26. Januar 2015, 10:12
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Nachwuchsmangel: Generation Y ungelöst

Die von Cash. hierzu befragten Maklerpools und Verbände bestätigen den Altersdurchschnitt von 50 Jahren. Die für Vertriebe tätigen Berater sind laut Unternehmensangaben durchschnittlich 40 Jahre alt.

“Den zukünftigen Nachwuchsmangel sehen wir in erster Linie aus der demografischen Entwicklung herrührend, weil die Anzahl der jüngeren im Verhältnis zu den älteren Menschen sich deutlich verändert”, meint Dr. Hans-Georg Jenssen, geschäftsführender Vorstand des Verbands Deutscher Versicherungsmakler e.V. (VDVM).

Doch der demografische Wandel ist nicht der einzige Grund. Die Finanz- und Versicherungsbranche scheint nicht gerade das Traumziel junger Menschen zu sein. Glaubt man einer Umfrage der Unternehmensberatung Consulting Cum Laude unter 1.000 Vertretern der 18- bis 32-Jährigen, gehören Banken und Versicherer hinter Unternehmensberatungen sowie Handels- und Dienstleistungsunternehmen zu den unbeliebtesten Arbeitgebern bei Studenten, Absolventen und Berufseinsteigern.

Produktskandale treffen Vermittler in voller Härte

Die Branche hat nicht zuletzt durch Bordellreisen, gerichtliche Entscheidungen zu Falschberatungen und Provisionsexzesse ein Imageproblem. Insbesondere Berater, die als Branchenvertreter den direkten Kontakt zu den Verbrauchern haben, leiden unter dem angeschlagenen Image.

“Jeder Produktskandal trifft leider die Vermittler in voller Härte, auch wenn sie wie im Falle von Prokon völlig unbeteiligt sind”, bestätigt Frank Rottenbacher, Vorstand des AfW Bundesverband Finanzdienstleistung e.V.

Das Vertrauen der Bundesbürger in Finanzberater sinkt mit jedem Skandal. Laut der Studie “European Trusted Brands” aus dem letzten Jahr liegen sie im Ranking der vertrauenswürdigsten Berufe Deutschlands vor Politikern auf dem vorletzten Platz. Seit der Untersuchung im Jahr 2011 sind sie um zwei Ränge abgestiegen.

“Es ist völlig klar, dass die Versicherungswirtschaft insgesamt und insbesondere die Versicherungsvermittlung unter einem angeschlagenen Image massiv leiden”, meint auch VDVM-Vorstand Jenssen. (jb)

Den vollständigen Artikel lesen Sie in der aktuellen Cash.-Ausgabe 02/2015.

Foto: Shutterstock

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