 1 2 3

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 01/2019

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Fonds Finanz – Robotik – Moderne Klassik – Finanzanalyse

Ab dem 18. Dezember im Handel.

Cash. 12/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Goldfonds – Rock’n’Roll – Fondspolicen – Nachrangdarlehen

Versicherungen

Neuer Vertriebsvorstand für Interrisk: Stephan übernimmt

Die InterRisk bereitet sich frühzeitig auf einen Wechsel im Vorstand vor. Nach mehr als 33 Berufsjahren bei den InterRisk-Gesellschaften, davon 28 Jahre als verantwortlicher Vorstand für das Ressort „Vertrieb und Marketing“, wird Dietmar Willwert im Mai 2020 mit Erreichen der Altersgrenze planmäßig in Ruhestand gehen.

mehr ...

Immobilien

Hausbau: Wie sich Bereitstellungszinsen gering halten lassen

Bereitstellungszinsen können sich beim Hausbau schnell zum Kostentreiber entwickeln. Vor allem in der aktuell angespannten Marktsituation, wo Bauarbeiten oft erst sechs bis neun Monate nach Unterzeichnung des Vertrags beginnen, sollte man auf diese Extragebühren beim Baukredit besonders achten.

mehr ...

Investmentfonds

Ende des Handelskriegs?

China wählt einen ungewöhnlichen Weg, um den Handelsstreit mit den USA zu beenden. Nach Berichten des Nachrichtenportals “Bloomberg” will das Land US-Waren kaufen, um das Defizit auszugleichen. Das Angebot sei bereits von Anfang Januar.

mehr ...

Berater

Recruiting: Mit Jobstory die Richtigen finden

Die Suche nach Mitarbeitern ist nichts anderes als die Suche nach einem Lebenspartner. Wie kann dieses Unterfangen erfolgreich gestaltet werden?

Gastbeitrag von Hans Steup, Versicherungskarrieren

mehr ...

Sachwertanlagen

Kapital in zehn Jahren fast verfünffacht

Die Paribus-Gruppe hat die Fondsimmobilie des SCM Capital GmbH & Co. KG Renditefonds V – Hamburg Wohnen sowie abgespaltene Grundstücksteile verkauft. Der Gesamtrückfluss an die Fondsanleger ist beachtlich.

mehr ...

Recht

BVI: Studie bestätigt Kostentransparenz bei Fonds

Der deutsche Fondsverband BVI bewertet die jüngste ESMA-Studie zu Kosten und Wertentwicklung von Finanzprodukten für Privatanleger positiv.

mehr ...