Das Jahresendgeschäft des Jahrhunderts ruft – ein Appell

Besser war die Zinssituation für einen Anlagekäufer in der Lebensversicherung niemals zuvor in der Geschichte der Bundesrepublik. Das ist Fakt. Eigentlich sollten wir nun loslaufen. Landauf, landab und es rausbrüllen: Jetzt noch den Mega-Zins sichern.

Die Pradetto-Kolumne

„Vielen mag der aktuelle Garantiezins von 1,75 Prozent arg wenig erscheinen. Ich empfehle einen Blick auf Sparbuch und Anleihen.“

Ich habe vor kurzem im Rahmen eines Round-Table-Gesprächs in der Cash.-Redaktion behauptet, dass wir das Jahresendgeschäft des Jahrhunderts vor uns haben. So sicher bin ich mir aktuell allerdings nicht mehr, denn gemeinsam können wir es noch verhindern.

Das Lebensversicherungsreformgesetz (LVRG) kommt und mit ihm eine Verringerung des Rechnungszinses. Wer künftig spart, erhält weniger Verzinsung – noch weniger. Man kann das bejammern, aber leugnen kann man es nicht: Wer ohnehin noch etwas für die Altersvorsorge tun will, der sollte es lieber jetzt tun.

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Garantiezins im Vergleich zu Sparbuch attraktiv

Dass der Garantiezins auf absehbare Zeit steigen wird, ist aufgrund der weltweiten demografischen Entwicklung schlicht nicht zu erwarten. Vielen mag der aktuelle Zins von 1,75 Prozent arg wenig erscheinen.

Ich empfehle einen Blick auf Sparbuch und Anleihen. Da wirkt der sichere Zins auf einmal wieder recht attraktiv. Und: Mit jeder weiteren zukünftigen Senkung werden wir uns nach den 1,75 Prozent inniger zurücksehnen.

Ich befürchte viele von uns werden dennoch die Hände in den Schoß legen, um lieber die im Zuge des LVRGs sinkenden Provisionen schon einmal vorab zu beklagen. Jammern war immer schon ein guter Weg, nichts zu tun und seine Kunden im Stich zu lassen.

Seite zwei: Lebensversicherung verteufeln ist keine Lösung

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