Erfolgsstrategien: Darauf setzen die großen Maklerpools

Die Zusammenarbeit mit Maklerpools wird bei Vermittlern immer beliebter. Doch welche Strategie muss ein Maklerpool verfolgen um in diesen schwierigen Zeiten am Markt erfolgreich bestehen zu können?

Maklerpools brauchen gut definierte Strategien, um am Markt bestehen zu können.

Vollsortimenter versus spezialisierter Pool

Darüber, ob ein Vollsortimenter durch die breite Streuung seines Angebots – und damit auch des Risikos – das bessere Modell hat, als ein spezialisierter Pool, herrscht naturgemäß Uneinigkeit unter den befragten Maklerpools.

Das umsatzstärkste Unternehmen, der Münchener Maklerpool Fonds Finanz, ist ein Allfinanz-Pool und sieht sich durch die Erfahrungen der Vergangenheit in dieser Strategie bestärkt.

„Der Vorteil liegt auf der Hand – denn neue Regulierungen in einem der Segmente treffen uns dadurch weit weniger hart“, argumentiert Fonds Finanz-Geschäftsführer Nobert Porazik. „Unsere Erfahrung in den letzten Jahren hat genau das bestätigt.“

Positionierung verwässern

Auch die Pools Jung, DMS & Cie. (JDC), der Maklerverbund Fondskonzept und der Hamburger Maklerpool Maxpool setzen selbst auf eine breite Aufstellung, räumen jedoch ein, dass Spezialanbieter ebenso erfolgreich sein können.

Nach Ansicht von Oliver Pradetto, Geschäftsführer des Lübecker Maklerpools Blau Direkt, kann eine zu breite Aufstellung aber auch die Positionierung verwässern: „Es ist gut, mehrere Einnahmequellen zu haben. Dies muss aber gelingen ohne seine unternehmerische Identität zu verlassen. Wer seinen Partnern Büroartikel anbietet, nur weil er da auch noch ein paar Cent mitverdienen kann, steht am Ende für nichts mehr.“

Dass breite Aufstellung und Spezialisierung sich nicht unbedingt ausschließen, meint Karsten Dümmer, Vorstand des Hamburger Maklerpools Netfonds. Grundsätzlich habe sich im Laufe der Geschäftstätigkeit herausgestellt, dass ein breites Serviceportfolio wirtschaftliche Sicherheit bedeute. „Spezialist muss man aber auch bei einer breit gefächerten Aufstellung sein“, so Dümmler.

Service zählt

Für Jürgen Afflerbach, Vorstandsvorsitzender des Augsburger Maklerpools 1:1 Assekuranzservice (1:1), spielt die Konzentration auf die eigenen Kernkompetenzen eine entscheidende Rolle. Im Fall des Pools also die Vermittlung von Versicherungen. „Maklerpools müssen sich auf die Stärkung ihrer Kernkompetenz konzentrieren“, erläutert Afflerbach.

Hierbei sollten die Unternehmen in der Lage sein, ein individuell passendes Angebot für jeden potenziellen Partner bereitstellen zu können, so Afflerbach weiter. Allen – auch den potenziellen – Partnern das passende Angebot bieten zu können, ist sicherlich das Ziel aller Maklerpools. Doch wie muss ein solches Serviceangebot beschaffen sein, um die Bedürfnisse der Makler zu treffen?

Seite zwei: Partnern den Rücken freihalten

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