30. Oktober 2014, 09:31
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Das Jahresendgeschäft des Jahrhunderts ruft – ein Appell

Besser war die Zinssituation für einen Anlagekäufer in der Lebensversicherung niemals zuvor in der Geschichte der Bundesrepublik. Das ist Fakt. Eigentlich sollten wir nun loslaufen. Landauf, landab und es rausbrüllen: Jetzt noch den Mega-Zins sichern.

Die Pradetto-Kolumne

Lebensversicherung

“Vielen mag der aktuelle Garantiezins von 1,75 Prozent arg wenig erscheinen. Ich empfehle einen Blick auf Sparbuch und Anleihen.”

Ich habe vor kurzem im Rahmen eines Round-Table-Gesprächs in der Cash.-Redaktion behauptet, dass wir das Jahresendgeschäft des Jahrhunderts vor uns haben. So sicher bin ich mir aktuell allerdings nicht mehr, denn gemeinsam können wir es noch verhindern.

Das Lebensversicherungsreformgesetz (LVRG) kommt und mit ihm eine Verringerung des Rechnungszinses. Wer künftig spart, erhält weniger Verzinsung – noch weniger. Man kann das bejammern, aber leugnen kann man es nicht: Wer ohnehin noch etwas für die Altersvorsorge tun will, der sollte es lieber jetzt tun.

Garantiezins im Vergleich zu Sparbuch attraktiv

Dass der Garantiezins auf absehbare Zeit steigen wird, ist aufgrund der weltweiten demografischen Entwicklung schlicht nicht zu erwarten. Vielen mag der aktuelle Zins von 1,75 Prozent arg wenig erscheinen.

Ich empfehle einen Blick auf Sparbuch und Anleihen. Da wirkt der sichere Zins auf einmal wieder recht attraktiv. Und: Mit jeder weiteren zukünftigen Senkung werden wir uns nach den 1,75 Prozent inniger zurücksehnen.

Ich befürchte viele von uns werden dennoch die Hände in den Schoß legen, um lieber die im Zuge des LVRGs sinkenden Provisionen schon einmal vorab zu beklagen. Jammern war immer schon ein guter Weg, nichts zu tun und seine Kunden im Stich zu lassen.

Seite zwei: Lebensversicherung verteufeln ist keine Lösung

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5 Kommentare

  1. Spätestens jetzt sollten die Kunden die Finger lassen von den Lebensversicherungen. Und für die Berater wird es ab Januar wohl auch nicht mehr besonders lohnend die weiter zu verkaufen. Es gibt nun wirklich genügend Alternativen.

    Kommentar von Jan Lanc — 31. Oktober 2014 @ 12:30

  2. Sicher ist auch dem Schreiber bekannt, dass sich die 1,75% Zinsen nur auf den Sparanteil beziehen. Die tatsächliche Garantieverzinsung liegt somit, je nach Kosten, bei 0,75-1%. Dafür soll sich ein Kunde über Jahrzehnte binden? Bei mir wird es kein “Jahrhundertgeschäft” geben, denn ich rate meinen Kunden bereits seit Jahren von kapitalbildenden Lebens/-Rentenversicherungen ab. Jeder seriöse Makler sollte dies ebenfalls tun.

    Kommentar von s. niedermeier — 31. Oktober 2014 @ 11:09

  3. Wann verabschieden Sie sich endlich von der LV & Co. (Geldwerte) als Altersvorsorge??? Kosten, Inflation etc. sorgen doch für ein Minus am Ende im Portemonaie.
    Es gibt sehr viele sichere und ertragreiche Sachwertanlagen, die von Ihnen keinerlei Beachtung bekommen !

    Kommentar von Sven Drees — 31. Oktober 2014 @ 08:43

  4. Nette Story, aber inhaltlich leider nicht hilfreich. Kunden leben nicht von dem relativen Gewinn, sondern nur von echten Euros im Portemoine. Daher helfen auch nur echte Zinsen und Erträge.
    Und überhaupt. Garantien kosten Geld. Nächstes Jahr werden Garantien für die Verträge gesenkt, nicht deren Erträge. Besser wäre doch gar keine Garantie – dann bleiben auch mehr Zinsen übrig und am Ende hätten alle mehr davon.

    Kommentar von N. Argubi — 30. Oktober 2014 @ 14:54

  5. Leider wurde hier mal wieder der Fehler gemacht den Rechnungszinsreduktion mit einer Verzinsung auf der Bank gleichzusetzen. Wir leben leider nicht in einer Welt ohne Kosten und Gebühren und verdienen wollen die Vermittler ja auch etwas. Wir brauchen uns nicht wundern wenn die Presse zur Lebensversicherung und Altersvorsorgeberatung so ist wie Sie ist.
    MfG
    C.Meier

    Kommentar von C.Meier — 30. Oktober 2014 @ 13:14

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