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5. Juni 2014, 08:30
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bAV-Belebung durch Opting-out-Modelle

Erklärtes Ziel der Großen Koalition ist es, die geringe Verbreitung der bAV in kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) zu erhöhen. Branchenexperten wollen die Betriebsrente in Gestalt eines sogenannten Opting-out-Modells zu einem Obligatorium im Arbeitsvertrag machen.

Opting-out

Rüdiger Bach, R+V Personenversicherungen: “Insbesondere für kleine und mittlere
Unternehmen bietet Opting-out die Chance für eine höhere Durchdringung.”

Folgt man der Postbank-Studie “Altersvorsorge in Deutschland 2013/2014” ist die betriebliche Altersversorgung in der Gunst der Bundesbürger während der letzten zehn Jahre deutlich gestiegen. Mehr als die Hälfte aller Berufstätigen sieht demnach die bAV als “ideale Form der Alterssicherung”.

Seit 2003 habe sich die Beliebtheit damit kontinuierlich und um insgesamt mehr als ein Drittel gesteigert, teilte die Postbank im Oktober 2013 mit. In selbiger Studie spricht sich eine deutliche Mehrheit der Befragten dafür aus, eine gesetzliche Pflicht für Arbeitnehmer zum Abschluss einer bAV zu schaffen. Ein sogenanntes Obligatorium stößt auch bei Altersvorsorgeforscher Rürup auf Zustimmung.

Automatische Entgeldumwandlung

In seiner Studie befürwortet der Rentenexperte ein Tarifvertragsmodell, wonach in allen Arbeitsverträgen eine automatische steuer- und beitragsfreie Umwandlung von vier Prozent des Brutto-Einkommens in eine Betriebsrentenanwartschaft erfolgen soll.

Nur wenn die Beschäftigten dieser Regelung ausdrücklich widersprechen, gibt es keine Entgeltumwandlung. Diese als Opting-out-Modell bekannte Regelung ist in der bAV-Fachwelt schon seit vielen Jahren Gegenstand zahlloser Diskussionen.

Allerdings wurde die Debatte jüngst wieder befeuert, weil die Bundesregierung im Koalitionsvertrag vereinbart hat, die bAV stärken zu wollen – von der ebenfalls steuerlich geförderten Riester-Rente ist hingegen keine Rede mehr.

Großen Koalition stützt bAV

Erklärtes Ziel der Großen Koalition ist es, die geringe Verbreitung der bAV in kleinen und mittleren Unternehmen zu erhöhen. Man wolle prüfen, “inwieweit mögliche Hemmnisse” abgebaut werden können, heißt es.

Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles (SPD) hat sich allerdings noch nicht festgelegt, ob und inwiefern Opting-out-Modelle dabei eine Rolle spielen sollen. Dass die Betriebsrente vor allem im Mittelstand neue Anschubkräfte benötigt, ist unter bAV-Experten unumstritten.

Die Marktdurchdringung der betrieblichen Altersversorgung in den mittelständischen Betrieben “kommt nicht richtig voran”, konstatiert die im März 2014 erschienene Studie “Betriebliche Altersversorgung im Mittelstand” der Generali Versicherungen und des F.A.Z.-Instituts.

Danach berichteten die Ende 2013 befragten Personalverantwortlichen, dass durchschnittlich 62,6 Prozent der Topmanager mindestens ein bAV-Angebot des Arbeitgebers nutzten. Im Vergleich zu den beiden Vorjahren ist dies bestenfalls als Stillstand zu bezeichnen (2012: 61,5 Prozent; 2011: 62,9 Prozent). Der entsprechende Wert für das mittlere Management stieg zwar geringfügig gegenüber 2011 und 2012 auf nunmehr 51 Prozent.

Seite zwei: Opting-out gegen bAV-Stagnation

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1 Kommentar

  1. […] einer von der Deutschen Postbank AG in Auftrag gegebenen Studie mit dem Titel „Altersvorsorge in Deutschland 2013/2014“ bezeichneten 52 Prozent der Berufstätigen in Deutschland ab 16 Jahre die bAV als „ideale Form […]

    Pingback von Faktencheck - Die betriebliche Altersvorsorge (bAV) - Nur Bares ist Wahres! — 20. Mai 2017 @ 10:58

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