Anzeige
Anzeige
19. Januar 2015, 08:30
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

VSH: Wenn Vermittlern ein Berufsverbot droht

Kündigen VSH-Versicherer schadensbedingt, kommt der Vermittler schnell unter Zeitdruck. Um nicht Gefahr zu laufen seine Zulassung zu verlieren, sollten Vermittler für den Fall der Fälle vorgesorgt haben. Es kann jeden treffen.

Gastbeitrag von Ralf Werner Barth, Vereinigung zum Schutz für Anlage- und Versicherungsvermittler (VSAV)

Vermögensschadenhaftpflichtversicherung: Wenn Vermittlern ein Berufsverbot droht

Ralf Werner Barth: “Bei Vermittlern, denen bereits häufiger schadensbedingt gekündigt wurde, reagieren die Gesellschaften zuweilen mit Ablehnung oder Angeboten mit exorbitant hohen Prämien.”

Schadensmeldung. Manchmal nur eine kleine, manchmal auch eine größere Katastrophe! Ganz gleich, ob der Vermittler schuldhaft gehandelt hat oder nicht. Zwar rettet ihn und seinen Kunden eine ausreichend hohe Vermögensschadenhaftpflichtversicherung (VSH) vor Verlusten. Aber die Gefahr nach einer Schadensregulierung kann eine im Anschluss darauf erfolgende schadensbedingte Kündigung sein. Die Folgen für den Vermittler wären fatal: Derartige Kündigungen werden in der Regel mit einer Frist von einem Monat wirksam.

Zudem meldet der Versicherer die Beendigung des Vertrages pflichtgemäß umgehend an das Vermittlerregister. Betroffene Vermittler müssen dort innerhalb von nur vier Wochen eine neue VSH-Policenbestätigung vorlegen, damit sie ihre Registrierung aufrechterhalten können. Gelingt das nicht, steht die berufliche Existenz auf dem Spiel. Denn dann droht ein Berufsverbot.

Kein Abschlusszwang für Versicherer

Die VSH ist für Vermittler zwar eine Pflichtversicherung. Aber kein Versicherer ist verpflichtet, Vermittler zu versichern. Vor allem nicht, wenn er ihn als persona non grata, als unerwünscht, identifiziert hat. Es gibt also keinen Kontrahierungszwang. Bei Vermittlern, denen bereits häufiger schadensbedingt gekündigt wurde, reagieren die Gesellschaften zuweilen mit Ablehnung oder Angeboten mit exorbitant hohen Prämien, die der Vermittler vielleicht nicht in der Lage oder willens ist zu zahlen.

Diese Vermittler sollten unbedingt einen VSH-Makler um Unterstützung bei der Neueindeckung bitten, auch um zu erfahren wie die Versicherer die Situation und Arbeitsweise einschätzen. Denn die Welten von Vermittlern (emotional) und Schadenssachbearbeitern (faktenorientiert) sind zwei grundverschiedene.

Seite zwei: Kaum Zeit für eine Neu-Eindeckung

Weiter lesen: 1 2 3

Anzeige
Newsletter bestellen Top aktuell & kompakt! Werktags um 6.30 Uhr alle Versicherungs-News für Profis von Profis.

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 11/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Biotech-Fonds – Kfz-Policen – Versicherungen für Wohneigentum – Family Offices

Ab dem 19. Oktober im Handel.

Cash.Special 2/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Herausforderungen 2018 – bAV-Reform – Elementarschadenversicherung – Digitale Geschäftsmodelle

Ab dem 24. Oktober im Handel.

Versicherungen

ÖPPs sollen für bessere Einkommensabsicherung sorgen

Öffentlich-private Partnerschaften (“Public-private-Partnership”) zwischen Regierung, Unternehmen, Versicherungsgesellschaften und Einzelpersonen können der entscheidende Lösungsansatz sein, um Lücken in der Einkommensabsicherung zu schließen. Zu diesem Ergebnis kommt eine neue Studie der Zurich Versicherung.

mehr ...

Immobilien

Einzelhandel: Modebranche vor dem Umbruch

Die Anforderungen der Kunden an den Einzelhandel ändern sich. Damit ändern sich auch die Ansprüche der Mieter. Welche Herausforderungen die Branche erwartet und welche Vorstellungen die Mieter von Handelsimmobilien von der Zukunft haben, hat der Investor in Handelsimmobilien ILG untersucht.

mehr ...

Investmentfonds

Monega verwaltet neuen Fonds von Wieland Staud

Die Monega Kapitalanlagegesellschaft (KAG) mbH mit Sitz in Köln hat zusammen mit der Staud Research GmbH, Bad Homburg, und der Greiff capital management AG, Freiburg, den neuen StaudFonds aufgelegt.

mehr ...

Berater

Geldanlage: Deutsche schätzen Renditechancen falsch ein

Viele Bundesbürger haben falsche Vorstellungen von den Renditechancen verschiedener Anlageformen. Das geht aus einer aktuellen Umfrage von Kantar Emnid im Auftrag der Fondsgesellschaft Fidelity International hervor. Demnach unterschätzt eine Mehrheit der Deutschen zudem den Zinseszinseffekt bei Fonds.

mehr ...

Sachwertanlagen

Die Krux mit dem Verfallsdatum

Die neueste Cash.-Markterhebung und eine aktuelle Mitteilung der BaFin lenken den Blick auf eine spezielle Vorschrift für Vermögensanlagen-Emissionen. Einsichtig ist diese nicht – und ein Risiko auch für den Vertrieb. Der Löwer-Kommentar

mehr ...

Recht

Erbrecht: Ausgleichspflicht bei Berliner Testamenten

Das sogenannte Berliner Testament ist in Deutschland eine der beliebtesten und zahlenmäßig häufigsten Testierformen. In der Praxis kann dabei jedoch zu erheblichen Komplikationen kommen, etwa was die Ausgleichspflichten der Erben angeht.

mehr ...