6. September 2016, 14:30
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In vier Schritten vom Ausschließlichkeitsvertreter zum Versicherungsmakler

Viele gebundene Ausschließlichkeitsvertreter tragen in sich den Wunsch nach einem Wechsel in die freie Maklerschaft. Ein Wechsel sollte aber gut vorbereitet werden. Gastbeitrag von Jens Reichow, Kanzlei Jöhnke & Reichow Rechtsanwälte

In vier Schritten vom Ausschließlichkeitsvertreter zum Versicherungsmakler

“Viele Kunden werden auch nach einem Wechsel des Vermittlers in die freie Maklerschaft weiter durch diesen betreut werden wollen.”

Es lauern viele rechtliche Risiken. Diese sollten dem wechselwilligen Ausschließlichkeitsvertreter im Vorwege bewusst sein. Der Schritt in die Maklerschaft sollte daher wohl durchdacht werden und die einzelnen Abschnitte im Vorwege geplant werden, damit am Ende keine unliebsamen Überraschungen drohen.

Schritt 1: Die Beendigung des Handelsvertreterverhältnisses mit dem Versicherer

Zunächst gilt es das bestehende Handelsvertreterverhältnis aufzulösen. Dies ist entweder mittels Kündigung einer Partei oder aber durch eine Aufhebungsvereinbarung möglich. Natürlich wünschen sich viele Ausschließlichkeitsvertreter eine einvernehmliche Trennung. Die Praxis zeigt jedoch, dass dies oftmals aufgrund der persönlichen Spannungen zwischen den Parteien nicht möglich ist. Es bleibt dann nur noch die Kündigung des Vertrages.

Wer selbst kündigt, verliert Ausgleichsanspruch

Wer unter welchen Konditionen das Handelsvertreterverhältnis kündigt, hat weitreichende Konsequenzen für die weiteren Ansprüche der Parteien, insbesondere hinsichtlich des Ausgleichsanspruches nach § 89b HGB. Achtung: Kündigt der Handelsvertreter, verliert er regelmäßig nach § 89 b Abs.3 HGB den Ausgleichsanspruch; es sei denn, dass ein Verhalten des Versicherers hierzu begründeten Anlass gegeben hat.

Da der Versicherer normalerweise selbst keinen Anlass bieten wird, ist es das Ziel des Handelsvertreters daher für gewöhnlich, dass nicht er, sondern der Versicherer die Kündigung des Vertrages ausspricht. Dies führt nämlich nach § 89b Abs.3 HGB nur dann zum Wegfall des Ausgleichsanspruches, wenn für die Kündigung ein wichtiger Grund wegen schuldhaften Verhaltens des Handelsvertreters vorlag. Es kommt aus Sicht des Handelsvertreters also darauf an, den Versicherer zur Kündigung zu bewegen, ohne selbst ein eigenes schuldhaftes Verhalten zu begründen.

Seize zwei: Unklarheiten führen zu Haftungsrisiken

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1 Kommentar

  1. Sehr geehrte Damen und Herren,
    leider herrschen weitere Fallstricke für Makler.
    Mit der Einführung der EU-Vermittlerrichtlinien, werden Makler zur leichten Beute. Die IHKs können so leicht die Konkurrenz aus dem Weg räumen, in dem sie einfach die Registrierung der Makler löschen und diese wegen Nichtigkeiten förmlich enteignen,
    was ein klarer Verstoß gegen das GG ist. Beispiel:
    hat ein Makler einige private Schulden, vielleicht ein, zwei Tausend €, kann es passieren, dass die IHK darüber befindet und den Makler wegen angeblicher ungeordneter Vermögensverhältnisse,
    den Makler aus der Registrierung löscht.
    Nur in der IHK sitzen Vertreter von Gesellschaften, die oft, bzw. nur über die Ausschließigkeit arbeiten. Ich bin der Meinung, ein Register ja, aber nicht dafür, die Konkurrenz einfach zu elemenieren.
    Wenn Vermittler schwerwiegende Fehler, wie Falschberatung, Betrug, Unterschlagung, oder Steuerhinterziehung betreiben, muß diesen die Vermittlung von Finanzprodukten untersagt werden, aber nicht, weil dieser ein paar Schulden hat, die mit seiner Tätigkeit nichts zu tun haben.
    Tolle Welt, Herr Hoeness geht freiwillig in den Knast, wegen Steuerhinterziehung in Millionenhöhe und jetzt steht er schon wieder in der Öffentlichkeit, oder Herr Maschmeyer, da erübrigt sich jeder Kommentar, der gehört nicht ins Fernsehn, der gehört dahin, wo etwas Gerechtigkeit seinen geschädigten Anlegern geschied.
    MFG Hardy Britze

    Kommentar von Hardy Britze — 7. September 2016 @ 07:50

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